Definition „Arbeitslast (Container)“ Was ist ein Workload?

Von zeroshope

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Der Begriff Workload hat mehrere Bedeutungen, selbst innerhalb des IT-Bereichs. Im Zusammenspiel mit einer Cloud oder einem Container beschreibt er eine Funktionseinheit, die eine bestimmte Aufgabe hat. Es ist weniger kompliziert als es klingt.

In der Anwendungsvirtualisierung ist der Workload als „Funktionseinheit mit einer bestimmten Aufgabe“ definiert.
In der Anwendungsvirtualisierung ist der Workload als „Funktionseinheit mit einer bestimmten Aufgabe“ definiert.
(Bild: hdbernd / Unsplash )

Grundsätzlich ist Workload eine englische Vokabel, die „Arbeitslast“ bedeutet. Allgemein wird mit ihr der Aufwand beschrieben, der erfüllt werden muss, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Studierende kennen beispielsweise Workloads, um ein Modul erfolgreich abzuschließen.

Im IT-Bereich ist ein Workload primär eine „Arbeitsbelastung“, die eine bestimmte Komponente für die Erfüllung einer Aufgabe aushalten muss. Beispielsweise ist der benötigte Speicher für die Nutzung einer Anwendung der Speicher-Workload. Geht es um virtualisierte Anwendungen im Container-, oder Cloud-Bereich, bleibt diese Definition letztlich bestehen – obwohl ein Workload hier offiziell als „Funktionseinheit mit einer bestimmten Aufgabe“ definiert ist.

Cloud- und Container-Workloads arbeiten plattformunabhängig

Metaphorisch gesprochen kann das Ausspielen von virtualisierten Softwarelösungen mit großen Containerschiffen verglichen werden, die ihre Fracht an den Bestimmungsort bringen. Die Workloads sind dabei die gelagerten Waren. Es kann sich beispielsweise um Werkzeuge handeln, die für Bauprojekte benötigt werden.

Letztlich sprechen wir also von Einheiten, die eine bestimmte Funktion haben. Sie übernehmen allerdings nicht alle Aufgaben, die vor Ort anfallen. Für den Bau werden beispielsweise ebenfalls Fahrzeuge und große Maschinen benötigt. Für die Workloads im Zusammenspiel mit Containern und Clouds lassen sich aus diesem Beispiel bestimmte Erkenntnisse gewinnen:

  • Sie können die gesamte Anwendung ausmachen, müssen es aber nicht. Diese kann sich stattdessen ebenfalls aus der Summe von mehreren Workloads zusammensetzen (in anderen Schiffscontainern könnten die Fahrzeuge, die Maschinen, etc. sein).
  • Workloads funktionieren plattformunabhängig (die Baustelle spielt keine Rolle für den Transport mit dem Containerschiff).
  • Am Zielort muss allerdings ein System vorhanden sein, das den Workload entgegennehmen kann (die Werkzeuge müssen ausgepackt und ihrer Verwendung zugeführt werden).
  • Mehrere Workloads können gemeinsam ausgeliefert werden, müssen es aber nicht (es können mehrere Container für die Baustelle gedacht sein).

Der Name Workload rührt dabei von der Plattformunabhängigkeit her. Auch hier hilft die Metapher: Gewöhnlich müsste die Baustelle die Ressourcen für den Transport zur Verfügung stellen, die für diesen Vorgang die Arbeitsbelastung schultern müssten.

Aus offensichtlichen Gründen ist dies jedoch nicht möglich, stattdessen teilt sie dem Betreiber des Containerschiffes mit, was es wann benötigt. Die andere Seite kümmert sich darum, dass die hierfür notwendige Arbeitslast geschultert werden kann. Aus Sicht des Empfängers ist der Workload deshalb nur die Funktionseinheit mit der spezifischen Aufgabe. Aus der Sicht des Bereitstellers handelt es sich um eine Aufgabe, für die Arbeitslast einzuplanen ist.

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