Management von Risiken innerhalb von Software-Lieferketten Report zur Open-Source-Sicherheit von Synopsys

Von Stephan Augsten

Welche Risiken gehen aktuell von Open-Source-Komponenten in kommerziellen und proprietären Software-Projekten aus? Mit dieser Frage hat sich Synopsys einmal mehr im „Open Source Security and Risk Analysis“- oder kurz OSSRA-Bericht beschäftigt.

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Open-Source-Komponenten werden nahezu überall und in jeder Branche eingesetzt, heißt es im OSSRA 2022 Report.
Open-Source-Komponenten werden nahezu überall und in jeder Branche eingesetzt, heißt es im OSSRA 2022 Report.
(Bild: Synospys)

Als Grundlage für den OSSRA 2022 Report dienten mehr als 2.400 Audits kommerzieller und proprietärer Codebasen durch das Black Duck Audit Services Team. Das Synopsys Cybersecurity Research Center (CyRC) hat die Ergebnisse mit Blick auf bestehende Lizenzrisiken und Open-Source-Schwachstellen aufbereitet.

Beide Risiken gingen demnach zurück, trotzdem täten sich 88 Prozent der Unternehmen schwer, ihre Open-Source-Komponenten auf dem aktuellen Stand zu halten. Gleichzeitig zeige der diesjährige OSSRA-Bericht, dass Open Source nahezu überall und in jeder Branche eingesetzt wird. Überholte Komponenten sind dabei gang und gäbe: 2.097 der untersuchten Codebasen enthielten Sicherheits- und Betriebsrisikobewertungen.

85 Prozent dieser 2.097 Codebasen wiederum enthielten Open-Source-Komponenten, die bereits seit mehr als vier Jahren veraltet sind. Insgesamt handelte es sich bei 88 Prozent aller verwendeten Komponenten nicht um die neueste verfügbare Version, 5 Prozent enthielten eine anfällige Version von Log4j.

Wie erwähnt nehmen Open-Source-Schwachstellen trotzdem insgesamt ab, insbesondere die kritischen: Knapp die Hälfte der in diesem Jahr überprüften Codebasen enthielt mindestens eine hochriskante Schwachstelle, im Vorjahr waren es elf Prozentpunkte mehr gewesen (60 Prozent). 81 Prozent der überprüften Codebasen waren von mindestens einer bekannten Open-Source-Schwachstelle betroffen, drei Prozentpunkte weniger als im OSSRA-Bericht 2021.

Lizenzkonflikte sind laut Synopsys ebenfalls rückläufig: 53 Prozent der Codebasen zeigte zuletzt entsprechende Risiken, zwölf Prozentpunkte weniger als im Jahr 2020. Ein Fünftel der untersuchten Codebasen enthält weiterhin Open-Source-Komponenten ohne oder mit einer angepassten Lizenz, was juristische Risiken birgt und laut Synopsys bisweilen unerwünschten Anforderungen an die Lizenznehmer stellt

Mehr zu den mit Open Source Software verbundenen Risiken und wie man diesen begegnen kann, beschreibt der OSSRA-Bericht 2022 detailliert.

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