Pega-Studie zu plattformübergreifende Datenhaltung

Skepsis gegenüber zentraler Online-Registrierung

| Redakteur: Stephan Augsten

Etwa die Häfte der von Pegasystems Befragten könnte sich vorstellen, persönliche Daten einer zentralen Online-Instanz in die Hände zu geben.
Etwa die Häfte der von Pegasystems Befragten könnte sich vorstellen, persönliche Daten einer zentralen Online-Instanz in die Hände zu geben. (Bild: edar - Pixabay.com / CC0)

Eine zentrale Online-Registrierung klingt nach keiner schlechten Idee: Persönliche Daten liegen in einer zentralen Datenbank und wären nur abrufbar für verifizierte Internet-Unternehmen. Doch nur etwas über die Hälfte der von Pegasystems befragten Deutschen wären daran interessiert.

Ob Social-Media-Plattform, Online-Shop oder Nachrichten-Webseite – will man gewisse Funktionen im Internet nutzen, kommt man um eine Registrierung nicht herum. Die persönlichen Daten liegen überall, noch dazu sollte der Benutzer für jeden Account separate Passwörter wählen – im Idealfall mit einer speziell für den Dienst eingerichteten E-Mail-Adresse, um Datenlecks zu erkennen.

Ein zentrales Online-Profil, das bei einer zuverlässigen Instanz gespeichert wird und nur berechtigten Internet-Anbietern zugänglich ist, könnte einen Komfortgewinn bedeuten. Der Software-Anbieter Pegasystems hat deshalb über 2.000 Konsumenten in Deutschland gefragt, wie sie über eine plattformübergreifende Registrierung für Online-Aktivitäten denken.

Das Interesse ist aber nicht so groß, wie man vielleicht meinen möchte. Gut ein Drittel der Befragten zeigte sich zumindest einigermaßen interessiert, 23 Prozent ein wenig. 29 Prozent verschlossen sich der Idee komplett, 14 Prozent hatten keine Meinung. Dabei sprachen sich Männer mit 62 Prozent positiver Rückmeldungen eher dafür aus als Frauen (52 Prozent). Bei den jüngeren Befragten von 18 bis 24 Jahren zeigten sich zwei Drittel aufgeschlossen, bei den über 55-Jährigen sind 55 Prozent zumindest ein wenig interessiert.

Von den prinzipiell Interessierten würde rund die Hälfte ihre Daten am ehesten einer Bank anvertrauen, rund ein Drittel bevorzugten staatliche Institutionen. Social-Media-Plattformen würde nur knapp ein Viertel der Befragten die Daten zu zentralen Speicherung überlassen.

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