Entwickeln für verschiedene Plattformen

Visual Studio Code als Quelltext-Editor nutzen

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Stephan Augsten

Der Quelltext-Editor Visual Studio Code steht für verschiedene Plattformen zur Verfügung.
Der Quelltext-Editor Visual Studio Code steht für verschiedene Plattformen zur Verfügung. (Bild: Thomas Joos / Microsoft)

Mit Visual Studio Code stellt Microsoft eine Entwicklungsumgebung nicht nur für Windows zur Verfügung. Mac OS X und gängige Linux-Derivate werden ebenfalls unterstützt und dank des Open-Source-Ansatzes kommen immer neue Plattformen hinzu.

Visual Studio Code – oder kurz VS Code – erlaubt die Entwicklung von plattformübergreifenden Apps und Anwendungen. Mit Windows, Linux und Mac OS X werden die wichtigsten Plattformen unterstützt.

Der Quelltext-Editor dient vor allem für die Entwicklung von Web-Applikationen, kann aber auch für herkömmliche Anwendungen verwendet werden. Microsoft stellt Visual Studio Code als Open-Source-Projekt kostenlos zur Verfügung.

Der Editor agiert vor allem auf Ordner- und Dateiebene. Um den Code zu laden, ist also keine Projektdatei notwendig, sondern Quellcode-Dateien lassen sich schnell und einfach öffnen. Entwickelt wird Visual Studio Code auf Basis von HTML5 und JavaScript.

Das kann VS Code

Seit Version 1.15 unterstützt Visual Studio Code auch große Quellcode-Dateien und ist zudem vollständig kompatibel zu 64-Bit-Systemen. Links im Quellcode und Apps werden besser unterstützt und sind direkt anklickbar. Microsoft stellt in einer Channel9-Videoreihe im MSDN die Funktionen und Möglichkeiten genauer vor.

Die Umgebung beherrscht darüber hinaus die wichtigsten Programmiersprachen, zum Beispiel C#, C++, PHP, Java und HTML sowie ASP.NET, Git, Node.js und JavaScript. Des Weiteren wurde Git-Support fest in die Software integriert. Auch CSS und JSON werden unterstützt, ebenso Go und Rest.

Der Quelltext-Editor Visual Studio Code steht für verschiedene Plattformen zur Verfügung.
Der Quelltext-Editor Visual Studio Code steht für verschiedene Plattformen zur Verfügung. (Bild: Thomas Joos / Microsoft)

Natürlich bietet die Umgebung auch das Hervorheben von Syntax, Intellisense, Refactoring, Symbolnavigation, Code-Vorschau und vieles mehr. Neben dem schnelleren Editieren von Quellcode kann auch sehr schnell im Code gesucht, markiert und navigiert werden. Syntax Highlighting und Bracket Matching wird für fast alle Sprachen unterstützt, die Visual Studio Code kennt. Microsoft arbeitet daran, diese Funktionen für immer mehr Sprachen zu bieten.

Portierung auf mehr Plattformen durch Community

Die Open-Source-Community erweitert ständig die Plattformen, auf denen Visual Studio Code funktioniert. Neben den bekanntesten großen Linux-Distributionen sind das mittlerweile auch Rechner, die mit Google Chrome OS betrieben werden. Auch für Plattformen wie Raspberry Pi und das Entwickler-Board Arduino kann Visual Studio Code genutzt werden. Das erlaubt Entwicklern, die Umgebung auch auf spezieller Hardware zu betreiben und die Programme gleich in der gewünschten Umgebung zu testen.

Debugging von Quellcode und Erweiterungen nutzen

Visual Studio unterstützt nicht nur bei der Entwicklung von Apps, sondern auch beim Debugging. Neben JavaScript und TrueScript lässt sich auch C#-Code debuggen, genauso wir Node.js. Mit Add-Ins können Entwickler die Funktionen von Visual Studio Code erweitern. Microsoft stellt dazu ein SDK zur Verfügung.

Die Funktionen von VS Code lassen sich nachträglich erweitern.
Die Funktionen von VS Code lassen sich nachträglich erweitern. (Bild: Thomas Joos / Microsoft)

Zusätzlich kann Visual Studio Code auch für das Erstellen und Ausführen von Transact-SQL-Skripten für Microsoft SQL-Server verwendet werden. Dazu wird die Erweiterung „MSSQL“ installiert. Die weitere Vorgehensweise zeigt Microsoft auf der Internetseite „Verwenden von Visual Studio Code zum Erstellen und Ausführen von Transact-SQL-Skripts für SQL Server“.

Markdown-Dateien nutzen

Visual Studio Code unterstützt auch die Verwendung von Markdown-Dateien, die sich dann auch formatiert anzeigen lassen. Ebenso werden Bilder und andere Objekte der Dateien angezeigt und integriert. Auch hier hilft wieder die Befehlszeile, die mit F1 aufgerufen wird. Mit dem Befehl „markdown“ werden alle zur Verfügung stehenden Funktionen angezeigt.

Einfache aber mächtige Oberfläche

Die Oberfläche von Visual Studio Code ist sehr einfach gehalten, bietet aber zahlreiche Funktionen. Auf der linken Seite sind die wichtigsten Symbole zu sehen, die beim Entwickeln am häufigsten verwendet werden. Oben sind Menüs zu sehen, wie bei allen Microsoft-Programmen. Über die Menüs auf der linken Seite sind auch die Erweiterungen zu sehen, die für Visual Studio Code zur Verfügung stehen.

Über Themes kann die Oberfläche an die eigenen Anforderungen angepasst werden. Vor allem die Anpassung der Helligkeit der Oberfläche ist interessant, da sich dadurch die Augen entlasten lassen. Um alle Themes anzuzeigen, wird mit F1 die Befehlszeile von Visual Studio Code geöffnet. Die Befehlszeile ist auch für andere Bereiche ein wichtiger die zentrale Komponente zur Steuerung und Verwaltung von Visual Studio Code.

Versionsverwaltung mit Visual Studio Code über Git

Zur Versionsverwaltung kann in VS Code auf Git gesetzt werden. Der einfachste Weg dazu ist, wenn auf dem entsprechenden Rechner Git installiert wird. Sobald Git auf dem Rechner zur Verfügung steht, kann VS Code auf die Funktionen zugreifen und Versionen verwendet werden. Die Verwendung von Git wird in die Symbolleiste auf der linken Seite integriert.

Tasks mit VS Code

Visual Studio Code unterstützt auch die Verwendung von Tasks.
Visual Studio Code unterstützt auch die Verwendung von Tasks. (Bild: Thomas Joos / Microsoft)

Visual Studio Code unterstützt die Ausführung von Tasks. Diese können zum Beispiel auch für JavaScript-Tasks verwendet werden. Gestartet wird der Aufgabenplaner am schnellsten mit der Tastenkombination STRG+Umschalt+B. Alle Funktionen für Aufgaben in Visual Studio Code lassen sich am schnellsten erreichen, wenn mit F1 die Befehlszeile von VS Code aufgerufen wird. Durch die Eingabe von „task“ stehen die verschiedenen Bereiche in VS Code zur Verfügung.

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