Definition „Rollout-Prozess“

Was gehört zum Software Rollout?

| Autor / Redakteur: LineFeed / Stephan Augsten

In großen IT-Umgebungen empfiehlt sich ein zentral gesteuerter Software-Rollout, der auch Mitarbeiter-Schulungen und Support umfasst.
In großen IT-Umgebungen empfiehlt sich ein zentral gesteuerter Software-Rollout, der auch Mitarbeiter-Schulungen und Support umfasst. (Bild: geralt - Pixabay.com / CC0)

Um eine unternehmensweit genutzte Software zu verteilen, sind Datenträger reichlich ungeeignet. Hier wird ein Software Rollout durchgeführt – also ein Prozess zur Einführung neuer Programme, von der Planung über die Nutzerschulung bis hin zum Support reicht.

Der oder das Rollout bezeichnet allgemein einen abgestuften, gestaffelten Prozess, der etwas Neues einführt. Ein Software Rollout ist demnach mehr als eine Neuinstallation oder ein Upgrade auf einem einzelnen Computersystem.

Der Begriff beschreibt den koordinierten Prozess der Installation oder Aktualisierung einer Software im Unternehmen. Gegebenenfalls umfasst der Rollout weitere Programme, um Abhängigkeiten zu erfüllen, sowie Benutzerschulungen und das Training von IT-Verantwortlichen, die Fragen der Anwender beantworten und auftretende Probleme beheben müssen.

Computer lösen Aufgaben auf Knopfdruck; sie haben aber nicht nur einen Knopf und es reicht im Allgemeinen auch nicht, nur einen zu drücken. Für eine effiziente Nutzung müssen die Anwender wissen, welche Eingaben das gewünschte Ergebnis auf dem schnellsten Weg liefern. Für den wirtschaftlichen Softwareeinsatz im Unternehmen ist es daher wichtig, dass das Personal über den optimalen Einsatz der Software informiert ist.

Im Rahmen eines Software Rollouts sollte daher bereits vor der Installation an die Vorbereitung der IT-Verantwortlichen gedacht werden, die ihrerseits mit der Mitarbeiterschulung betraut werden. Das gilt ebenso im Falle der Aktualisierung auf eine neue Version, da sich hierbei die Bedienung und Funktionsweise häufig ändert.

Zur ersten Phase eines Software Rollouts gehört zudem die Analyse der Abhängigkeiten. Neue Programmversionen haben meist höhere Ansprüche an die Hardware-Ressourcen als ihre Vorgänger. Darüber hinaus sind Abhängigkeiten zwischen verschiedenen Software-Komponenten zu beachten, zum Beispiel, welches Betriebssystem und welche Systemversion sind notwendig.

Damit die Einsatzfähigkeit der IT, besonders in größeren Unternehmen, auch während des Software Rollouts gewährleistet bleibt, kann die Einführung der neuen Programme stufenweise erfolgen. Ein Teil der Mitarbeiter arbeitet dann bereits mit der neuen Software während die anderen noch das bewährte, alte System nutzen.

Auf diese Weise lässt sich ein schädlicher Einfluss potenzieller Probleme mit dem neu eingeführten Programm von vornherein vermeiden. Gegebenenfalls nötige Abhilfemaßnahmen lassen sich so ebenfalls mit geringerem Aufwand durchführen. Auch der Einsatz spezialisierter Dienstleister kann sicherstellen, dass der Software Rollout möglichst reibungsfrei verläuft.

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