Definition „World Wide Web Consortium“ Was ist das W3C?

Autor / Redakteur: Langelot / Stephan Augsten

Das W3C will durch seine Arbeit erreichen, dass sich möglichst viele Menschen und Organisationen an der Kommunikation, am Handel und am Wissensaustausch über das Internet beteiligen können, unabhängig von ihrer Hardware, Software und Infrastruktur.

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Verschiedene Web-Standards, darunter HTML und CSS, gehen auf die Arbeit des W3C zurück.
Verschiedene Web-Standards, darunter HTML und CSS, gehen auf die Arbeit des W3C zurück.
(Bild: vanmarciano / Pixabay )

Das W3C wurde im Jahr 1994 von Tim Berners-Lee ins Leben gerufen, der als Begründer des World Wide Web gilt und unter anderem die Hypertext-Auszeichnungssprache HTML und das Hypertext-Übertragungsprotokoll HTTP entwickelt hat. Derzeit geführt wird es von Tim Berners-Lee als Direktor und Jeffrey Jaffe als CEO und verfügt über etwa 70 hauptamtliche Mitarbeiter.

Der Hauptsitz befindet sich am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in den Vereinigten Staaten; Schwerpunktniederlassungen gibt es in Frankreich, Japan und China. Darüber hinaus unterhält das W3C regionale Büros in zahlreichen Ländern. Das W3C finanziert sich über Mitgliedsbeiträge, öffentliche Mittel, Forschungsaufträge und private Zuwendungen.

Hauptaufgaben

Das W3C betreibt die Vereinheitlichung im World Wide Web und die Weiterentwicklung einmal gewonnener Standards. Universalität, Kompatibilität und Dezentralisierung stellen wesentliche Anliegen dar. Hierzu werden vom W3C sogenannte Empfehlungen entwickelt und herausgegeben, nach denen sich die mit der Anwendungsentwicklung und -bereitstellung befassten Personen und Unternehmen weltweit richten sollen. Auf technischer Ebene zählen dazu unter anderem die Bereiche:

  • Hypertext Markup Language (HTML)
  • Extensible Markup Language (XML)
  • Cascading Style Sheets (CSS)
  • Document Object Model (DOM)
  • Portable Network Graphics (PNG)
  • Scalable Vector Graphics (SVG)

Die Arbeit des W3C zielt insbesondere darauf ab, eine allgemeine Vertrauensgrundlage zu schaffen und weitgehend potenzielle Barrieren für Menschen mit Behinderung abzubauen. Letzteres wird dabei unter anderem in der Richtlinie zur Zugänglichkeit von Webinhalten, besser bekannt als WCAG (Web Content Accessibility Guidelines) definiert und standardisiert.

Mitgliedschaft

Das W3C hat etwa 425 Mitglieder; beitreten können sowohl ganze Organisationen wie auch Einzelpersonen. Eine Bewerbung bedarf der Zustimmung durch das W3C. Es gibt volle und assoziierte Mitgliedschaften. Die Höhe des Beitrages richtet sich nach der Herkunft und der jeweiligen Wirtschaftskraft.

Mitglieder haben das Recht, an den halbjährlichen Sitzungen des beratenden Ausschusses teilzunehmen sowie eigene Vorschläge zu unterbreiten. Sie verfügen somit zum einen über die Möglichkeit, Entwicklungen zu beeinflussen, zum anderen über den Vorteil, frühzeitig über alles Kommende umfänglich informiert zu sein und sich danach ausrichten zu können.

Im Übrigen bieten sich weitreichende Gelegenheiten zum Networking. Prominent vertreten im W3C sind beispielsweise Amazon, Apple, Facebook, Google, Intel, Microsoft, Mozilla, Oracle, Siemens und Wikimedia.

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