Definition „Dot Net“

Was ist Microsoft .NET?

| Autor / Redakteur: Ilan_r_r / Stephan Augsten

Microsoft .NET besteht schon seit der Jahrtausendwende, hat aber auch einige Evolutionsschritte vollzogen.
Microsoft .NET besteht schon seit der Jahrtausendwende, hat aber auch einige Evolutionsschritte vollzogen. (Bild: Microsoft)

Microsoft .NET ist eine Sammlung unterschiedlicher Software-Plattformen von Microsoft. Das ursprüngliche Framework wurde als direkte Konkurrenz zur Java-Plattform entwickelt. Auf Basis von .NET können Anwendungsumgebungen entwickelt und ausgeführt werden.

Erstmals vorgestellt wurde das .NET Framwork im Jahr 2000. Veröffentlich und somit der Allgemeinheit zugänglich gemacht wurde es allerdings erst im Jahr 2002 als Teil von Visual Studio .NET.

Anfangs zunächst nur mit bedingtem Erfolg angenommen, hat sich die .NET-Umgebung im Laufe der Jahre deutlich gewandelt und an Bedeutung gewonnen. In der heutigen Zeit ist das .NET-Framework aus der alltäglichen Praxis kaum mehr wegzudenken.

Vor allem das klassische .NET Framework und das modulare .NET Core gehören zu den Favoriten in diesem Konstrukt. Auch wenn es besonders zu Beginn oftmals vermutet wurde, so ist der Begriff NET kein Akronym. Das gesamte Framework wird als .NET oder auch oftmals als "dot net" bzw. "dotnet" bezeichnet.

.NET Framework und .NET Core im Vergleich

Das .NET Framework unterteilt sich in verschiedene Unterkategorien und Programmkategorien und enthält somit verschiedene Ausführungsmodelle, zwischen denen der Nutzer bei der Entwicklung der Software auswählen muss. Grundlage bei der Entwicklung ist die Klassenbibliothek, welche seit dem Jahr 2014 als Shared Source allgemein einsehbar geworden ist. Durch die sogenannten Portable Class Libraries können nicht nur Anwendungen für Windows-Umgebungen, sondern auch für Plattformen wie Android oder MacOS entwickelt werden.

.NET Core hingegen ist eine alternative Form, die erstmals im Jahr 2015 vom .NET Framework abgespalten wurde. Durch die verbesserte Modularität und die noch einfachere Portierbarkeit der Software auf Microsoft-fremde Plattformen wird .NET Core von vielen Entwicklern besonders geschätzt.

Die grundlegenden Design-Vorteile bei der .NET Entwicklungsumgebung

Grundsätzlich bieten die verschiedenen Varianten der .NET Entwicklungsumgebungen den Entwicklern eine ganze Reihe von Vorteile. Diese sind unter anderem:

Interoperabilität: So können in .NET entwickelte Software-Elemente und Programme auf Funktionalitäten von Programmen zurückgreifen, welche außerhalb von .NET entwickelt wurden.

Common Language Runtime (CLR): Eine einheitliche Laufzeitumgebung aller verfügbaren .NET Programmiersprachen. Somit kann ein gleichbleibendes Verhalten in den Bereichen Speichernutzung und beispielsweise Sicherheit gewährleistet werden.

Unabhängigkeit von der verwendeten Sprache: Als Basis dient eine gemeinsame Sprach-Architektur, welche den Datenaustausch zwischen zwei Programmen in unterschiedlichen Sprachen erlaubt.

Eine gemeinsame Klassen-Bibliothek: Eine Code-Bibliothek für die meistgenutzten Funktionen, um ein doppeltes und unnötiges Programmieren zu verhindern.

Sicherheit: Alle in einer .NET-Umgebung entwickelten Software-Lösungen basieren auf einem gemeinsamen und effektiven Sicherheitsmodell

Folgende Programmiersprachen werden in .NET abgedeckt

Die beiden Hauptprogrammiersprachen in .NET sind C# und Visual Basic .NET. Ebenfalls sehr stark unterstützt wird die Programmiersprache F#. Seit dem Jahr 2013 wird auch JavaScript vollständig von .NET unterstützt und akzeptiert.

C++ wurde über einen langen Zeitraum eher stiefmütterlich behandelt, kann aber ebenfalls als Spracherweiterung C++/CLI in .NET genutzt werden. Dabei bietet die Spracherweiterung C++/CLI die Möglichkeit, Objekte direkt mit anderen Objektsprachen übergeben zu können. Ebenfalls regelmäßig in .NET genutzt ist die Programmiersprache Python.

Hinzu kommen unzählige weitere Programmiersprachen, welche oftmals eher einen experimentellen Charakter aufweisen und nicht für kommerzielle Produkte geeignet sind.

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