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Definition „Scrum Master“ Was macht ein Scrum Master?

| Autor / Redakteur: chrissikraus / Stephan Augsten

Der Scrum Master ist dafür zuständig, die Rahmenbedingungen für ein Scrum Projekt zu schaffen. Er sorgt dafür, dass jede Rolle sich auf ihre zugewiesenen Aufgaben konzentrieren kann und dass alle Abläufe wie geplant funktionieren.

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Der Scrum Master kontrolliert die Einhaltung der für ein Projekt geltenden Regeln und vermittelt auch zwischen den Akteuren.
Der Scrum Master kontrolliert die Einhaltung der für ein Projekt geltenden Regeln und vermittelt auch zwischen den Akteuren.
(Bild gemeinfrei: skeeze / Pixabay )

Scrum sieht bestimmte Regeln und Rollen vor, die integral für den Erfolg der dynamischen Projektstruktur sind. Der Scrum Master sorgt dafür, dass alle Beteiligten die für das jeweilige Projekt relevanten Regeln befolgen (können) und kontrolliert auch deren Einhaltung. Gibt es Probleme und Störungen, können sich die Beteiligten an den Scrum Master wenden.

Der Scrum Master selbst ist nicht an der Entwicklung beteiligt und gibt auch keine direkten Arbeitsanweisungen – er kann also weder Mitglied des Scrum Teams noch Product Owner sein. Stattdessen kümmert er sich darum, dass die Rahmenbedingungen für das jeweilige Projekt gegeben sind und steht den Beteiligten beratend und schlichtend zur Seite. Außerdem hilft er dem Team dabei, die Vorgehensweisen von Scrum zu erlernen und zu verstehen.

Einführung von Scrum und Coaching der Beteiligten

Scrum hat viele Aspekte, die im Widerspruch zu anderen Projektmanagementmethoden stehen, z. B., dass sich Pläne und Anforderungen mit jedem Sprint ändern dürfen. Damit die dynamische Vorgehensweise reibungslos ablaufen kann, müssen alle Beteiligten inklusive der Stakeholder genau über die grundlegenden Regeln von Scrum im Bilde sein.

Der Scrum Master kümmert sich darum, diese Regeln einzuführen, die Beteiligten darin zu schulen und somit die Rahmenbedingungen für ein erfolgreiches Projekt zu schaffen. Im weiteren Sinne kümmert sich der Scrum Master auch darum, dass die Regeln von Scrum über das gesamte Projekt hin befolgt werden, z. B. indem er die Aktualität der Scrum Artefakte im Auge behält.

Moderation von Meetings

Scrum sieht vor, dass sich Teams weitestgehend selbst organisieren und verwalten. Das bietet im Alltag Potenzial für Konflikte oder Hindernisse, die den Arbeitsablauf stören können. Scrum plant daher am Ende jeden Sprints eine Scrum-Retrospektive ein.

Hier haben in alle Teammitglieder die Chance, offen und ehrlich von ihren persönlichen Eindrücken und Bedenken zu erzählen. Der Scrum Master organisiert und moderiert diese Treffen, um jedem Mitglied eine sichere Plattform bieten zu können – sprich jeder soll das Gefühl haben, Probleme offen ansprechen zu dürfen, damit diese schnell beseitigt werden können.

Beseitigung von Hindernissen und Konflikten

Der Scrum Master dient als neutrale Partei, an den sich das Team, aber auch der Product Owner jederzeit wenden können. Zu den Aufgaben des Scrum Masters gehört in diesem Zusammenhang auch, dass er das Team vor unzulässigen Anweisungen schützt:

Jeder Sprint wird inklusive aller anfallenden Aufgaben detailliert im Vorfeld geplant und darf nicht durch unberechtigte Personen (z. B. Stakeholder) manipuliert werden. Der Scrum Master hat die Autorität, dem Team in solchen Situationen den Rücken freizuhalten und so die Integrität des Sprints zu gewährleisten.

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