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Common-Clauses-Lizenz nicht sonderlich beliebt Redis ändert Open-Source-Lizenzmodell

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Stephan Augsten

Unternehmen, die auf die In-Memory-Datenbank von Redis setzen, sind mit dem Wechsel zum Commons-Clause-Lizenzmodell nicht sehr glücklich. Mit der proprietären Redis Source Available License (RSAL) will der Hersteller gegensteuern.

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Mit einer eigenen RSAL-Lizenz soll die In-Memory-Datenbank Redis vor einer ausschweifenden Kommerzialisierung geschützt werden.
Mit einer eigenen RSAL-Lizenz soll die In-Memory-Datenbank Redis vor einer ausschweifenden Kommerzialisierung geschützt werden.
(Bild: Redis)

Für einige Module der Redis-NoSQL-Datenbank ist das Commons-Clause-Lizenzmodell nicht sehr gut angekommen. Das vornehmliche Problem bei diesem Modell ist, dass IT-Berater, die Redis in Unternehmen verbreiten, mit dem alten Commons-Clause-Lizenzmodell nur schwer die eigenen Tätigkeiten anbieten können.

Das Modell hat die Aufgabe zu verhindern, dass die Open-Source-Software kommerziell vermarktet wird. Hier hatte Redis vor allem Cloud-Anbieter im Fokus, die die Datenbank kommerziell vermarktet haben, die Einnahmen aber weder Redis noch der Community zu Gute haben kommen lassen.

Die neue Redis Source Available License (RSAL) soll besser geeignet sein, damit große Cloudanbieter nicht mehr so einfach kommerziellen Nutzen aus der Lösung ziehen können, kleinere Dienstleister aber weiter ihre Dienstleistung anbieten können. Allerdings ist RSAL im Grunde genommen keine Open-Source-Lizenz mehr.

Zwar ist der Zugriff auf den Quellcode weiter möglich, aber ob die neue Lizenz von Open Source Initiative (OSI) akzeptiert wird, lässt sich aktuell nicht sicher sagen. Derzeit prüft die OSI die Lizenz noch. Die neuen Lizenzen gelten vor allem für Module in Redis. Der Kern der Datenbank bleibt unter der BSD-Lizenz.

RSAL erlaubt generell jedem den Zugriff auf den Quellcode. Auch die Anpassung ist erlaubt sowie die Integration in Anwendungen. Der Code selbst darf aber weder in eine neue Datenbanksoftware noch in Anwendungen der Bereiche Deep Learning, KI oder Suchmaschine integriert werden. Es gibt also sehr viele Einschränkungen, die es bei Open Source eigentlich nicht geben darf.

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Über den Autor

 Thomas Joos

Thomas Joos

Freiberuflicher Autor und Journalist