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Definition „PHP Hypertext Preprocessor“ Was ist PHP?

Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber / Stephan Augsten

PHP steht für „Personal Home Page Tools“ oder „PHP Hypertext Preprocessor“ und bezeichnet eine Skriptsprache im Webumfeld. Die Syntax ähnelt der von Perl oder C. Mit PHP und Datenbankunterstützung lassen sich Webseiten oder Webanwendungen dynamisch gestalten.

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PHP ist das Schwergewicht unter den Skriptsprachen zur Programmierung dynamischer Webinhalte.
PHP ist das Schwergewicht unter den Skriptsprachen zur Programmierung dynamischer Webinhalte.
(Collage: simplu27 - Pixabay.com / elePHPant.com / CC0 )

Grundsätzliches zu PHP

Erstmals wurde PHP im Jahr 1995 veröffentlicht. Als Entwickler von PHP gilt der Grönländer Rasmus Lerdorf. Mittlerweile wurden verschiedene Versionen der Skriptsprache released.

Seit Ende 2016 ist die Version PHP 7.1 erhältlich und kann als freie Software unter PHP-Lizenz genutzt werden. Neben der leistungsstarken Unterstützung von Datenbanken zeichnet sich PHP unter anderem durch die Verfügbarkeit vieler verschiedener Funktionsbibliotheken und die Internet-Protokolleinbindung aus.

Weltweit hat sich die Skriptsprache zur beliebtesten und am weitesten verbreitete Programmiersprache für das Erstellen von Websites und Webanwendungen entwickelt. Sowohl zahlreiche Content Management Systeme wie WordPress oder Joomla als auch Shopsysteme beruhen auf PHP. In der Regel stellen Webhoster PHP ihren Kunden als Standardinstallation zur Verfügung.

Die Funktionsweise von PHP

Die Skriptsprache PHP arbeitet serverbasiert. Im Gegensatz zu Sprachen wie JavaScript wird der Quellcode nicht an den Webbrowser geschickt, sondern direkt von einem Interpreter auf dem Webserver verarbeitet.

Das Ergebnis des Interpreters schickt der Webserver meist in Form von HTML-Dokumenten an den Browser des Besuchers. PHP ist auch in der Lage, andere Filetypen wie Grafiken oder PDF-Dokumente zu erzeugen.

Durch die Möglichkeit des Zugriffs auf verschiedene Datenbanken mit PHP lassen sich vielschichtige Informationen für das Generieren der HTML-Dokumente einbinden. Da der Interpreter des Servers bei jedem Aufruf eines PHP-Skripts tätig werden muss, belastet eine PHP-basierte Webseite den Server in der Regel stärker als ein statische HTML-Version.

Um die Serverlast zu reduzieren, werden verschiedene Cache-Techniken eingesetzt. Diese halten bereits verarbeitete Informationen in einem Zwischenspeicher vor und beschleunigen beim nächsten Aufruf die Bearbeitung. Eine dieser Technologien ist das so genannte Bytecode-Caching, mit dem sich bei sehr umfangreichen Skripten die Ausführungsgeschwindigkeit deutlich steigern lässt.

Der Ablauf beim Aufruf einer Webseite durch den User im Detail

Soll eine Internetseite angezeigt werden, fragt der Client mit seinem Webbrowser eine Datei mit der Endung .php an. Die Webserver-Software lädt diese Datei und leitet sie aufgrund der Endung .php an den PHP-Interpreter des Servers weiter.

Der PHP-Interpreter ist in der Lage, den Quelltext zu interpretieren und erzeugt aus den im Skript enthaltenen Befehlen eine HTML-Datei. Unter Umständen greift er hierfür auch auf die Informationen einer angebundenen Datenbank zurück.

Das erstellte HTML-Dokument gibt der Interpreter an die Webserver-Software zurück. Dieser sendet die HTML-Datei an den Browser des Clients. Der Webbrowser analysiert und verarbeitet das HTML-Dokument und gibt das Ergebnis als Information im Browserfenster aus.

Die Vorteile von PHP

Aufgrund der großen Verbreitung und Beliebtheit von PHP ist die Skriptsprache bei fast allen Webhostern verfügbar und es existiert eine große Entwicklergemeinde. Dies sorgt für eine maximale Flexibilität in der Umsetzung unterschiedlichster Anforderungen. Zudem besteht keine Abhängigkeit von einzelnen Anbietern. Die eigentlichen PHP-Skripte bestehen aus reinen Textdateien und lassen sich einfach anpassen und pflegen.

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