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Langfristige Nutzung einer Anwendung Software zukunftsfähig gestalten

Redakteur: Stephan Augsten

Nicht für jeden Anwendungsfall eignet sich eine etablierte Standard-Software, manchmal müssen Speziallösungen oder Eigenentwicklungen her. Der IT-Dienstleister Avision hat zusammengefasst, worauf Unternehmen achten sollten, damit ihre Software nicht zur Sackgasse wird.

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„Eine zukunftsfähige Software muss vor allem jederzeit anpassbar und langfristig wartbar sein“, sagt Nadine Riederer, CEO bei Avision.
„Eine zukunftsfähige Software muss vor allem jederzeit anpassbar und langfristig wartbar sein“, sagt Nadine Riederer, CEO bei Avision.
(Bild: EstudioWebDoce / Pixabay )

Software-Riesen wie SAP, Microsoft oder Salesforce haben Standard-Lösungen im Programm, deren Beständigkeit den Anwendern eher wenig Sorgen bereiten sollte. Diese Anbieter erweitern ihre Software regelmäßig um neue Funktionen oder passen sie an neue gesetzliche Regelungen an. Ebenso ist kaum zu befürchten ist, dass ihre Lösungen einfach vom Markt verschwinden.

In vielen Teilbereichen nutzen Unternehmen aber durchaus Speziallösungen kleinerer Anbieter oder selbst entwickelte Individuallösungen. Um deren Zukunftsfähigkeit sicherzustellen, müssen Unternehmen einige zentrale Vorkehrungen treffen. „Eine zukunftsfähige Software muss vor allem jederzeit anpassbar und langfristig wartbar sein“, sagt Nadine Riederer, CEO bei Avision.

Um dies zu gewährleisten, müssen Unternehmen aber selbst aktiv werden und den Rahmen dafür schaffen. Der Software-Revival-Spezialist Avision erläutert drei mögliche Schritte.

1. Eigentumsrechte am Quellcode erwerben: Ganz im Gegensatz zu den großen Playern ist es bei kleineren Anbietern durchaus möglich, sich die Eigentumsrechte am Sourcecode zu sichern. Das kann entweder direkt beim Kauf der Software erfolgen; alternativ wird eine vertragliche Vereinbarung getroffen, dass das Eigentumsrecht an das nutzende Unternehmen übergeht, falls der Anbieter Konkurs anmelden muss. Dann kann das Unternehmen im Fall der Fälle die Software selbst weiterentwickeln beziehungsweise einen Dienstleister seiner Wahl damit beauftragen.

2. Langfristigen Support sicherstellen: Bei der Entwicklung von Individualsoftware setzen Unternehmen aus Kostengründen oft auf Open-Source-Frameworks. Dabei sollten sie darauf achten, dass hinter diesen Frameworks breite und aktive Communities stehen, die auch eine künftige Weiterentwicklung erwarten lassen. Bei erworbener Software sind offene Standards wichtig, denn sie ermöglichen es, den Support im Zweifel einem anderen Anbieter zu übertragen. Speziallösungen sind oft mit spezieller Hardware gekoppelt: Industrieroboter, Verteilanlagen oder Teststände. Unternehmen sollten auch für diese Hardware auf langfristige Support- und Wartungsverträge bestehen.

3. Auf etablierte Softwaretrends setzen: Sowohl bei Eigenentwicklungen als auch bei Kauf-Software gilt: Bei aktuellen Hype-Technologien sollten Unternehmen Vorsicht walten lassen. Sie sollten keinesfalls eine solche Technologie nur um des Hypes willen nutzen. Besser ist es, auf IT zu setzen, die sich bereits bei anderen Firmen bewährt und allgemein durchgesetzt hat. Sonst laufen sie Gefahr, viel Geld für Technologien zu verbrennen, die keine Zukunft haben

All diese Handlungsempfehlungen laufen darauf hinaus, dass das Unternehmen jederzeit eine Entscheidungsgewalt inne hat, unterstreicht Nadine Riederer. So könnten sie Weiterentwicklung und Support im Zweifelsfall auch an einen Dienstleister ihrer Wahl auslagern.

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