Definition „JavaBean“ Was sind JavaBeans?

Autor / Redakteur: zeroshope / Stephan Augsten

JavaBeans sind Softwarekomponenten für die Programmiersprache Java. Sie sind wiederverwendbar und wurden dazu entwickelt, um GUI-Klassen einfach zu übertragen. Inzwischen werden sie auch für den Datentransfer via Container genutzt.

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JavaBeans sind wiederverwendbare und meist leichtgewichtige Software-Komponenten, die innerhalb von Java zum Einsatz kommen.
JavaBeans sind wiederverwendbare und meist leichtgewichtige Software-Komponenten, die innerhalb von Java zum Einsatz kommen.
(Bild: PDPics)

Eine JavaBean ist eine Softwarekomponente, mit der grafische Nutzeroberflächen erzeugt („instanziiert“) und übertragen werden können. Dabei arbeitet sie faktisch als ein Standard innerhalb der Java-Programmiersprache. Dies bedeutet, dass sie wiederverwendbar ist – es handelt sich um eine generell funktionierende Ergänzung, die einfach eingesetzt werden muss.

Idealerweise muss dabei keine Zeile Code für die Anpassung geschrieben werden. Die JavaBean unterstützt RMI (Remote Method Invocation), also den Aufruf entfernter Methoden. Deshalb eignet sie sich ebenfalls dafür, Daten über Container zu übertragen. Sie bietet die hierfür notwendige Struktur.

Die Funktionsweise einer JavaBean: ein einfaches Beispiel

Java ist eine objektorientierte Programmiersprache. Dies bedeutet, dass die Architektur der Software aus Objekten besteht, die sich an dem Ausschnitt der Wirklichkeit orientieren, den das Programm betrifft. Der Begriff ist dabei etwas missverständlich: Objekte können auch „Funktionen“ oder „Methoden“ beinhalten. Es ist zudem möglich, den Zustand der Objekte mittels „Prozeduren“ zu ändern. Sie müssen nicht starre Entitäten sein.

Daraus ergibt sich die Notwendigkeit für die Entwicklung, Objekte individuell zuzuschneiden. Beispielsweise kommt Java für die Webentwicklung, für Desktop-Applikationen und für Smartphone-Anwendungen zum Einsatz. Es versteht sich von selbst, dass hier unterschiedliche Qualitäten gefragt sind. Problematischerweise besteht aber ebenfalls die Notwendigkeit, nach außen hin optisch und funktionell identisch zu sein.

Als Beispiel: Ein Online-Shop möchte einen Login-Bereich gestalten. Dieser soll im Web genau wie über eine App aussehen und funktionieren. Zudem sollen die Daten, die über das Handy für die Registrierung eingegeben wurden, auch im Web funktionieren - und umgekehrt. An dieser Stelle greift die JavaBean ein – als standardisierte Softwarekomponente ermöglicht sie es, die Formulare einheitlich zu gestalten und die Datenübertragung zu ermöglichen.

Hierfür hat sie die folgenden Eigenschaften:

  • öffentlicher parameterloser Konstruktor (d.h., dass die JavaBean zum Erzeugen von Objekten genutzt werden kann, aber nicht festgelegt ist, wie dies genau geschehen muss)
  • Public Getters (öffentlich Abfrage möglich)
  • Public Setters (öffentliche Änderungen möglich)
  • Serialisierbarkeit (Abbildung in Reihe, um die JavaBeans und ihre Aufträge einfacher identifizieren zu können)
  • Wiederverwendbarkeit durch Vererbung (die neue "Bohne" übernimmt nahtlos die Aufgaben von der, die sie ersetzt)

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