Red Hat Enterprise Linux lässt niemanden zurück

RHEL 7 mit neuen Container-Features und mehr

| Redakteur: Stephan Augsten

RHEL 7 wurde nachträglich um Werkzeuge wie das Container-Inspection-Tool skopeo erweitert.
RHEL 7 wurde nachträglich um Werkzeuge wie das Container-Inspection-Tool skopeo erweitert. (Bild: Red Hat)

Obwohl Red Hat Enterprise Linux 8 seit Mai verfügbar ist, hat der Hersteller noch einmal Hand an den Vorgänger gelegt: Red Hat Enterprise Linux 7.7 wurde mit einigen neuen Container-Funktionen veröffentlicht.

Bei der Veröffentlichung von Red Hat Enterprise Linux (RHEL) 7.7 lag der Fokus auf der Aktualisierung der Container-Tools. So sind Container im Rahmen einer Tech Preview für reguläre Nutzer (sprich: Rootless) verfügbar und die Workstation-Edition enthält die Container-Tools Podman, Buildah und Skopeo. Zudem ist das Golang Container Image unter der EULA des Red Hat Universal Base Image (UBI) verfügbar.

Dank der Integration von Podman 1.4.4.4 können Rootless-Benutzer nun auch Container finden, ausführen, erstellen und teilen. Diese Funktion lässt sich entweder per Neuinstallation von RHEL 7.7 oder nach einem Upgrade von RHEL 7.6 testen. Im letzteren Fall muss der Admin entsprechende User- und Group-ID-Mappings für bestehende Benutzer hinzufügen. Weitere Informationen finden sich im Handbuch „Managing Containers“ in der RHEL-7-Dokumentation.

Um Container-Images verwenden zu können, liefert RHEL 7.7 mit Podman, Buildah und Skopeo native Betriebssystem-Tools für den Betrieb von Docker-kompatiblen Containern. Es gibt allerdings einige kleine Einschränkungen und Empfehlungen. So dienen die genannten Tools nur zur Verwendung von Container-Abbildern Dritter.

Eigene Container-Images lassen sich nur auf Basis der Red Hat UBI-Inhalte erstellen. Ein Zugriff auf die RHEL-Server-Softwarepakete (RPMs) ist nicht angedacht. Dementsprechend ist es nicht möglich, Container-Images auf einer 7er Workstation zu erstellen, die RPMs vom RHEL Server benötigen. Hierfür muss man entweder ein Upgrade auf die RHEL 8 Workstation durchführen oder vom Verkäufer bzw. Reseller ein bestehendes RHEL-Arbeitsstation-Abonnement auf die Server-Version umbiegen lassen.

Wenn Sie nicht auf RHEL 8 upgraden können, wenden Sie sich an Ihren Vertriebsmitarbeiter oder Wiederverkäufer. Mit Ihrem bestehenden RHEL Workstation-Abonnement kann Red Hat Ihnen für diesen Workstation-Anwendungsfall den Zugriff auf RHEL 7 Server ermöglichen.

Das bereits im Mai angekündigte Red Hat Universal Base Image (UBI) , das sich speziell an Cloud-native-Entwickler richtet, wird in Version 7 um Go 1.11.6 erweitert. Das ubi7/go-toolset Container-Image und die zugehörigen RPMs werden nun unter dem Red Hat Universal Base Image EULA veröffentlicht. In der Ursprungsversion standen bereits Node.js 8, PHP 7.2, Python 2.7, Python 3.6 und Ruby 2.5 zur Verfügung.

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