Definition „Quelltext“

Was ist Source Code?

| Autor / Redakteur: Ilan_r_r / Stephan Augsten

Quellcode wird dank spezieller Editoren, wie sie in IDEs enthalten sind, deutlich besser lesbar.
Quellcode wird dank spezieller Editoren, wie sie in IDEs enthalten sind, deutlich besser lesbar. (Bild: Eugene - Pexels.com)

Der Source Code, auch als Quelltext oder Quellcode bezeichnet, ist der für Menschen lesbare Text in einer Programmiersprache. Ein Computer kann diesen automatisch in Maschinensprache übersetzen und das Programm lauffähig macht.

Der Source Code als Grundlage jedes Computerprogramms

Der Quelltext eines Programms kann durchaus auch als Software-Dokument bezeichnet werden. Der Source Code ist somit das Computerprogramm und beschreibt alle Funktionen und das Aussehen und die Darstellung des Programms bei dessen Ausführung. Dabei ist der Quellcode so gehalten, dass er den formalen Anforderungen der jeweiligen Programmiersprache entspricht.

Der Computer kann diesen Text in Maschinensprache übersetzen und ihn dann ausführen, wofür allerdings zusätzliche Software wie Compiler und Interpreter benötigt werden. Dabei muss der Quelltext nicht zwangsläufig nur in textueller Form vorliegen, sondern kann auch als grafische Verknüpfung von Funktionsblöcken eingesetzt werden. Somit gibt es viele unterschiedliche Möglichkeiten, einen Quellcode zu erstellen und diesen interpretierbar zu machen.

Der Quellcode bei einem Programm ist nicht immer von außen einsehbar oder lesbar. Dies ist wichtig um beispielsweise für den Schutz der eigenen Daten und des eigenen Wissensschatzes zu sorgen. Open-Source-Projekte bieten allerdings, wie der Name es bereits vermuten lässt, einen vollkommen offenen und oftmals gut dokumentierten Quellcode, welcher somit verändert und an die eigenen Anforderungen angepasst werden kann.

Der Quellcode muss nicht in einer Datei enthalten sein

Grundsätzlich gibt es bei einem Programm nicht die eine Datei mit dem Source Code. Denn dieser kann durchaus in mehreren Dateien enthalten oder unter diesen aufgeteilt werden. Somit ist es problemlos möglich, die verschiedenen Dateien miteinander zu verknüpfen und somit logische Funktionsaufbauten innerhalb des Source Code zu erreichen.

Die Erstellung des Source Code

Zum Schreiben und Bearbeiten des Quelltextes genügt in der Regel ein einfacher Texteditor, sofern die Konventionen der gewählten Programmiersprache klar sind. Allerdings werden in der Regel sprachspezifische Editoren verwendet, welche die Arbeit beispielsweise durch automatische Korrekturen und Einfärbungen erleichtern und auf eine ganze Reihe an Code-Bibliotheken zurückgreifen können. Insbesondere bei höheren Programmiersprachen wie C, C++ und C# oder auch Java wird gerne auf ein integrierte Entwicklungsumgebung (IDE) zurückgegriffen, in die Editor und Compiler integriert sind.

Als praktikabel hat es sich außerdem erwiesen, sich beim Erstellen des Quellcodes an bestimmte Quelltextformatierungen und -strukturierungen zu halten. Durch diese Formatierungsregeln werden die einzelnen Programmzeilen einfacher interpretierbar, was besonders bei Revisionen und Korrekturen von Fehlern die Arbeit deutlich vereinfacht.

Ebenfalls hilfreich und oftmals eingesetzt in diesem Bereich ist eine sogenannte Versionsverwaltung. Diese speichert die unterschiedlichen Versionen des Quellcodes mit Zeitstempel und Bearbeitungskürzel und erlaubt somit eine vollständige Dokumentation der Programmierung und bei Bedarf ein Rückschritt auf eine funktionsfähige Version.

Lizenzierungen im Source Code sind ebenfalls wichtig

Wie bereits oben erwähnt, wird der Quelltext bei vielen Programmen nicht direkt mit ausgeliefert und ist somit nicht für den Endanwender einsehbar. Zusätzlich wird der Quellcode von entsprechenden Lizenzvereinbarungen geschützt, sodass die Leistungen des programmierenden Unternehmens gewahrt bleiben.

Wer allerdings eine Individualsoftware bestellt und diese ausgeliefert bekommt, erhält in der Regel auch den vollständigen Quelltext, wenn dieses so vereinbart wurde. Somit kann dieser auch nachträglich verändert und von anderen Programmierern bearbeitet werden.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Aktuelle Beiträge zu diesem Thema

Ein typischer, simpler Git-Workflow

Git-Tutorial, Teil 2 – Ein Arbeitsalltag

Ein typischer, simpler Git-Workflow

In diesem Teil des Git-Tutorials gehen wir einen vereinfachten, aber praktischen Arbeitstag mit entferntem Git-Repository, Teamarbeit und Dateikonflikten durch. Denn der Reiz der verteilten Versionsverwaltung liegt nun einmal in den Collaboration-Funktionen. lesen

Git und die wichtigsten Git-Befehle kennenlernen

Git-Tutorial, Teil 1 – Grundlagen

Git und die wichtigsten Git-Befehle kennenlernen

Git kennt vermutlich jeder, der irgendetwas mit Informationstechnik am Hut hat. Aber wie die Versionsverwaltung funktioniert, steht auf einem ganz anderen Blatt. Wer einen einfachen, praxisnahen Einstieg sucht, ist hier richtig. lesen

Ansible, AWX und Ansible Tower im Überblick

DevOps-Enabler Ansible, Teil 1

Ansible, AWX und Ansible Tower im Überblick

Mit Blick auf die Veröffentlichung von Ansible 2.5 und Ansible Tower 3.2.2 bringt Dev-Insider ein Rundum-Spezial im Kontext von Puppet, Chef und Salt. Dieser Teil klärt, was der Open-Source-Star besser macht als die etablierte Konkurrenz, worin sich Ansible, Ansible Tower und AWX unterscheiden und wer die Player hinter Ansible sind. lesen

Wie verbreitet ist Open-Source-Code?

Open-Source-Report von Black Duck

Wie verbreitet ist Open-Source-Code?

Welche Open-Source-Komponenten sind bei Entwicklern besonders beliebt und wie viele Development-Projekte nutzen quelloffenen Code? Im „2018 Open Source Security and Risk Analysis Report“ von Synopsys finden sich einige interessante Zahlen. lesen

Schnelle und isolierte Containerisierung

Kata Containers 1.0 freigegeben

Schnelle und isolierte Containerisierung

„Kata Containers“ steht in Version 1.0 zum Download bereit und ist damit bereit für den produktiven Einsatz. Das Open-Source-Projekt verspricht leichtgewichtige virtuelle Maschinen, mit der containersierte IT-Aufgaben isoliert ablaufen sollen. lesen

Build-Projekt mit AWS CodeBuild umsetzen

Amazon Web Services für Entwickler, Teil 5

Build-Projekt mit AWS CodeBuild umsetzen

Mit CodeBuild steht ein voll verwalteter Build-Service in der Cloud zur Verfügung, ähnlich dem Open Build Service von SUSE, aber vollständig integriert mit AWS. Damit können Entwickler ihren auf CodeCommit gehosteten Quellcode kompilieren, Komponententests ausführen und Artefakte erzeugen, die sich dann mit AWS CodeDeploy bereitstellen lassen. lesen

9 Gründe für mehr Mut zu Open Source

Quelloffenheit als Wettbewerbsvorteil

9 Gründe für mehr Mut zu Open Source

Open Source erfreut sich nicht nur bei Anwendern großer Beliebtheit, auch bekannte IT-Unternehmen legen immer mehr Quellcode offen. Neun Gründe untermauern laut Alan Duric, CTO und COO von Wire, dass Quelloffenheit einen Wettbewerbsvorteil darstellt. lesen

Pull-Requests, Commits und Branches in AWS CodeCommit

Amazon Web Services für Entwickler, Teil 4

Pull-Requests, Commits und Branches in AWS CodeCommit

Nutzer der Amazon Web Services möchten ihre Code-Repositories möglicherweise zentral in AWS CodeCommit hosten. Wie man mit dem Git-ähnlichen Service arbeitet, sehen wir uns in diesem Beitrag genauer an. lesen

Was zeichnet „gute“ Continuous Delivery aus?

Best Practices für mehr Software-Qualität

Was zeichnet „gute“ Continuous Delivery aus?

Wer die Prinzipien von Continuous Integration befolgt, ist bereit für Continuous Delivery, kurz CD. Doch ähnlich wie bei der kontinuierlichen Integration glauben viele Unternehmen, dass sie mit CD viel besser zurechtkommen, als es in der Realität der Fall ist. lesen

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45131784 / Definitionen)