Definition „Code::Blocks (IDE)“

Was ist Code Blocks?

| Autor / Redakteur: LineFeed / Stephan Augsten

Die quelloffene Code::Blocks IDE bringt zahlreiche Projektvorlagen mit.
Die quelloffene Code::Blocks IDE bringt zahlreiche Projektvorlagen mit. (Bild: Code::Blocks / VIT)

Als Open-Source-IDE spricht Code::Blocks zunächst Software-Entwickler an, die eine leistungsfähige, aber auch flexibel erweiterbare Umgebung für C, C++ oder Fortran suchen. Mit Plug-ins lässt sich das Leistungsspektrum der integrierten Entwicklungsumgebung zudem beliebig erweitern.

Schon mit der Schreibweise ihres Namens deutet die IDE Code::Blocks auf eine wichtige Zielgruppe sowie die eigene Herkunft hin. In C++ geschrieben, zählen C- und C++-Entwickler zur Kerngruppe, die diese unter GPLv3 frei verfügbare Entwicklungsumgebung nutzt.

Das tief verwurzelte Plug-in-System öffnet Code::Blocks für vielfältige Erweiterungen, einschließlich der Unterstützung zusätzlicher Programmiersprachen. Davon profitieren bereits Fortran-Programmierer, deren Sprache Code::Blocks seit 2013 über das FortranProject-Plug-in unterstützt. Die Festures Kompilieren und Debugging sind in dieser integrierten Entwicklungsumgebung ebenfalls über Plug-ins implementiert.

Flexibilität in der Anwendung

Große Freiheit lässt Code::Blocks dem Software-Entwickler auch hinsichtlich Betriebssystem und Compiler. Mit wxWidgets realisiert läuft die Umgebung unter Linux und MacOS wie unter Windows. Neben GCC und Visual C++ zählen beispielsweise auch Clang und Borland C++ zu den verwendbaren Compilern.

Für die Ablaufsteuerung der Kompiliervorgänge ist zwar das traditionelle „make“ einsetzbar, Code::Blocks setzt aber ein eigenes Build-System dagegen, das sich insbesondere hinsichtlich seiner Geschwindigkeit auszeichnet. Diese fördert darüber hinaus die mögliche Parallelisierung der Build-Prozesse auf Mehrprozessor- und Multi-Core-Systemen.

Weitere Fähigkeiten bei der Kompilierung

Kernfeatures von Code::Blocks in Bezug auf Compiler sind Workspaces, die mehrere Projekte miteinander verknüpfen und die Möglichkeit bieten, auch projektübergreifende Abhängigkeiten zu definieren, sowie Importfunktionen, die der Migration von MSVC- und DevC++-Projekten dienen.

Komfortabel debuggen mit Code::Blocks

Beim Debugging setzt Code::Blocks primär auf den bewährten GNU-Debugger GDB. Darüber hinaus unterstützt die IDE den MS CDB, wenn auch nicht mit allen Features. Breakpoints lassen sich für das Debugging in vollem Umfang nutzen und sowohl an Code-Positionen als auch an Daten binden.

Daten-Breakpoints können wahlweise entweder nur beim Schreiben oder Lesen eines Werts oder bei beiden Vorgängern auslösen. Verfeinern lassen sich die Breakpoints in Code::Blocks einerseits mit Bedingungen, die für ihre Aktivierung zusätzlich erfüllt sein müssen, und andererseits mit Ignore-Counts. Diese Zähler sorgen dafür, dass ein Breakpoint erst nach einer vorgegebenen Anzahl von Treffern auslöst.

Was bietet das User Interface von Code::Blocks?

Die Code::Blocks-Benutzerschnittstelle stellt zunächst in leistungsfähiger Form die Features Syntax-Highlighting und Code-Folding zur Verfügung, mit deren Hilfe sich die Übersichtlichkeit größerer Software-Projekte verbessern lässt. Die Syntaxhervorhebung ist konfigurier- und erweiterbar.

Das Folding funktioniert nicht nur bei den primären Quellen der verwendeten Programmiersprache, also den C-, C++- oder Fortran-Quellen, sondern auch bei sekundären Dateiformaten wie zum Beispiel XML. Ein Class-Browser, über Reiter anwählbare Dateifenster und ein Listenmenü der geöffneten Dateien helfen beim Navigieren innerhalb der Quellen eines Projekts. Bei C und C++ reicht ein Tastendruck, um zwischen den Code- und Header-Dateien zu wechseln.

Wie unterstützt Code::Blocks die Erstellung und Modifikation von Sourcecode?

Neben den bereits genannten Features, die für einen besseren Überblick sorgen, erleichtert die IDE das Schreiben von Quelltext durch Code-Completion und automatisches Einrücken, das Erstellen grafischer Oberflächen durch den GUI-Designer wxSmith. Beim Projektmanagement helfen die ToDo-Listen, die sich nutzerbasiert verwalten lassen.

Mehr Funktionalität mit Plug-ins

Hier vorgestellt sind im wesentlichen Kernfeatures von Code::Blocks. Mittels Plug-ins lassen sich weitere Funktionen nachladen oder auch selbst programmieren. Durch das voll integrierte Plug-in-System erstreckt sich diese Erweiterbarkeit auf alle Bereiche der IDE.

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