„The 2021 State of the Octoverse“-Report von Github Wie sich Development-Prozesse verändert haben

Von Stephan Augsten

JavaScript ist bei der GitHub-Community erneut die beliebteste Programmiersprache, zeigt der „The 2021 State of the Octoverse“-Report. Neben den aktuellen Gepflogenheiten greift die Betrachtung dieses Jahr auch mögliche Prozessverbesserungen auf.

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Aus den diesjährigen Ergebnissen des Octoverse-Reports hat GitHub einige Best Practices abgeleitet.
Aus den diesjährigen Ergebnissen des Octoverse-Reports hat GitHub einige Best Practices abgeleitet.
(Bild: GitHub)

Sieben Mal hat GitHub den „State of the Octoverse“-Report veröffentlicht – und das siebente Mal in Folge wird JavaScript darin als beliebteste Programmiersprache geführt. Python verteidigt nach 2019 und 2020 erneut den zweiten Platz bei den beliebtesten Programmiersprachen, gefolgt von Java, Typescript, C#, PHP, C++, Shell, C und Ruby.

Der „The 2021 State of the Octoverse“-Report stützt sich auf die Telemtriedaten von mehr als 4 Millionen GitHub-Repositories, kombiniert mit Umfragen unter mehr als 12.000 Entwicklern. Basierend darauf habe man einige Vorhersagen treffen können, wie Development-Teams, Unternehmen und Organisationen bessere Ergebnisse erzielen können.

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Fokus legt der diesjährige Report dementsprechend auf die pandemiebedingten Änderungen der Arbeitsprozesse. Die Hoffnung auf eine Rückkehr zur gewohnten Normalität habe sich 2021 nicht erfüllt. Dafür sei aber eine Metamorphose der Prozesse ausgelöst worden, „die den Bedürfnissen der Telearbeit Rechnung trägt“.

Im Jahr 2021 bewegte sich die Produktivität wieder auf das präpandemische Niveau zu. Allerdings hat sich der Wandel des Arbeitsplatzes bestätigt. Viele Umfrageteilnehmer arbeiten aktuell Remote oder in einem Hybridmodell; gerade einmal ein Neuntel der Befragten erwartet, je wieder ausschließlich an einem festen Arbeitsplatz zu arbeiten.

Leistungssteigernde Aspekte

Mit Blick auf die Telemetriedaten berichtet GitHub, dass Entwicklerinnen und Entwickler ihren Code schneller schreiben und liefern; vor allem Pull Request mit einem Review würden schon innerhalb eines Arbeitstages zusammengeführt – GitHub spricht hier vom „Day or Less Club“. Die Wiederverwendung von Code könne die Output-Leistung um bis zu 87 Prozent erhöhen.

Development-Teams in Unternehmen könnten dank Automatisierung 43 Prozent mehr Leistung erzielen. Für weitere Produktivitätsschübe könnten Mentorinnen und Mentoren sorgen. In Open-Source-Projekten belaufe sich die Steigerung auf 46 Prozent, in Unternehmen zumindest auf 16 Prozent.

Besonders nachhaltig auf die Qualität und Vertrauenswürdigkeit von Projekten wirkt sich die Dokumentation aus, schreibt GitHub mit Blick auf die Umfrageergebnisse. Nicht nur Open-Source-Projekte könnten von Readmes, Beitragsrichtlinien und GitHub Issues profitieren, sondern auch Unternehmen und deren Projekte. Eine aktuelle, detailliierte und zuverlässige Dokumentation schaffe nicht nur Vertrauen, sondern könne auch die Produktivität um bis zu 50 Prozent erhöhen.

Im „The 2021 State of the Octoverse“-Report geht GitHub auch darauf ein, wie Unternehmen die Erkenntnisse für sich nutzen können. Weitere Informationen erhalten Interessierte im Octoverse-Bereich von GitHub.

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