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Definition „Atlassian Bitbucket“ Was ist Bitbucket?

| Autor / Redakteur: chrissikraus / Stephan Augsten

Mit Bitbucket können kleine und große Teams ihre Softwareprojekte kollaborativ verwalten. Das von Atlassian entwickelte Tool unterstützt Git und Mercurial für die Versionskontrolle.

Mit Bitbucket lassen sich bestimmte verteilte Versionskontrollsysteme kollaborativ verwalten.
Mit Bitbucket lassen sich bestimmte verteilte Versionskontrollsysteme kollaborativ verwalten.
(Bild: Atlassian)

Bitbucket ist ein Werkzeug, mit dem Entwickler und Projektteams bestimmte verteilte Versionskontrollsysteme kollaborativ verwalten können. Die Software wird seit 2008 von Atlassian entwickelt sowie veröffentlicht und kommt in zahlreichen privaten und gewerblichen Projekten zum Einsatz.

Verwaltungstool für Git und Mercurial

Bitbucket bietet die Möglichkeit, die kostenlosen verteilten Versionskontrollsysteme Git und Mercurial für die Verwaltung von Projekten zu nutzen. Die beiden Systeme ähneln sich in vielen Punkten, unterscheiden sich aber unter anderem in Ihrer Komplexität.

Bitbucket erlaubt jedem Projektteam, sich selbst für das passende System zu entscheiden. Das Tool lässt sich außerdem mit bereits bestehenden GitHub-Projekten nutzen: Vorhandene Repositorys können relativ unkompliziert in Bithub übernommen werden.

Für kleine Teams kostenlos

Im Vergleich zu anderen bekannten Verwaltungstools wie GitHub wird an Bitbucket unter anderem die günstigere Lizenzgebühr geschätzt. Für kleine Teams von bis zu fünf Mitgliedern ist die Nutzung kostenfrei. Daher ist das System gerade für Start-ups interessant.

Größere Teams müssen eine geringe monatliche Gebühr bezahlen. Mitglieder von Open-Source-Projekten und Projekten aus dem akademischen Umfeld können unabhängig der Teamgröße dauerhaft kostenfrei private Repositories über Bitbucket verwalten.

Branches und Forks verwalten

Bitbucket ermöglicht – wie viele andere Versionskontrollsysteme auch – das Erstellen verschiedener Branches und Forks eines Projekts. Somit ist es möglich, dauerhaft oder vorübergehend unterschiedliche Versionen abzuspalten, z. B., wenn mehrere Versionen parallel mit Updates versorgt werden sollen.

Abgespaltene Branches lassen sich zudem zu einem späteren Zeitpunkt wieder zusammenführen, um neue Entwicklungen in das laufende Projekt mit einzubinden. Bitbucket bietet unterschiedliche Strategien für das Mergen an und erlaubt das Erstellen von Bedingungen, die vor einem Merge erfüllt sein müssen. So lässt sich die Versionsverwaltung relativ gut an die Ansprüche des Teams anpassen.

Pipelines für Continuous Integration und Continuous Delivery

Bitbucket bietet eine spezielle Funktion, die das Bauen, Testen und Ausliefern von Software so unkompliziert und direkt wie möglich machen soll: Entwickler können individuelle Pipelines programmieren, welche alle Aufgaben rund um die Auslieferung ihrer Software automatisieren. Außerdem kann das System Rückmeldung darüber geben, ob ein Build erfolgreich verlaufen ist – somit ist schnell ersichtlich, wenn bei der Bereitstellung der Software ein Problem auftritt.

Projekte effektiv managen dank Integration mit Jira und Trello

Bitbucket und die weit verbreitete, webbasierte Projektmanagementsoftware Jira stammen vom gleichen Hersteller – daher arbeiten beide Systeme effektiv zusammen. Teams haben dadurch z. B. die Möglichkeit, Jira-Vorgänge direkt mit Commits, Pull-Requests oder kompletten Branches auf Bitbucket zu verknüpfen.

Alternativ ist es möglich, die ebenfalls webbasierte Projektmanagementsoftware Trello zu nutzen, um einzelne Karten oder Listen mit den Ereignissen aus Bitbucket zu verbinden. Somit bietet Bitbucket verschiedene Optionen, um den Fortschritt eines Projekts mit externen Tools zu dokumentieren.

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