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Sicherheitsfunktionen von Google Play Protect Wie Google die Android User besser schützen will

| Redakteur: Stephan Augsten

Google hat an Play Protect geschraubt, dem integrierten Spyware- und Bedrohungsschutz für Android-Geräte. Mit welchen Sicherheitsfunktionen der hauseigene App-Marktplatz im Jahr 2018 zusätzlich abgesichert wurde, verrät ein aktueller Blog-Eintrag

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Google Play Protect soll den User umfassend schützen und wurde beispielsweise um einen Scan für Apps aus fremden Quellen erweitert.
Google Play Protect soll den User umfassend schützen und wurde beispielsweise um einen Scan für Apps aus fremden Quellen erweitert.
(Bild: Google)

Google Play Protect ist auf allen Android-Geräten mit installierten Play Services verfügbar. Die Sicherheitstechnologie schützt aktuell über zwei Milliarden Geräte innerhalb des Android-Ökosystems, heißt es im Developers Blog. Täglich werden mehr als 50 Milliarden Apps auf bösartiges oder potenziell ungewolltes Verhalten geprüft.

Eine wichtige Neuerung des vergangenen Jahres ist, dass die Sicherheitsfunktion standardmäßig eingeschaltet ist. Damit werde man dem Umstand gerecht, dass „Sicherheit ein integriertes Merkmal jedes Geräts sein sollte und nicht etwas, das ein Benutzer finden und aktivieren muss.“ Auch neue Geräte sind somit von Haus aus geschützt; zudem wird jeder Benutzer per Benachrichtigung informiert und hat die Möglichkeit, Play Protect direkt wieder zu deaktivieren.

Um Android User zumindest auf mögliche Bedrohungen aufmerksam zu machen, wird Play Protect seit 2018 auch bei der App-Installation über unbekannte Quellen aktiv: Wurde eine App bis dato selten über das Android-Ökosystem hinweg installiert, erhält der User eine Warnung mit der Bitte zu überdenken, ob er App und Installationsquelle vertraut. Wurde die App vollständig analysiert und als nicht schädlich klassifiziert, wird die Benachrichtigung nicht mehr angezeigt. Im Jahr 2018 zeigte diese Warnung rund 100.000 Mal pro Tag.

Mit Android Oreo hat Google eine Sicherheitsfunktion eingeführt und aktiviert, die den Benutzer warnt, sobald er eine potenziell schädliche Anwendung startet. Besonders wichtig ist Google dabei die rechtzeitige, kontextsensitive Benachrichtigung: Der Warndialog bietet Informationen darüber, welche App der Benutzer gerade starten wird, warum sie potenziell schädlich ist und was beim Starten passieren könnte.

Bereits seit längerem kann Google Play Protect gefährliche Apps automatisch deaktivieren, wenn berechtigte Zweifel an ihrer Integrität bestehen. Dieser Mechanismus greift nun auch für Apps, bei denen später ein Verstoß gegen die Google-Play-Richtlinien festgestellt wurde, z. B. in Bezug auf Datenschutz, irreführendes Verhalten oder Inhalte.

Zwar wird die App nicht automatisch vom Gerät entfernt, aber Play Protect benachrichtigt den User und verhindert, dass er die App versehentlich öffnet. Die Benachrichtigung bietet eine integrierte Schaltfläche, über die sich die App direkt vollständig entfernen lässt.

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