Defintion „Software Performance“

Was ist Performance Management?

| Redakteur: Stephan Augsten

Reagiert eine Anwendung nicht so schnell wie gewünscht, kann dies schnell zum Ärgernis für Anwender und Kunden werden.
Reagiert eine Anwendung nicht so schnell wie gewünscht, kann dies schnell zum Ärgernis für Anwender und Kunden werden. (Bild: toocapik - Pixabay.com / CC0)

Eine unperformante und instabile Software bringt gleich mehrere Probleme mit sich. Im Rahmen des Performance-Managements werden die Antwortzeiten analysiert und mögliche Flaschenhälse bei der Datenverarbeitung aus der Welt geschafft.

Neben mangelnder Datenqualität, geringer Benutzerakzeptanz und Ineffizienz hat eine langsame und fehleranfällige Anwendung auch höhere Fehler- bzw. Betriebskosten zur Folge. Daraus resulitiert wiederum eine Gefährdung des Geschäftserfolgs.

Durch das Performance Management, d.h. die Analyse und Optimierung von Softwareanwendungen, können Aussagen zur Stabilität sowie dem Performance-Verhalten der Anwendung getroffen, Ursachen für Performanzprobleme evaluiert und letztlich behoben werden.

Was genau bedeutet Performance?

Der englische Begriff „Performance“ steht in Bezug auf den IT-Bereich für die Rechenleistung als Kenngröße, mit deren Hilfe Aussagen über die Geschwindigkeit von Rechenoperationen getroffen werden können.

Ist von Software-Performance die Rede, dann kann die Definition von C. U. Smith Aufschluss über den Begriffsinhalt geben: „Performance is the degree to which a software system or component meets its objectives for timeliness.“ Übersetzt heißt das also etwa „Performance ist das Maß dafür, wie weit ein Software-System oder eine IT-Komponente seine Aufgaben zeitgerecht erfüllt.“ (C. U. Smith: Performance Solutions: A Practical Guide To Creating Responsive. Addison-Wesley: Scalable Software, 2002.)

Als primäre Eigenschaft der Performanz gilt dabei das Antwortzeitverhalten, d.h., also die Geschwindigkeit eines Systems aus der Sicht des Endbenutzers. Zu den sekundären Performance-Eigenschaften zählen dagegen der Durchsatz, d.h., wie hoch die Verarbeitungsrate der Daten eines Systems pro Zeiteinheit ist und die Kapazität eines Systems, d.h. der Ressourcenumfang der einem System zur Verfügung steht. Zum Ressourcenumfang zählen zum Beispiel die Netzwerkbandbreite, die Kapazität der Festplatte sowie die Anzahl und die Geschwindigkeit der Prozessoren.

Bei der Kapazität und dem Durchsatz handelt es sich um sekundäre Performanzeigenschaften, weil es ist möglich, dass durch diese beiden Faktoren schlechte Antwortzeiten bedingt bzw. verursacht werden.

Eine Aufgabe des Performance Managements besteht beispielsweise darin, das individuelle Antwortzeitverhalten – denn dieses ist aus Endbenutzersicht häufig ein Ärgernis – zu optimieren. Dies vor allem dann, wenn die Reaktion des Systems auf eine Aktion des Endverbrauchers nicht in der gewünschten Zeit erfolgt.

Die Ziele der Performance Analyse und Optimierung

Im Rahmen der Performance Analyse und Optimierung ist es das Ziel, die jeweilige Anwendung durch mehrmaliges Testen Schritt für Schritt nach Problemen zu durchsuchen und diese zu beheben. Möglichkeiten hierfür bestehen zum Beispiel in der Prozessanalyse, Code Reviews oder Lasttests.

Für den Endverbraucher bringt das Performance Management differente Vorteile mit sich: So erhält er Vorschläge zu Maßnahmen um die jeweilige Anwendung zu optimieren und effizienter zu gestalten. Durch die Umsetzung der Maßnahmen kommt es zu einer Erhöhung der Anwenderfreundlichkeit, aus der in der Regel auch eine Steigerung der Anwenderzufriedenheit resultiert. Und letztlich profitieren Endverbraucher durch eine Performance Analyse und Optimierung von niedrigeren Kosten und einer effizienteren Belegung der Rechnerkapazitäten.

Das Performance Management durch ein professionelles Team

Um eine Performance-Analyse und -Optimierung erfolgreich durchzuführen, ist es notwendig, ein fachkundiges Team einzusetzen. Handelt es sich um ein großes Projekt, sind in der Regel mehrere Personen involviert, wobei es möglich ist, dass von einer Person unterschiedliche Aufgaben übernommen werden. Dies ist allerdings von Fall zu Fall und unter Berücksichtigung des jeweiligen Projektumfangs zu entscheiden.

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