GitHub Education Classroom Report 2020 Wie und woran arbeitet der Developer-Nachwuchs?

Redakteur: Stephan Augsten

Welche Programmiersprachen sind bei Studierenden besonders beliebt und wie sehen ihre Arbeitsabläufe aus? Das Education Team von GitHub beleuchtet derartige Fragestellungen im Rahmen eines jährlichen Bildungsreports.

Der GitHub Education Classroom Report untersucht, welche Tools und Wünsche bei Studierenden verbreitet sind.
Der GitHub Education Classroom Report untersucht, welche Tools und Wünsche bei Studierenden verbreitet sind.
(Bild: GitHub)

Um Einblicke in die Developer Toolchain von Studentinnen und Studenten zu erhalten, hat GitHub für den „Education Classroom Report 2020“ über 7.000 Studierende und über 150 fakultative Lehrkräfte befragt. Ziel des nunmehr vierten jährlichen Bildungsreports ist es, die Arbeitsabläufe und die Erwartungen an technische Kursarbeiten zu ermitteln.

Aufbauend auf den Datenerhebungen der vorangegangenen drei Jahre gibt der aktuelle Bericht Aufschluss darüber, wie sich das in 2020 notwendigerweise forcierte Fernstudium auf die Kursarbeit auswirkt. Demnach besteht das Hauptproblem der Dozenten darin, die Remote-Teilnehmer überhaupt zu motivieren. Weitere Herausforderungen sind die Überwachung des Lernfortschritts und die Individualisierung des Unterrichts.

Bei den verwendeten Programmiersprachen sowie zugehörigen Tools steht Python mit einem Anteil von 81,1 Prozent ganz oben auf der Liste, vor HTML (79 Prozent) und JavaScript (78,6 Prozent). Direkt dahinter folgen CSS als Stylesheet-Sprache und die Datenbank-Abfragesprache SQL. Dabei nutzten die Nachwuchsentwickler im Schnitt zwei bis drei Tools als Teil ihres Workflows, knapp 70 Prozent der Umfrageteilnehmer setzen Visual Studio Code als IDE ein, rund 50 Prozent zudem IntelliJ und 34,7 Prozent noch PyCharm.

Interessant ist auch die Frage nach der Beteiligung an Open-Source-Projekten. Demnach haben bereits 6 von 10 Studentinnen und Studenten zu quelloffenen Projekten beigetragen. Ausschließlich an Open Source arbeiten aber nur 4,4 Prozent aller Befragten, immerhin 11,6 Prozent zumindest einmal monatlich oder öfter. Die übrigen Kontributoren befassen sich mehrmals im Jahr oder seltener mit entsprechenden Projekten.

Mit Blick auf die Karrieremöglichkeiten äußerten die Befragten den Wunsch nach Praktikums- und Arbeitsstellen, die gut bezahlt sind und praxisnahe Erfahrungen sowie Lernmöglichkeiten bieten. Ein weiteres Entscheidungselement: Remote-Arbeit solle nach Auffassung der Studierenden auch nach der Pandemie zum Standard werden.

Den vollständigen „Education Classroom Report 2020“ finden Interessierte auf der Education-Webseite von GitHub.

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