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Definition „Visual Studio (IDE)“ Was ist Visual Studio?

| Autor / Redakteur: il1411 / Stephan Augsten

Microsoft Visual Studio ist eine integrierte Entwicklungsumgebung, kurz IDE, für höhere Programmiersprachen. Integrierte Tools unterstützen die Entwicklung ASP.NET-Webanwendungen, Desktop-Anwendungen, XML-Webdiensten und mobilen Apps.

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Microsoft Visual Studio eignet sich für verschiedenste Software-Entwicklungsprojekte.
Microsoft Visual Studio eignet sich für verschiedenste Software-Entwicklungsprojekte.
(Bild: Microsoft)

Die integrierte Entwicklungsumgebung (Integrated Development Environment) Visual Studio stammt von Microsoft und unterstützt zahlreiche Programmier-Hochsprachen. Hierzu zählen beispielsweise Visual Basic, C, C++, C#, SQL Server, PHP und Python. Darüber hinaus eignet sich Visual Studio auch für die Entwicklung mit Javascript, HTML und CSS.

In Visual Studio lassen sich somit native Win32-/Win64-Programme ebenso entwickeln wie Windows-Apps, dynamische Webservices bzw. Webseiten sowie Anwendungen für das .NET-Framework. Auch die Entwicklung und Implementierung mobiler Apps für Android, iOS und Windows Phone lässt sich mithilfe der durch die Microsoft-Tochtergesellschaft Xamarin bereitgestellten Tools bewerkstelligen.

Der Funktionsumfang von Visual Studio

Die Entwicklungsumgebung Visual Studio ist mit zahlreichen nützlichen Funktionen ausgestattet. Der Editor besitzt beispielsweise eine Online-Hilfe, die auf die aktuelle Position des Cursors reagiert. Außerdem werden im Quelltext Schlüsselwörter farblich hervorgehoben.

Neben einer automatischen Syntaxprüfung verfügt der Editor von Visual Studio auch über das Tool IntelliSense, welches Methoden und Funktionen schon während der Quelltexteingabe automatisch ergänzt. Darüber hinaus ist die Entwicklungsumgebung mit grafischen Schnittstellen zur Einbindung von .NET- und ActiveX-Bibliotheken sowie von Webservices ausgestattet.

Weiterhin ermöglicht der sogenannte „Server-Explorer“ den Zugriff auf externe Datenquellen wie den Microsoft SQL-Server. Ebenfalls integriert sind diverse WYSIWYG-Editoren, mit denen sich beispielsweise die Benutzeroberflächen von Web- oder Windows-Anwendungen entwickeln lassen. Die Anzahl der von Visual Studio unterstützten Sprachen hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen.

Dieser Umstand ist in erster Linie einem Microsoft-eigenen Zertifizierungsprogramm zu verdanken, welches es auch Drittanbietern erlaubt, Visual Studio um weitere Programmiersprachen zu ergänzen. Beispiele hierfür sind die Sprachen Eiffel, Delphi, Prolog oder Visual COBOL. Um ASP.NET-Anwendungen entwickeln zu können, ist Visual Studio seit der Version 2005 mit einem integrierten Webserver ausgestattet, so dass eine separate Installation der Microsoft Internet Information Services (IIS) nicht mehr erforderlich ist.

Die Editoren von Visual Studio

Für die Entwicklung von Anwendungen stellt die IDE dem Benutzer eine Vielzahl von Editoren zur Verfügung. Hierzu zählen neben den klassischen Texteditoren für die von Visual Studio unterstützen Programmiersprachen auch Editoren für die Entwicklung grafischer Benutzeroberflächen. Des Weiteren sind sowohl textbasierte als auch grafische Editoren für XML Schema (XSD) und für HTML-Webseiten verfügbar; gleiches gilt für Binärdateien oder auch Klassen- und Sequenzdiagramme. Editoren für die Entwicklung von Installationsprogrammen für Anwendungen runden das Angebot ab.

Varianten von Visual Studio

Visual Studio ist in mehreren Varianten erhältlich, namentlich PowerApps (vormals LightSwitch), Team Services und Code.

Visual Studio LightSwitch wurde seinerzeit speziell für das Softwareentwicklungsmodell RAD (Rapid Application Development) entwickelt. Im Vergleich zum herkömmlichen Visual Studio wurde bei LightSwitch der Entwicklungsprozess enorm vereinfacht. LightSwitch eignete sich auch für wenig erfahrene Entwickler, da er vorkonfigurierte Komponenten wie Standardeingabemasken vorfand. Somit eignete sich Lightswitch ideal für die schnelle Entwicklung datengetriebener Web- oder Desktopanwendungen. Im Oktober 2016 gab Microsoft bekannt, das Visual Studio LightSwitch durch PowerApps ersetzt wird.

Mit Visual Studio Team Services lassen sich Anwendungen per Cloud Computing auch kollaborativ entwickeln. Team Services enthält Möglichkeiten für das Application-Management, wie beispielsweise Build-Management oder Versionskontrolle.

Mit Visual Studio Code steht seit Anfang 2015 ein kostenloser Editor zur Verfügung, mit dem Web-Anwendungen plattformübergreifend entwickelt werden können. Visual Studio Code enthält Funktionen wie IntelliSense und ist seit seiner Veröffentlichung im April 2016 quelloffen.

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