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Red Hat OpenShift 3.5 Stateful Applications in der PaaS

| Autor / Redakteur: Dipl. -Ing. Thomas Drilling / Stephan Augsten

Red Hat seine Container-Platform OpenShift auf Version 3.5 aktualisiert. Die neue Version unterstützt in erster Linie mehr Anwendungen und bietet erweiterte Sicherheitsfunktionen.

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OpenShift: mit Version 3.5 lassen sich auch statusbehaftete Apps wie Datenbanken als Container in der PaaS betreiben.
OpenShift: mit Version 3.5 lassen sich auch statusbehaftete Apps wie Datenbanken als Container in der PaaS betreiben.
(Bild: Red Hat)

Red Hat hatte seine Container-Plattform erst im Sommer letzten Jahres mit Version 3.3 in „OpenShift Container Platform“ umbenannt. Nach zwischenzeitlicher Veröffentlichung der Version 3.4 ist nun die Version 3.5 offiziell verfügbar, die unter anderem das Orchestrierungsframework Kubernetes auf die Version 1.5 hievt.

Kubernetes StatefulSets

OpenShift soll als einheitliche Plattform die Entwicklung und den Betrieb klassischer und Cloud-nativer Applikationen gleichermaßen ermöglichen. Während Kubernetes schon in der Vorgängerversion den Betrieb zahlreicher statusbehafteter Services mit Funktionen wie z. B. Integrated Storage Orchestration unterstützte, benötigen herkömmliche Stateful-Services wie SQL-Datenbanken, Messaging Queues und andere verbundene Dienste deutlich mehr Funktionalitäten zum Verwalten der Konfiguration jeder Service-Instanz in einem Cluster.

Daher enthält OpenShift 3.5 nun eine Technologievorschau vonKubernetes StatefulSets, die traditionellen Stateful Services die gleichen Kubernetes-Automationsfunktionen für Scaling und Declarative Health Management zur Verfügung stellt, sodass sich mit OpenShift 3.5 nun auch solche Stateful Services statt in klassischen VMs oder physischen Computern in Containern betreiben lassen.

Java Container

Ebenfalls neu ist ein Docker-Image für Java-Container. Entwickler können sich damit auf das Schreiben auch Cloud-nativer Java-Anwendungen konzentrieren, ohne sich Gedanken um Operations-Aspekte machen zu müssen. Mit dem OpenShift Source-to-Image (S2I) kümmert sich die Container Platform im Hintergrund um Compiling, Building und Assembling der finalen, lauffähigen Artefakte.

Mehr Sicherheit

Überarbeitet hat Red Hat auch die Sicherheitsfunktionen. So stellt z. B. das erweiterte Zertifikats-Management in OpenShift 3.5 sicher, dass nur autorisierte Benutzer und Komponenten das Recht haben, Veränderungen am Kubernetes-Cluster vorzunehmen.

Das Zertifikats-Management überwacht darüber hinaus auch die Gültigkeit der Zertifikate, warnt vor deren Ablauf und stellt Werkzeuge zum Aktualisieren von Zertifikaten im laufenden Betrieb (Rolling Refresh) bereit. Dabei bietet die zugehörige Passwortverwaltung detailliertere Möglichkeiten zum Feststellen des Eigentümers eines bestimmten Secrets.

Zudem hat Red Hat die mitgelieferten Entwickler-Tools der Red Hat Software Collection aktualisiert. So erhielten beispielsweise MySQL, PHP und Redis wichtige Updates. Laut Red Hat soll die Cloud-Plattform mit dem OpenShift Commons Gathering auch einen Themenschwerpunkt auf dem im Mai in Boston stattfindenden Red Hat Summit 2017 bilden.

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Über den Autor

Dipl. -Ing. Thomas Drilling

Dipl. -Ing. Thomas Drilling

IT-Consultant, Trainer, Freier Journalist