Prognosen von Jason Warner, GitHub, für das Jahr 2018

Was kommt auf Entwickler und die IT zu?

| Autor: Stephan Augsten

Jason Warner von GitHub prognostiziert, welche Entwicklungen im Jahr 2018 auf uns warten.
Jason Warner von GitHub prognostiziert, welche Entwicklungen im Jahr 2018 auf uns warten. (Bild: mohamed1982eg - Pixabay.com / CC0)

Mit Machine Learning und Künstliche Intelligenz gab es 2017 zwei Trends, deren Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen ist. Aber welche Themen waren im kommenden Jahr? Jason Warner, Senior Vice President of Technology bei GitHub, wagt einen Ausblick ins Jahr 2018.

Daten werden alles bestimmen

In den vergangenen paar Jahren ging es bei Cloud 1.0 um das Rechnen in großen Wolken, während sich bei Cloud 2.0 alles um die Daten dreht. Dazu gehören die Datenbewegungen sowie die unterstützenden Tools und Services, wie z.B. Analytics und Machine-Learning-Systeme. Heute sind alle Unternehmen Datenunternehmen, ob sie es nun wissen oder nicht. Solange die Teams wissen, wie man damit umgeht, werden die Daten im Jahr 2018 ihr größtes Kapital sein.

Das Workflow-Wettrüsten verschärft sich

Unternehmen stehen unter dem Druck, die Aufmerksamkeit der Entwickler auf sich zu ziehen und das Cloud-Ökosystem zu erweitern. Im Zuge von Fusionen und Übernahmen werden große Technologieunternehmen kleinere Unternehmen schlucken, um sich die Erfahrung der Entwickler zu sichern, Infrastrukturprobleme zu lösen und bessere Workflow-Tools zu entwickeln. Bei GitHub werden wir eine entscheidende Rolle bei der Integration von Entwicklungsplattformen zwischen diesen Unternehmen spielen.

Open Source wird weiter den Stack erklimmen

Vor einem Jahrzehnt war Linux der große Wurf, mittlerweile ist es Standard. Seinerzeit waren Unternehmen wie Amazon, Google und Microsoft gezwungen, eigene, proprietäre Tools zu entwickeln, da es keine andere Software gab, die ihren Bedürfnissen entsprach. Viele dieser Frameworks sind inzwischen quelloffen, während andere Open Source-Technologien wie Kubernetes zu einem integralen Bestandteil der Development-Workflows werden. Diese Verschiebung verändert die Investitionen der Unternehmen und macht Open-Source-Software zum größten Konkurrenten traditioneller Software.

Infrastruktur wird ihren „Ruby-on-Rails-Moment“ haben.

Neue Tools helfen Entwicklern, ihre Ideen schneller in die Produktion zu bringen, und sparen ihnen Zeit bei Feinjustierungen. Da Anwendungen den Infrastruktur-Ballast von den Schultern der Entwickler nehmen, können sie sich auf jene Dinge konzentrieren, die ihnen am meisten am Herzen liegen: die Erstellung, den Ausbau und die Weiterentwicklung ihrer Projekte und Produkte.

Sicherheit rückt permanent ins Rampenlicht

Sicherheit muss in die Code-Entwicklung integriert werden, nicht in die Produktion. Viele der weltweit kritischen Systeme sind immer noch nicht ausreichend gehärtet – und ihre Oberfläche wird immer größer. Die stetige Flut von Malware-Angriffen, die wir in diesem Jahr gesehen haben, wird nur noch häufiger auftreten. Infolgedessen werden wir deutlich mehr Geld- und Entwicklungsressourcen für die Sicherheit einsetzen. Wir werden auch den Anstieg intelligenterer Systeme beobachten, die schließlich in einer Reihe von automatisch gesicherten Schichten gipfeln.

Stresstest fürs kostenlose und offene Internet

Die Fragilität der Netzneutralität und die Zunahme länderspezifischer Datenlokalisierungsgesetze werden zweifellos die Belastbarkeit nicht nur des Internets, sondern auch des Gefüges der globalen Gesellschaft und der weltweiten Zusammenarbeit von Unternehmen auf die Probe stellen. 2018 wird über die Zukunft der Netzneutralität entscheiden, und wir werden die Auswirkungen spüren, unabhängig vom Ausgang. In der Zwischenzeit, schließen Sie sich dem Kampf für Netzneutralität in ihrem Lande an.

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