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Definition „Laufzeit“ Was bedeutet Runtime?

Autor / Redakteur: zeroshope / Stephan Augsten

Runtime beschreibt die Laufzeit eines Programms vom Start (von der Ausführung) bis zum Ende (bis zum Verlassen), für die Laufzeitumgebung wird er manchmal synonym verwendet. Wichtig ist der Runtime-Begriff insbesondere für die Fehlersuche und Umgebungskonfiguration.

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Die Runtime beschreibt die tatsächliche Laufzeit eines ausgeführten Programms, manche Entwickler kürzen damit auch die Runtime Environment ab.
Die Runtime beschreibt die tatsächliche Laufzeit eines ausgeführten Programms, manche Entwickler kürzen damit auch die Runtime Environment ab.
(Bild: ikukevk / Unsplash)

Runtime Environment (Laufzeitumgebung) oder auch Runtime Error (Laufzeitfehler) sind zwei Begriffe, denen selbst Endnutzer häufig begegnen, letzterem in Fehlermeldungen seitens des Programm. Vorrangig sind sie als Hinweis für die Entwickler einer Software gedacht. Entscheidend ist dabei der explizite Hinweis auf die Runtime.

Die Laufzeit als Begriff ist dabei fast schon selbsterklärend. Es handelt sich um den Zeitraum, der mit dem Start bzw. der Ausführung der Software beginnt und ihrem Verlassen bzw. Abbrechen endet. Ein Hinweis auf einen Laufzeitfehler zeigt deshalb an, dass es ein Problem während der konkreten Ausführung gibt.

Bedeutung der Runtime für die Entwicklung

In der Entwicklung wird grundlegend zwischen drei Zuständen unterschieden: Die Software ruht, läuft oder stürzt ab. Alle Varianten verweisen auf unterschiedliche Fehlerbilder, weshalb sie getrennt betrachtet werden. Als Beispiel: Lässt sich eine ruhende Software nicht starten, gibt es vermutlich einen Syntaxfehler im Code.

Eine Software, die läuft, aber trotzdem einen Fehler ausgibt (Runtime Error), hat vermutlich einen Logikfehler. Falls eine Software hängt, einfriert oder komplett abstürzt, liegt in der Regel ebenfalls ein Laufzeitfehler vor. Eine abstürzende Software kann allerdings durchaus mehrere Probleme aufweisen. Für die Jagd nach dem Fehler ist die Feststellung des Zustands deshalb wichtig.

Die Laufzeitumgebung hat den Auftrag, Programme zu laden und ablaufen zu lassen. Für ihre Konfiguration ist die Runtime aus diesem Grund von entscheidender Bedeutung: Die Umgebung muss schließlich über die notwendigen Ressourcen verfügen, um die Software tatsächlich einsetzen zu können.

Dies betrifft beispielsweise den Arbeitsspeicher: In diesen wird die Software mit allen Bibliotheken, Frameworks und den verbundenen Dateien geladen. Es muss also ausreichend Arbeitsspeicher über die Umgebung zur Verfügung stehen. Tests mit der Runtime zeigen, wie groß der Bedarf tatsächlich ist. Hierfür werden die folgenden Aspekte betrachtet:

  • Lesen und Schreiben im Programm
  • Daten übertragen (beispielsweise über ein Netzwerk)
  • Steuerung von Ein- sowie Ausgabegeräten (beispielsweise der Maus in einem Videospiel)
  • Datenverwaltung
  • Suchen und Sortieren bestimmter Informationen

Variationen der Bedeutung des Runtime-Begriffs

Gelegentlich wird der Runtime-Begriff auch anders verwendet. Hierfür gibt es aber keinen breiten Konsens, weshalb in solchen Fällen mit den deutschen Zuschreibungen gearbeitet werden sollte, um Eindeutigkeit zu erreichen. Zwei Variationen treten besonders häufig auf:

  • 1. Lebensphase: Das Programm läuft eigentlich fortwährend, wird aber mit unterschieden Hardware-Konfigurationen und wechselnden Eingabeparametern betrieben. Dies ist ebenfalls bedeutsam, um Fehler zu finden. Als Runtime im Sinne von Lebensphase wird jeder Abschnitt bis zu einem Wechsel der Hardware bzw. der Parameter verstanden.
  • 2. Lebenszeit (des Programms): Hierbei geht es um die die Zeitspanne der Ausführung direkt nach der Kompilierung.

Oft wird im Englischen kurz von der Runtime gesprochen, obwohl die Laufzeitumgebung gemeint ist. Der tatsächlich gemeinte Begriff ergibt sich in aller Regel aber aus dem Kontext.

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