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Deutscher App-Markt knackt 1,5 Milliarden Euro Rekordumsatz durch In-App-Käufe

| Autor: Stephan Augsten

Mobile Apps legen immer weiter zu – sowohl hinsichtlich ihrer Zahl als auch mit Blick auf den Umsatz. Im Jahr 2017 konnten App-Entwickler in Deutschland insgesamt 1,5 Milliarden Euro erwirtschaften, berichtet der IT-Verband Bitkom.

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In den vergangenen Jahren ist der Umsatz mit Apps stets gestiegen, der Hype ebbt allerdings ab – zuletzt betrug der Zuwachs vier Prozent.
In den vergangenen Jahren ist der Umsatz mit Apps stets gestiegen, der Hype ebbt allerdings ab – zuletzt betrug der Zuwachs vier Prozent.
(Bild: Bitkom / research2guidance)

Der IT-Branchenverband Bitkom hat sich für die Auswertung des Mobile-App-Potenzials allgemeine Zahlen zu den App Stores als auch präzisere Downloadzahlen für den deutschen Markt angesehen. Demnach wurden über die beiden größten Marktplätze 1,8 Millarden App-Downloads getätigt. Knapp zwei Drittel davon entfielen auf den Play Store von Google, 35 Prozent auf den Apple App Store.

In diesen beiden App-Marktplätzen finden sich mittlerweile rund 5,6 Millionen Mini-Anwendungen, wobei 3,4 Millionen auf den Play Store und 2,2 Millionen auf den Apple Store. Im Amazon Appstore fanden sich 2017 weitere 600.000 Anwendungen, meldet der Bitkom.

Auch wenn die meisten dieser Apps für den Anwender kostenlos sind, so lässt sich mit ihnen durchaus Geld verdienen. Denn ein Großteil des Umsatzes – genauer gesagt 79 Prozent oder 1,2 Milliarden Euro – wird mithilfe von In-App-Käufen erzielt, wie es bei erweiterbaren Free-to-Play-Titeln oder modular aufgebauten Apps der Fall ist.

Im Vergleich dazu scheinen die 91 Millionen Euro, die direkt über den Kaufpreis erwirtschaftet werden, verhältnismäßig gering. Mit Werbung wurden 2017 in Deutschland weitere 232 Millionen Euro umgesetzt. Insgesamt belief sich der Umsatz wie eingangs erwähnt auf 1,5 Milliarden Euro, was gegenüber dem Vorjahr einem Plus von 50 Millionen Euro entspricht. Die Milliarden-Marke wurde laut Bitkom erstmals 2015 (1,3 Milliarden Euro) geknackt, 2014 lag das Marktvolumen bei 909 Millionen Euro.

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Über den Autor

 Stephan Augsten

Stephan Augsten

Chefredakteur, Dev-Insider