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Definition „Knative-Plattform“ Was ist Knative?

Autor / Redakteur: zeroshope / Stephan Augsten

Knative ist eine Plattform, die auf Kubernetes basiert und auch auf Istio aufbaut. Arbeitslasten lassen sich damit serverlos erstellen, bereitstellen und verwalten. Die Container-eigenen Vorzüge bleiben dabei erhalten.

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Knative soll das Beste aus den beiden Welten Kubernetes und Serverless Computing vereinen.
Knative soll das Beste aus den beiden Welten Kubernetes und Serverless Computing vereinen.
(Bild: Google)

Knative ist ein Kofferwort, das sich aus „Kubernetes“ und „native“ zusammensetzt. Es beschreibt, dass es sich um eine Plattform handelt, die sich „natürlich“ auf Kubernetes sowie auf Istio aufsetzt.

Entwickelt wurde Knative federführend von Google. Aber noch mehr als 50 andere Unternehmen arbeiten an der Open-Source-Plattform mit. Knative bietet dabei zentrale Komponenten, um Serverless Applications, sprich serverlose Anwendungen, in Kubernetes zu erstellen und auszuführen.

Knative hat die Aufgabe, die Vorteile von serverlosen Anwendungen und Containern zu kombinieren. Konkret handelt es sich um die folgenden Vorzüge:

  • automatische Skalierung
  • keine Sorgen um die Infrastruktur (Apps laufen lokal, in der Cloud oder im Rechenzentrum)
  • einfache und umfassende Implementierung von Sicherheitskonzepten
  • In-Cluster-Builds
  • Scale-to-Zero
  • Eventing-Frameworks
  • Jede Sprache und jedes Framework können zur Entwicklung verwendet werden, da Knative Container-Images als Deployment-Einheiten erkennen kann
  • Unterstützung gängiger Entwicklungsmuster wie GitOps, DockerOps, ManualOps

Entwickler müssen sich nur noch um eine einzige Aufgabe kümmern: das Schreiben des Codes. Zeitraubende Nebenaufgaben, wie sie mit anderen Plattformen nicht selten einhergehen, fallen weg.

Die Komponenten von Knative

Google spricht davon, dass Knative „eine Reihe wiederverwendbarer Komponenten“ biete. Diese dienten primär der Lösung schwierigerer Aufgaben, die jedoch alltäglich anfielen. Konkret sind es bislang allerdings nur drei Komponenten:

  • Eventing für die Auslieferung und die Verwaltung wiederkehrender Ereignisse
  • Serving, um bedarfsgerecht skalieren zu können
  • Building, um die Source-to-Container Build-Orchestierung umzusetzen

Weitere Komponenten werden allerdings hinzukommen. Beispielsweise soll Traffic während des Deployments weitergeleitet und verwaltet werden können. Knative lässt sich zudem mühelos on bestehende Build- sowie CI/CD-Toolchains einbinden. Wer mit Open-Source-First-Technologien tätig ist, wird auf diese Weise in die Lage versetzt, Arbeitslasten genau dorthin zu verschieben, wo sie am effektivsten erledigt werden können.

Leicht verständlich erklärt: So funktioniert das Konzept von Knative

Metaphorisch gesprochen ist Knative ein Fließband für Entwickler. Alles wird bereitgestellt und automatisch geregelt, was für das Coden benötigt wird. Es geht nur noch darum, „am Fließband“ die Code-Bausteine zusammenzusetzen. Dadurch bietet Knative ebenfalls große Vorteile für die nachfolgenden Ops-Teams, da eine gewisse Vergleichbarkeit sowie Berechenbarkeit der Anwendungen gegeben ist.

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