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Definition „Softwaremetrie“ Was ist Softwaremessung?

| Autor / Redakteur: schroeder_s / Stephan Augsten

Durch Softwaremessung werden Projekt- und Entwicklungsprozesse in der IT überwacht und erfasst. Die Auswertung der Messdaten dient dann der Qualitätskontrolle und Optimierung.

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Softwaremetrie erlaubt es, Entwicklungsprozesse und die Software selbst anhand individuell festgelegter Kriterien beispielsweise auf Qualität zu prüfen.
Softwaremetrie erlaubt es, Entwicklungsprozesse und die Software selbst anhand individuell festgelegter Kriterien beispielsweise auf Qualität zu prüfen.
(Bild gemeinfrei: geralt - Pixabay.com)

Über Vorgänge der Softwaremessung lassen sich Prozesse überwachen, kontrollieren und verifizieren werden. Die Softwaremessung beginnt im Planungsprozess und begleitet Produkte bis weit nach der Auslieferung.

In der Verwendung von Softwaremessung kommen automatisierte und hochtechnisiert begleitete Prozesse zusammen, um ein umfassendes Bild des Entwicklungsstandes zu schaffen. Die Messung kann intern durch Unternehmen implementiert oder extern zugebucht werden.

Softwaremessung als eigener Fachbereich

Die Softwaremessung, auch Softwaremetrie genannt, stellt einen eigenen Fachbereich der Softwaretechnik, bzw. Softwareentwicklung, dar. Sie kommt überall dort zum Einsatz, wo Softwarelösungen entwickelt, optimiert oder erweitert werden. Auch der Endverbraucher innerhalb eines Unternehmens profitiert von der zusätzlich implementierten Softwaremessung durch die IT-Beauftragten. Die Messung ist jedoch nicht zu verwechseln mit dem generellen Monitoring der Firmen-IT und Netzwerke.

Ein Messungsprozess wird wie jede Aktion innerhalb der Softwaretechnik in mindestens den vier Schritten Definition, Planung, Durchführung und Auswertung vorangelegt. Dabei ist die Messausrichtung auf Qualitätssicherung, Support, Endbenutzer oder Entwickler möglich. In umfassenden Softwaremessungen werden all diese Faktoren ab dem ersten Planungsprozess berücksichtigt und durch das zuständige Team überwacht.

Ablauf einer Softwaremessung

Wie in jedem Entwicklungsprojekt, so beginnt auch die Softwaremessung in der Definitionsphase. Die Definition umfasst unter anderem die Motivation der Messung: Was soll gemessen werden und zu welchem Zweck? Welches Messobjekt wird überwacht und mit welchen Maßnahmen?

Die Messung findet in der Regel nicht auf der reinen Funktionalitätsebene statt. Alle Prozesse rund um die Entwicklung können in eine Softwaremessung einbezogen werden. Neben Motivation, Messobjekt, Zweck und Projektart wird auch früh definiert, auf welchem Aufgabengebiet sich die Messung bewegt und welche Anwendersicht eingenommen werden soll.

Die Planung der Teilkriterien rund um die Softwaremessung bildet den zweiten großen Aufgabenkomplex. Die Art der Messung, so wie Messkriterien und Messausrichtung klären offene Fragen rund um Kosten, Zuständigkeit, Produktumfang und Komplexität.

In der eigentlichen Durchführung der Softwaremessung wird der Entwicklungsprozess überwacht und stets zwischengeprüft. Eine teilweise oder endgültige Auswertung der Messung gibt Aufschluss darüber, wie das Projekt verlaufen ist.

Nutzen der Softwaremessung

Der Prozess der Softwaremessung kommt nicht ausschließlich in der Entwicklungsphase von Software und digitalen Lösungen zum Einsatz. Viel eher lässt sich dieses Vorgehen auf alle Prozesse rund um die Installation von Systemen und Nutzung durch den Endverbraucher übertragen.

Der Nutzen besteht daher nicht nur für die Entwickler, denen ein weiteres Team oder ein Zuständiger zur Seite gestellt wird, sondern auch für den Anwender. In der Unternehmens-IT sollte die Softwaremessung jedoch nicht von den zuständigen Administratoren mitübernommen, sondern einem eigenen Zuständigen übertragen werden.

Der Spezialbereich erfordert Kenntnisse in der Entwicklung von Software, aber auch der Leitung und Begleitung von Projektentwicklungsprozessen. Schließlich muss die Softwaremessung sich zusätzlich auch in die Sicht des Anwenders hineinversetzen können. Er bringt weniger technisches Know-How ein, muss dafür jedoch auch ohne diese Kenntnisse das Produkt verstehen können.

Die auf Alltagsprozesse ausgeweitete Qualitätskontrolle der Softwaremessung vermindert das Auftreten größerer Anwender-Missverständnisse und sucht Lösungen, um vorhandene Software an die Bedürfnisse des Anwenders anzupassen.

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