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Mehr Möglichkeiten für Pro- und No-Coder Simplifier 5.5 verbessert GUI- und Daten-Handling

| Autor / Redakteur: Michael Matzer / Stephan Augsten

Mit Neuerungen in Version 5.5 der Low Code Application Platform (LCAP) kommt Simplifier der Nutzergruppe der „No-Coder“ entgegen, die künftig selbständiger agieren können. Echte Programmierer profitieren von der erweiterten Unterstützung für SAP BAPI.

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Die Low-Code-Plattform Simplifier deckt den ganzen Applikations-Lebenszyklus ab.
Die Low-Code-Plattform Simplifier deckt den ganzen Applikations-Lebenszyklus ab.
(Bild: Simplifier.io)

Widgets sind für LCAPs von großer Bedeutung. Die entsprechenden Portale stellen einer Widget-Community mitunter Tausende von Widgets für unterschiedlichste Aufgabenstellung zur Verfügung. Hier finden sich APIs zu den verbreitetsten Standardsystemen ebenso wie Beispiel-Komponenten zu heißen Themen wie etwa Machine Learning, Blockchain oder Chatbots.

Die Integration vorhandener Widgets beschleunigt die Entwicklung neuartiger Anwendungen – und spart Kosten hinsichtlich des eigenen Entwicklungsaufwands. Diese Steigerung der Produktivität und Effizienz dürfte nach Ansicht der Analysten von Gartner dazu führen, dass bis 2024 rund 65 Prozent aller Programme so entstehen werden. „Unternehmen können die Digitalisierung nur stemmen, wenn sich ihre Business-Applikationen wesentlich schneller, kostengünstiger und cross-funktional erstellen lassen“, sagt Christian Kleinschroth, CTO und Gründer von Simplifier.

Widget Groups

Wenn Citizen Developer, also Low- und No-Coder, in der Vergangenheit Schaltflächen oder Felder im UI Designer einfügen wollten, mussten sie dabei verschiedene Layout-Arten beachten, um die Elemente korrekt platzieren zu können. Das scheint viele No-Coder an ihre Grenzen gebracht zu haben und erschwerte als Folge die Akzeptanz der LCAP.

Die neuen Widget Groups der Version 5.5 sollen es erlauben, vollständige Benutzeroberflächen wie Login-Masken oder Dashboard-Ansichten als vorgefertigte Layouts einfach via Drag-and-Drop hinzuzufügen. Dafür gibt es bereits im Blog ein Video, welches das neue Design demonstriert. Mit den Widget Groups sollen sich Responsive Designs für Endgeräte-unabhängige Apps – also auch mobile Apps – schneller und wesentlich unkomplizierter erstellen lassen.

Data Service für den Datenbank Designer

Eine weitere bedeutende Neuerung betrifft die Datenintegration. Mit dem neuen „Data Service“ im DB Designer, den es bereits seit Version 5.0 gibt, können nun bereits bestehende sowie neue Datenbanken problemlos in die Anwendung integriert werden – ohne auch nur eine einzige Zeile Code zu schreiben. Der Entwickler muss also über keine SQL-Kenntnisse verfügen. Version 5.5 soll über einen standardisierten SQL-Konnektor einen vereinfachten Zugang zu jeder Art von Datenbank bieten.

Ein klassischer Anwendungsfall wäre die Migration von MS-Access-Anwendungen in eine neue Low-Code-Anwendung. Normalerweise müssten Unmengen von SQL-Code umgeschrieben werden. Das entfällt mit der neuen Datenintegrationsmethode. Das entsprechende Video im Blog demonstriert, dass die Integration von Tabellenfeldern in eine vorhandene App mit wenigen Mausklicks zu bewerkstelligen ist.

Support für SAP BAPI

Professionelle Coder sollen zudem von der besseren Unterstützung für SAP-Schnittstellen profitieren. Für die einfache Verwendung von SAP BAPI oder eigenen Remote-Function-Bausteinen bietet Simplifier 5.5 jetzt einen Assistenten an, der alle Konnektor-Aufrufe anzeigt. Damit der neue Assistent dies ausführt, muss der Nutzer nur den BAPI-Namen aus dem verbundenen SAP-System auswählen.

Zudem gibt es eine Aktualisierung im Pro-Code-Feature "Business Objects" (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen BI-Plattform): Ab sofort lässt sich jede Version speichern und über einen neuen Diff-Viewer mit einer älteren oder der aktuellen Version vergleichen. Die Code-Differenz wird per Mausklick übernommen.

Weitere Neuerungen findet der Interessent in den Release Notes zu Simplifier 5.5.

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