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Definition „Native Anwendung“ Was ist eine Native App?

| Autor / Redakteur: Mandarina / Stephan Augsten

Multimedia und Mobilität erfordern es, dass Anwendungen auf dem Smartphone als mobilem Endgerät in Funktionalität und Komfort überzeugen. Mit einer Native App kann diese Zielsetzung bedarfsgerecht entwickelt und angeboten werden.

Als native App gilt eine mobile Anwendung, wenn sie für eine Plattform bzw. ein spezielles Betriebssystem eigens entwickelt wurde.
Als native App gilt eine mobile Anwendung, wenn sie für eine Plattform bzw. ein spezielles Betriebssystem eigens entwickelt wurde.
(Bild gemeinfrei: Rami Al-zayat - Unsplash.com / Unsplash)

Native App ist bereits durch die Übersetzung aus dem Englischen im Ansatz erklärt. „App“ ist die Kurzform für Application und bedeutet Anwendung. Eine der bekanntesten Anwendungen ist beispielsweise WhatsApp, aber auch die Wetter- oder Sport-App.

„Native“ heißt übersetzt „angepasst“ und bedeutet, dass die App auf den Nutzen und Bedarf der jeweiligen User eng abgestimmt worden ist. Das gilt insbesondere für das Betriebssystem, auf dem die Anwendung laufen soll.

Betriebssystem als Basis der Entwicklung

Für die Entwicklung von Anwendungen ist es wichtig, dass sie für ein bestimmtes Betriebssystem bereitgestellt werden sollen. Das kann Android, Windows oder iOS sein. Die App ist auf die Hardware exakt abzustimmen. Zudem spielt es bei der Anwendungsentwicklung und -bereitstellung auch eine wichtige Rolle, dass Software auf Geräten installiert sein kann, mit denen die App interagieren kann oder zumindest kompatibel ist.

Beispiele hierfür gibt es viele, unter anderem die Kamerafunktion von Handys, GPS und der Zugriff auf Daten. Dadurch, dass eine native App eigens für ein Gerät entwickelt wird, ist der Begriff proprietäre Software in diesem Zusammenhang ebenfalls richtig.

App-Programmierung im Überblick

Für die App-Programmierung braucht es eine Entwicklungsumgebung. Das Betriebssystem und die Anwendung sind im Fokus der Programmierarbeit. Die App hat einen Quellcode, der auch im Nachhinein noch bedarfsgerecht editiert werden kann. Zudem werden auch API-Schnittstellen angeboten. Die Programmiersprachen sind vom System abhängig, das eingesetzt wird. Typisch sind Java, C++ oder auch Swift.

Die Vorteile der native App

Die Performance ist Leistungsmerkmal Nummer 1 beim Nutzen, den die native Apps ihren Anwendern zu bieten hat. Sie punkten mit Geschwindigkeiten, die den Usern eine hohe Bedienungsfreundlichkeit schenken. Die Funktionalität der native App ist ein weiterer entscheidender Aspekt.

Da die App passgenau auf ein Betriebssystem und dessen Besonderheiten entwickelt wird, ist es möglich, die Funktionen des Betriebssystems in hohem Umfang zu nutzen. Bluetooth als moderne Form der Datenübertragung ist hier nur ein Beispiel von vielen, wie die App im Funktionsumfang durch das Betriebssystem noch deutlich erweitert werden kann.

Auch das Installieren der App überzeugt. Oft ist es sehr unkompliziert und auch von Nutzern durchzuführen, die keine technischen Vorkenntnisse besitzen. Der App Store sorgt dafür, dass die richtige native App rasch entdeckt und heruntergeladen werden kann. Dies ist mitunter sogar dann möglich, wenn eine Anbindung an das Internet gerade nicht vorhanden ist. Bei Apps, die nicht für mobile Endgeräte, sondern für das Web entwickelt worden sind, ist dies im Gegensatz nicht der Fall.

Die Nachteile der native App

Durch den passgenauen Charakter der native App treten Nachteile in der Regel stark in den Hintergrund. Die Kosten der Entwicklung für die App sind meist nicht allzu gering. Das ist darin begründet, dass eine native App heute meistens für mehrere Betriebssysteme gleichzeitig entwickelt wird, um möglichst vielen Anwendern die flexible Nutzung der App zu ermöglichen. Auch Updates sind mitunter mit erhöhtem Aufwand verbunden, da auch diese an die Betriebssysteme einzeln anzupassen sind.

Einsatzfelder der native App

Bei der Anwendung der native App können unterschiedliche Einsatzfelder unterschieden werden:

  • native App als Geschäftsmodell selbst
  • native App als Plattform-Angebot
  • native App im Online Marketing

Als Geschäftsmodell eignet sich eine App, die ein Alleinstellungsmerkmal mit einem Must Have, also einer großen Anziehungskraft auf den Verbraucher verbindet. Bietet eine Plattform Apps an, stärkt sie ihre Position durch die Services, die sie für die User bereithält. Amazon ist hier ebenso ein Beispiel wie Apple. Im Online Marketing werden Apps ebenfalls verstärkt eingesetzt. Im Prinzip ist es bei allen Apps mit dieser Zielsetzung wichtig, eine möglichst hohe Reichweite zu erzielen.

Native App und ihr Vertrieb

Der Vertrieb der native App erfolgt klassischerweise über den App Store. Apple und Google Play sind hier charakteristische Beispiele. Native Apps gibt es dort kostenlos oder bezahlpflichtig zu entdecken. Das Nutzererlebnis, das bei der App-Entwicklung im Vordergrund steht, ist auch bei Bereitstellung und Präsentation wichtig.

Oft können auch Bewertungen für bestimmte Apps eingesehen und so Rückschlüsse für die Auswahl der persönlich optimalen App gezogen werden. Für das Marketing wird eine App Store Optimization angeboten, die dafür sorgt, dass Apps von den Nutzern auch zielsicher entdeckt werden.

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