Definition „Database Developer“

Was macht ein Datenbank-Entwickler?

| Autor / Redakteur: chrissikraus / Stephan Augsten

Der Datenbank-Entwickler ist von der Konzeption bis hin zur Wartung mit Datenbanksystemen beschäftigt.
Der Datenbank-Entwickler ist von der Konzeption bis hin zur Wartung mit Datenbanksystemen beschäftigt. (Bild: Campaign Creators - Unsplash.com)

Ein Datenbank-Entwickler kümmert sich darum, effiziente Systeme zur Verwaltung komplexer Datenmengen zu entwickeln. Der Beruf schließt vom Design der Datenbank bis hin zur Wahrung der Datenintegrität viele Aufgaben ein.

Praktisch jeder Programmierer besitzt ein Grundverständnis von Datenbanken, aber in Zeiten von Big Data reicht das nicht mehr aus: Datenbank-Entwickler sind Spezialisten für leistungsfähige, effiziente und maßgeschneiderte Datenbanksysteme (Data Base System, DBS).

Welche Fähigkeiten braucht man?

Als DB-Entwickler benötigt man ein sehr fundiertes Wissen über Datenbanken und solide Programmierkenntnisse. Außerdem ist ein Grundwissen über Unternehmensprozesse hilfreich, da in der Wirtschaft häufig genau solche Prozesse in Datenbanken abgebildet werden müssen. Idealerweise arbeitet man gerne strukturiert, analytisch und selbstständig. Viele Unternehmen fordern zudem gute Englischkenntnisse.

Wie wird man Datenbank-Entwickler?

Wer DB-Entwickler werden will, muss in der Regel zunächst eine einschlägige Vorbildung haben. Viele Unternehmen fordern ein abgeschlossenes Studium (z. B. Informatik, IT-Management), weil die Sachverhalte sehr komplex sind und ein gewisses Wissen voraussetzen. Statt reiner Informatik bietet sich für diesen Beruf auch ein Studium der Wirtschaftsinformatik an.

In diesem Studienzweig werden verstärkt Inhalte mit wirtschaftlichem Bezug vermittelt, die beim Analysieren und Modellieren von Unternehmensprozessen hilfreich sind. Auch wer Wirtschaftswissenschaften studiert hat und an Technik interessiert ist, kann sich mit einem Aufbaustudium speziell zum Thema Datenbanken als DB-Entwickler qualifizieren. Zudem gibt es verschiedene Fortbildungen, die kein Studium voraussetzen.

Als Datenbank-Entwickler kann man sich außerdem auf ausgewählte DB-Systeme spezialisieren, um z. B. Experte für SAP-Datenbanken zu werden. Und es ist möglich, sich auf verschiedene Schwerpunkte zu spezialisieren, z. B. den Aufbau und die Pflege von Data Warehouses für Reportings und zur effizienten Datenanalyse.

Welche Aufgaben übernimmt ein Datenbank-Entwickler?

Datenbanken sind heute ein wichtiges Werkzeug, um große Datenmengen zu verwalten. DB-Entwickler befassen sich damit, diese Datenbanken zu entwerfen, zu entwickeln und zu pflegen. Zunächst muss der DB-Entwickler also analysieren, welche Anforderungen im Unternehmen bestehen und wie die Daten am besten aufbereitet werden können.

Das Konzept schließt auch die Auslieferung der Daten mit ein, also wie genau große Datenmengen dem Nutzer gemäß den vorliegenden Unternehmensprozessen am effizientesten zur Verfügung gestellt werden können. Außerdem gehört häufig eine Kosten-Nutzen-Analyse und eine Schätzung des Aufwands mit dazu.

Der DB-Entwickler kümmert sich des Weiteren um die Sicherheit und Integrität der Datenbank. Und auch die Anbindung der Datenbank an ein bestehendes System bzw. die Entwicklung einer geeigneten Benutzeroberfläche können je nach Unternehmen in den Aufgabenbereich des Datenbank-Entwicklers fallen.

Mit welchen Personengruppen arbeitet ein Datenbank-Entwickler zusammen?

DB-Entwickler müssen eng mit denjenigen Personen zusammenarbeiten, welche die Anforderungen an die Datenbank und das Datenbank-Management-System stellen. Extern könnten das Kunden sein, intern sind es die jeweils zuständigen Fachabteilungen. Für Großprojekte können mehrere DB-Entwickler gemeinsam ein Konzept entwickeln und umsetzen.

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