Definition „Benutzerfreundlichkeit“?

Was ist Usability?

| Autor / Redakteur: Ilan_r_r / Stephan Augsten

Eine unkomplizierte Navigation ist ein wichtiger Faktor für die Usability.
Eine unkomplizierte Navigation ist ein wichtiger Faktor für die Usability. (Bild: Alvaro Reyes - Unsplash.com)

Usability ist ein Begriff, welcher im Deutschen am besten mit dem Begriff der Zugänglichkeit oder der Benutzerfreundlichkeit übersetzt werden kann. Die Usability bezeichnet das Ausmaß, in welchem Programme, Dienste oder Angebote von einem Anwender im Nutzungskontext verwendet werden können.

Bereits Anfang der 1980er Jahre begann das Fachgebiet der Mensch-Maschine-Interaktion mit dem Aufbau und der Strukturierung von Regeln und Normen, für interaktive Benutzerschnittstellen. Hierunter fällt unter anderem auch der Begriff der Usability, welcher in der DIN EN ISO 9241 genauer definiert ist.

Hier wird die Usability als das Ausmaß beschrieben, in welchem ein Produkt von einem exakt definierten Benutzer in einem ebenso exakt definierten Anwendungskontext genutzt werden kann, um seine Ziele schnell und zufriedenstellend zu erreichen.

Usability in den verschiedenen Einsatzbereichen

Der Begriff Usability wird vor allem im direkten Zusammenhang mit den Bereichen Web- und Softwaredesign verwendet. Allerdings sind dies bei Weitem nicht die einzigen Einsatzgebiete. Wird der Begriff der Usability auf Produkte in der echten Welt angewandt, wird zumeist von der Gebrauchstauglichkeit gesprochen. In der IT wird Usability auch oft mit Benutzerfreundlichkeit oder Bedienbarkeit gleichgesetzt.

Grundsätzlich geht es aber immer darum, dass die Produkte mit einer hohen Usability so aufgebaut und produziert sind, dass der Nutzer alle für ihn aktuell wichtigen Funktionen nutzen und gut und sicher erreichen kann. Hier unterscheiden sich digitale und reale Welt nicht voneinander.

Gute Usability ist allerdings keine gleichmäßig messbare Kennzahl, die von einem Nutzer aktiv bewertet und bemerkt wird. Eine gute Usability sorgt insgesamt für ein stimmiges Nutzungsgefühl beim Kunden. Ist die Usability schlecht, wird dies in der Regel allerdings bemerkt und oftmals auch angekreidet.

Usability im nutzungsbezogenen Kontext

Die Usability spielt bei allen Produkten und Anwendungen eine Rolle, bei denen zwischen Mensch und Technik oder Mensch und Maschine eine Interaktion eintritt. Es spielt keine Rolle, ob es sich um Software, mobile Endgeräte, Webseiten, technische Geräte oder komplexe Anlagen handelt.

Wichtig in diesem Zusammenhang ist immer der nutzungsbezogene Kontext. Das bedeutet, dass die Usability immer anhand bestimmter Standpunkte und Standard-Nutzer bewertet werden muss. Erschließt sich der Aufbau und das Design einer Webseite den meisten normalen Nutzern und sind alle Funktionen gut und sicher erreichbar, spricht man von einer guten Usability. Für Kinder kann die Usability allerdings ganz anders aussehen, da diese vom Design und vom Aufbau überfordert sein können.

Bei der Bewertung der Usability ist es also immer auch nötig, geltende Standards zu beachten. Die Struktur einer Webseite für Kinder muss anders aufgebaut sein, als bei einer Webseite für Erwachsene, um eine gute Usability bei der jeweiligen Zielgruppe zu erzielen. Aus diesem Grund sind umfassende Persona-Konzepte bei der Planung und Bewertung der Usability in vielen Bereichen heute üblich und gängig.

Beispiele für eine gute Usability

Da der Begriff Usability vor allem auch im Webdesign gebräuchlich ist, finden sich hier auch die einfachsten Beispiele. Eine Webseite verfügt über eine hohe Kundenfreundlichkeit, also Usability, wenn der Nutzer die gewünschten Inhalte schnell und ohne Aufwand erreicht. Er sucht beispielsweise ein bestimmtes Produkt, welches von ihm einfach aufgefunden werden kann.

Diesem Anspruch lässt sich beispielsweise durch die Kombination einer logisch aufgebauten Navigation und einer optimierten Suchfunktion begegnen. Diese sorgen somit für die gute Usability der Seite. Die verschiedenen Produkte und Anwendungen müssen aus diesem Grund regelmäßig und anhand verschiedener Nutzer-Konzepte immer wieder hinsichtlich ihrer Usabilty kontrolliert werden, da sich unter anderem mit unterschiedlichen Altersklassen unterschiedliche Nutzungskonzepte durchsetzen.

Eine gute Usability für die Altersklasse 20 bis 45 Jahre setzt keine gute Usability für die Altersklasse 45 bis 65 Jahre voraus. Je stärker Webseiten, Geräte und Programme an die Wünsche und Möglichkeiten der Zielgruppe angepasst werden, umso stärker steigt die Usability und somit auch die Zufriedenheit der Nutzer an.

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