Definition „User Experience Design“ Was ist UX-Design?

Autor / Redakteur: Egoloizos / Stephan Augsten

UX-Design steht als Abkürzung für User Experience Design. Die Nutzererfahrung ist ein zentraler Faktor nahezu sämtlicher digitaler Angebote, von der Internetseite bis zur mobilen App. Das UX Design spielt auch in der Suchmaschinenoptimierung eine wesentliche Rolle.

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Benutzeroberfläche, Ladezeiten, Funktionalität – all das wirkt sich auf das Nutzererlebnis, die User Experience aus.
Benutzeroberfläche, Ladezeiten, Funktionalität – all das wirkt sich auf das Nutzererlebnis, die User Experience aus.
(Bild: alipazani / Pexels )

Das UX-Design ist ein spezieller Teilbereich des Web-, App- und Software-Designs. Es hat zur Aufgabe, die Nutzer-Bedürfnisse genau zu analysieren und die Nutzererfahrung danach auszurichten. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen beispielsweise in die Umsetzung eines nutzerfreundlichen Interfaces. Zu den vielseitigen Anwendungsbereichen gehören Webseiten, Desktop-Programme und mobile Apps.

UX lässt sich verstehen als Komponente der Human Computer Interaction. Diese findet an jedem Kontaktpunkt des Menschen mit einem Endgerät statt. Im Zusammenhang mit der Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization, SEO) ist User Experience von Bedeutung, da Suchmaschinen eine positive Nutzererfahrung als Ranking Faktor für die Suchergebnislisten heranziehen.

Geschichte und Entwicklung des UX-Designs

User Experience ist von wachsender Bedeutung, seitdem Computer-Anwendungen, Software und Webseiten immer aktiver wurden. Spätestens seit dem Web 2.0 spielt die Computer-Nutzer-Interaktion eine wachsende Rolle. Ehemals waren Computer-Anwendungen weitgehend statisch: Nutzer greifen passiv auf Inhalte zu. Daraus sind dynamische Anwendungen geworden, bei denen Nutzer mit den Endgeräten interagieren.

Daraus ergeben sich wachsende Anforderungen und Bedürfnisse der Nutzer. Im Zuge dessen entwickeln Webdesigner und Entwickler die Anwendungen und Internetseiten immer weiter fort. Diese Entwicklungsrichtung ist als User Experience Design oder kurz UX-Design bekannt.

Eine wichtige Entwicklung in der Geschichte des UX-Designs ist die flächendeckende Verbreitung mobiler Endgeräte. Da die meisten Nutzer auch und insbesondere per Smartphone oder Tablet auf Webinhalte und Apps zugreifen, ist ein responsives Design von hoher Bedeutung. Die Inhalte müssen sich an die Anforderungen der verschiedenen Bildschirmgrößen und Betriebssysteme anpassen.

Dies ist eine wichtige Änderung gegenüber Webseiten und Programmen der Vor-Smartphone-Ära, die in erster Linie auf Desktop-Anwendungen ausgelegt waren. Aus diesem Grund ist die mobile Usability beziehungsweise die mobile Optimierung heute ein wichtiger Baustein der User Experience und damit des darauf ausgerichteten Designs.

UX-Design und seine Funktionalität

Das UX-Design erfüllt bei modernen Webseiten und Programmen gleich mehrere Funktionen. Die Funktionalität wird vor dem Hintergrund mehrerer Anforderungen der anspruchsvoller werdenden Nutzer fortwährend verbessert. Eine wichtige Herausforderung ist das Bedürfnis der Nutzer nach Mehrwert.

Weiterhin haben Besucher das Bedürfnis nach einer App oder einer Webseite, mit der sie sich zurechtfinden. Dies betrifft beispielsweise die Navigation auf der Seite sowie eine intuitive Bedienung. Ebenso steigt die Anforderung, dass die Interaktion mit der Webseite oder App Spaß bereiten soll.

Die Umsetzung des User Experience Designs dient damit grundsätzlich der Erhöhung der Usability der Webseite oder der App. Eng verbunden mit dem UX-Design ist das so genannte Interaction Design, durch das zusätzlich die Nutzer-Computer-Interaktion optimiert werden soll.

UX-Design in der Suchmaschinen-Optimierung

In der SEO ist die User Experience mittlerweile einer der wichtigsten Ranking-Faktoren. Bei positiver Nutzererfahrung werden wichtige Aspekte wie etwa die Verweildauer oder die Bounce Rate (Absprungrate) optimiert. Fühlt sich ein Nutzer auf der Seite wohl und findet er Mehrwert, so erhöht sich die Verweildauer, während die Bounce Rate sinkt.

Diese und ähnliche Faktoren tragen zu einem hohen Ranking in den Suchergebnislisten (SERPs) der Suchmaschinen bei. Wichtig ist in diesem Zusammenhang insbesondere eine gute Navigation in sämtlichen Bereichen der Seite. Auf der Seite eines Online-Shops kommt der User Experience beispielsweise beim Einkaufsprozess von der Suchfunktion über den Warenkorb bis zum Checkout-Prozess eine wichtige Rolle zu.

Auch im direkten Marketing ist UX-Design wichtig, so beispielsweise in der Ausgestaltung der Online-Werbung, speziell bei interaktiver Werbung. Positive Nutzererfahrungen können auch in der Kundengewinnung und -bindung hilfreich sein.

Abgrenzung von UX- zum UI-Design

Verwechslungsgefahr besteht zwischen den beiden Aufgabenfeldern User-Interface- und -Experience-Design, wobei das UI-Design durchaus mit dem UX-Design verwandt ist bzw. einhergeht. Das UI-Design befasst sich mit dem optischen Erscheinungsbild digitaler Produkte, beispielsweise der Attraktivität einer Webseite oder einer App, und ist somit als kreativer und künstlerischer Prozess zu verstehen.

UX-Design ist eher analytisch orientiert. Hier kommen beispielsweise Modelle aus der Nutzerpsychologie zum Einsatz. In der User Experience werden Design-Entscheidungen typischerweise wissenschaftlich begründet, während das ästhetisch orientierte UI-Design mehr Raum für die Kreativität des Designers lässt. Das Interface ist als Oberfläche die Schnittstelle zwischen Mensch und Endgerät, über die der Nutzer die Maschine bedient. Damit ist das User Interface Design ein Teilbereich der User Experience.

Oftmals übernehmen UX-Designer gleichermaßen das Aufgabenfeld des UI-Designs. Darüber hinaus befassen sie sich jedoch mit dem umfassenderen Aufgabenfeld der gesamten User Experience. Diese umfasst sämtliche Erwartungen, Interaktionen und Reaktionen des Nutzers vor, während und nach der Nutzung des Endgeräts.

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