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Definition „Android-Software“ Was ist eine Android App?

| Autor / Redakteur: schroeder_s / Stephan Augsten

Eine Android App ist eine Anwendung für das gleichnamige Betriebssystem von Google. Seit der Internetkonzern das mobile OS aufgekauft hat, sind Android-Applikationen zum weltweit populärsten mobilen Software-Format avanciert.

Android ist das weltweit meistgenutzte mobile OS und bildet die Plattform für Millionen Android-Apps.
Android ist das weltweit meistgenutzte mobile OS und bildet die Plattform für Millionen Android-Apps.
(Bild: mammela - Pixabay.com / CC0 )

Nutzung und Verbreitung

Eine Android App stellt eine spezielle Software für die Nutzung unter einer Version des Betriebssystems Android dar. Der Begriff Android meint sowohl die Software-Plattform als auch das von Google begründete Betriebssystem.

Im Jahr 2016 lag weltweite Marktanteil von Android in der mobilen Nutzung bei rund 87 Prozent. Eine Android App kann aktuell auf über 24.000 verschiedenen Mobilgerätetypen genutzt werden, die mit dem Android System kompatibel sind. Ende 2016 waren im Google Play Store über 2,2 Millionen Android Apps verfügbar.

Charakteristika von Android Apps

Android-Applikationen sind durch die mobile Nutzung stets auf Touch-Funktionalität ausgelegt. Auch für Android programmierte Spiele funktionieren per Fingersteuerung oder enthalten ein Steuerungs-Overlay. Das Java-basierte Design orientiert sich an den üblichen Bildschirmabmessungen von Smartphones und Tablets.

Abgrenzung zu anderen Mobile Apps

Android Apps werden in der Programmiersprache Java geschrieben. Ursprünglich basierte das Android-System auf einer Version von Linux. Das unterscheidet auch heute noch die Funktionsweise der Android App im Hintergrund deutlich von Windows-Phone- und iOS-Apps. Durch Emulatoren ist es jedoch möglich, Android Apps auch auf Geräten zu nutzen, auf denen eine Version von iOS oder Windows vorinstalliert ist.

Die Vorteile der Android App gegenüber anderen Mobile Apps liegen vor allem in der günstigen Programmierung über das leicht zu bedienende Android SDK. Durch das leistungsstarke, individualisierbare UI der Android Versionen können die Apps auch zur Integration auf dem User-Desktop und dreh- und skalierbar angelegt werden. Ein zusätzlicher Vorteil für Anwender ist die große Community, in der sich Lösungen und Alternativen zu und innerhalb von Apps einfacher finden lassen.

Android Apps auf Google Play bereitstellen

Android Apps können über den Google Play Store weltweit oder regional begrenzt zum Download angeboten werden. Viele der Apps sind kostenfrei und refinanzieren sich für die Entwickler durch Werbeeinblendungen. Auch Testversionen von Android Apps können über den Store angeboten werden.

Wird ein Abonnement innerhalb einer App vom Nutzer abgeschlossen, kann dieses oft direkt über Google abgerechnet werden. Das Google Konto muss dazu mit einer Kreditkarte oder einem Bezahldienst verknüpft werden, hier haben sich PayPal oder die Mobilfunkrechnung etabliert. Aber auch andere Zahlungsmethoden können über die App angeboten werden, je nachdem wie der App-Betreiber seine Kunden verwalten möchte.

Android App per APK herunterladen

Um eine Android App außerhalb eines Stores zu nutzen, kann sie als APK verpackt und verschickt werden. Das APK-Format ist das Android-Äquivalent von Software-Paket-Dateien wie APPX (Windows) oder Deb (Debian).

APK-Dateien variieren in der Größe je nach Umfang der App und können mehrere hundert MB groß werden. Sie können über einen Mirror heruntergeladen oder per Cloud geteilt werden. Die Software-Pakete werden mit einem Klick automatisch entpackt und installiert. Über Filemanager und Kommunikationsprogramme wie adb können Entwickler ihre APK auch direkt von einem Rechner auf das Mobilgerät aufspielen.

Kostenfrei angebotene und experimentelle Android Apps können über die Bereitstellung einer APK auf der Entwicklerwebsite oder in Foren von Community und Nutzern angepasst und verbessert werden.

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