Virtual Reality mit Google

Software zum Herunterrechnen von 3D-Szenen

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Stephan Augsten

Google Seurat reduziert den Berechnungsaufwand von VR-Szenen, indem es sich auf den sichtbaren Bereich konzentriert.
Google Seurat reduziert den Berechnungsaufwand von VR-Szenen, indem es sich auf den sichtbaren Bereich konzentriert. (Bild: Google)

Google hostet die Virtual-Reality-Lösung Seurat als Open-Source-Software bei GitHub. Mit der Software lassen sich 3D-Videos- und -Anwendungen herunterrechnen, damit diese auf VR-Headsets optimal abgespielt werden können.

Google stellt Seurat mit der Apache-2-Lizenz als quelloffenes Projekt zur Verfügung. Seurat optimiert den Sichtbereich von Anwendern mit VR-Headsets dahingehend, dass der Bereich, den Anwender gerade ansehen, optimiert und scharf dargestellt wird. Dabei erreichen selbst komplexe Szenen eine hohe Qualität.

Schwächere Hardware, insbesondere auf mobilen Systemen, profitiert besonders von der Lösung. Hier können nämlich hochauflösende Inhalte abgespielt werden, die ohne Seurat kaum berechenbar wären. Erreicht wird das vor allem durch die Reduzierung von Objekten und Polygonen in jenen Bereichen, die sich nicht im aktuellen Sichtfeld des Anwenders befinden.

Google stellt die Lösung natürlich nicht ohne Eigennutz zur Verfügung. In Kooperation mit HTC und Lenovo stellt Google VR-Headsets zur Verfügung, die von den Möglichkeiten von Seurat profitieren. Mehr dazu ist auf der Seite „Google I/O 2017: Qualcomm, HTC, Lenovo und Google kooperieren für All-in-One-Headset“ zu lesen.

Die Vorgehensweise und Demos sind auf der Google-Seite „Open Sourcing Seurat: bringing high-fidelity scenes to mobile VR“ auf im Google Developers Blog zu sehen. Im Zuge einer Integration, beispielweise in Spiele, können Entwickler festlegen, wie die Texturen und Objekte für die entsprechende VR-Szene berechnet und dargestellt werden sollen.

Seurat arbeitet in diesem Bereich mit RDG Depth-Bildern, auf deren Basis die Texturen in VR errechnet werden. Das Ergebnis der Berechnung durch Seurat lässt sich direkt in verschiedene Game-Engines integrieren, so dass VR-Headsets die 3D-Spielsequenzen flüssig darstellen. Derzeit sind bereits Plug-ins für Unity und Unreal verfügbar.

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