Definition „Sequenzielle Datenhaltung“ Was ist sequenzieller Zugriff?

Autor / Redakteur: chrissikraus / Stephan Augsten

Sequenziell abgelegte Daten liegen in exakt der Reihenfolge vor, in der sie ursprünglich gespeichert wurden. Bedingt durch das Speichermedium erfolgt auch der Zugriff nur sequenziell. Trotz dieser Einschränkung kommt sequenzielle Datenhaltung auch heute noch zum Einsatz.

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Der Datenzugriff auf Magnetbänder erfolgt – wie die Datenspeicherung – in sequenzieller Reihenfolge.
Der Datenzugriff auf Magnetbänder erfolgt – wie die Datenspeicherung – in sequenzieller Reihenfolge.
(Bild: ETA+ / Unsplash)

Sequenzielle Datensätze oder Daten werden unmittelbar hintereinander gespeichert. Die so abgespeicherten Daten besitzen eine feste Reihenfolge, die (ohne Überschreiben) nicht mehr verändert werden kann. Diese Reihenfolge gilt außerdem für die Verarbeitung der Daten; man sprich in diesem Zusammenhang von sequenziellem Zugriff.

Sequenzieller Zugriff

Der Zugriff muss bei dieser Speichermethode immer in einer vorgegebenen, festen Reihenfolge geschehen. Man kann natürlich bis zur gewünschten Stelle vor- oder zurückspringen, aber die enthaltenen Informationen müssen dennoch immer in der Reihenfolge gelesen werden, in der sie abgespeichert wurden.

Beispiel: Eine Hörspielkassette erzählt eine immer gleichbleibende Geschichte in unveränderlicher Reihung. Wenn Sie an einer bestimmten Stelle in der Geschichte starten möchten, müssen Sie das Magnetband der Kassette solange durch Vorspulen (oder Zurückspulen) ablaufen lassen, bis Sie die entsprechende Position auf dem Speichermedium erreicht haben.

Eine direkte Konsequenz aus dieser Mechanik ist, dass die Zugriffszeit bei einem sequenziellen Speichermedium davon abhängen kann, an welcher Position sich die gewünschte Information befindet. Das bedeutet, dass eine Information am Beginn des Speichermediums schneller verfügbar sein kann als eine, die sich gegen Ende der Aufzeichnung befindet. Dieser Umstand ist jedoch nicht in allen Szenarien relevant, z. B. wenn die Daten auch planmäßig in der Abfolge verarbeitet werden sollen, in der sie gespeichert wurden.

Demgegenüber steht das Konzept des Random Access, bei dem jederzeit beliebige Abschnitte des Speichers frei nach Bedarf angesprochen werden können. Man spricht hier auch von wahlfreiem oder direktem Zugriff. Hierbei kann der Anwender frei auf genau die Information zugreifen, die er gerade benötigt, ohne zunächst aktiv die ungewollten Daten überspringen zu müssen.

Speichermedien- und Technologien für sequenzielle Datenhaltung

Magnetbänder wurden in den 1940er-Jahren erfunden und waren lange Zeit eine weitverbreitete Technologie. Sie wurden als zuverlässiges Speichermedium geschätzt und für vielseitige Zwecke genutzt. In vielen Bereichen wurden sie längst durch andere Optionen (z. B. Festplattenlaufwerke, SSDs, Flashspeicher, optische Datenspeicher wie CD / DVD) abgelöst, die ein flexibleres Arbeiten gestatten.

Magnetbänder kommen aber trotzdem auch heute noch zum Einsatz. Das Speichermedium bietet eine hohe Speicherdichte, ist lange haltbar und vergleichsweise preiswert. Damit eignet es sich z. B. hervorragen als Medium für Archive. Auch für bestimmte Batch-Prozesse ist der Einsatz von Magnetband als Speichermedium nach wie vor denkbar.

Weitere Beispiele für Magnetbänder:

  • Videokassetten
  • Kompaktkassetten (Audiokassetten)
  • Tonbänder
  • Microkassetten (z. B. für Diktiergeräte)

CSV

Ein gebräuchliches Dateiformat für die Speicherung sequenzieller Daten ist CSV (Comma-separated values). Bei diesem Dateiformat werden die Daten in simpler Textform gespeichert. Einzelne Datenfelder werden durch ein vorbestimmtes Trennzeichen (i. d. R. ein Komma, teils auch Semikolon, Leerzeichen, Doppelpunkt oder Tabulator) zueinander abgegrenzt. Analog können auch Datensätze voneinander getrennt werden (z. B. per Zeilenumbruch).

Dieses Format wird häufig dazu genutzt, um Daten aus einem Programm zu exportieren, um diese dann in einem anderen Programm verwenden zu können. Gängiges Beispiel: Die Daten aus einer Tabellenkalkulation werden in eine .csv-Datei exportiert, weil sie in einer Drittsoftware weiterverarbeitet werden sollen, die nicht mit den verfügbaren Dateiformaten der Ausgangssoftware umgehen kann. Vereinfacht gesagt stellt CSV eine simple Möglichkeit dar, um Daten in eine allgemein(er) verwertbare Form zu exportieren.

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