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OpenMunich 2016 Red Hat, Microsoft und Accenture zur „New-IT“

| Autor / Redakteur: Dipl. -Ing. Thomas Drilling / Ulrike Ostler

Entwickler und Ingenieure waren Ende 2016 zur Technologie-Konferenz „OpenMunich“ von Red Hat und Accenture geladen. Ob IoT, „Ansible“, Microservices oder DevOps: Die Besucher konnten sich in hochkarätigen Workshops mit aktuellen Open-Source-Technologien und Trends ganz praktisch vertraut machen.

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OpenMunich: Kleine, feine Technologiekonferenz an historischer Stätte.
OpenMunich: Kleine, feine Technologiekonferenz an historischer Stätte.
(Bild: OpenMunich, LMU)

Die von Red Hat initiierte Technologie-Konferenz OpenMunich fand am Freitag vor einer Woche zum ersten Mal statt, in der großen Aula im Gebäude 1, Geschwister-Scholl-Platz der Ludwig-Maximilians-Unversität München (LMU). Im Anschluss an die drei hörenswerten Keynotes von Red Hats Jan Wilderboer, EMEA Open Source Evangelist (The future of open - 2016) und Tomas Nyström von Accenture (New IT) verfolgen die rund 300 Teilnehmer eine von Hessel Bearda & Alexander Menz moderierte Podiums-Diskussion zu Thema „Design Thinking“, auf der Antje von Loeper, Andrea Smyth, Jan Wildeboer, Mark Neft, Tomas Nyström von Accenture, Red Hat und Innosabi unterhaltsam Argumente austauschten, wie sich die Spezialisten die Transformation der digitalen Welt vorstellen.

Redmond und Ralleigh

Berichtenswert im Nachgang ist allerdings auch, dass Microsoft die Veranstaltung als Gold-Sponsor unterstützt. Red Hat pflegt seit längerer Zeit eine strategische Allianz mit dem New-IT- und IoT-Consultingunternehmen Accenture sowie seit Ende letzten Jahres auch mit Microsoft.

Die Kooperation zwischen Microsoft und Red Hat zielt vor allem darauf ab, dass Anwender Red-Hat-Dienste und Services nativ aus der Azure-Cloud buchen können, wie RHEL. So können Nutzer RHEL und auf RHEL basierende Applikationen zu einem zertifizierten Provider mit in Deutschland betriebenen Rechenzentren auslagen.

Auch Nutzer, die Angebote beider Cloud-Plattformen verwenden, sollen nahtlos wechseln können. So können Administratoren das jeweils andere System wahlweise in CloudForms oder System Center verwalten. Dass Red Hat künftig .NET Core unterstützen wird bietet für Microsoft die Gelegenheit zum Betrieb einer Referenzumgebung für .NET Core unter Linux.

So bestand dann eines der Highlights der Breakout-Session des Tages in einer Demonstration der Verfügbarkeit von „OpenShift on Microsoft Azure“ durch Microsoft. Passend zum Open-Source-Engagement von Microsoft kam in diesen Tagen die Meldung, dass die Redmonder nun auch der Linux Foundation beigetreten sind.

"More than Linux" war ein unübesehbares Motto auf der OpenMunich
"More than Linux" war ein unübesehbares Motto auf der OpenMunich
(Bild: OpenMunich, LMU)

Red Hat und Accenture

Laut Red Hat unterstützen Accenture und Red Hat Unternehmen und Behörden gemeinsam bei der Implementierung von Open Source-Lösungen für umfassende, komplexe Projekte.

Allerdings erinnert sich möglicherweise der eine oder andere Linux-Evangelist noch darin - und dies ist im Kontext der Veranstaltung gerade im Hinblick auf den Standort München delikat - dass es gerade die Berater von Accenture waren, die der Stadt München im Jahr 2011 im Rahmen eines fast 500-seitigen Gutachtens nahegelegt hatten, das hauseigenes „LiMux“ durch einen „leistungsfähigen Windows-Client“ zu ersetzen also langfristig wieder zu Windows zurück zu kehren. Schon 2011 sah Accenture offenbar keine Chance für Linux und OpenOffice auf den Stadt-eigenen Desktop-Arbeitsplätzen.

Bezahlsysteme der Zukunft

Doch das ist offenbar Schnee von gestern. Aktuell stehen Big Data, IoT und moderne Bezahlsysteme ganz oben auf der Prioritätenliste des Beratungsriesen. Accenture, beratungstechnisch auch bei der Einführung der Paypal-Alternative „PayDirect“, die im Weihnachtsgeschäft 2016 vor ihrer Bewährungsprobe seht, sehr rege illustriert in seinem Technology-Vision-for-Retail, was uns in der Zukunft in puncto Bezahl- und Bestellsystem erwartet.

Breakout

Im IoT-Lab konnten interessierte Entwickler unter Anleitung der Accenture-Experten zum Beispiel auf Basis eines „Arduino Board“ nachstellen, wie Dash-Button bei Amazon funktioniert. Red Hat Spezialisten leiteten dagegen interessierte Sysadmins im Ansible-Lab durch die Grundkonfiguration von „Ansible“ und die Arbeitsweise mit der kostenpflichtigen Ansible-Variante „Ansible Tower“ von Red Hat.

In einem weiteren höchst interessanten Breakout-Block demonstrierte Andreas Neeb von Red Hat Aufbau und Betrieb einer hoch verfügbaren, skalierbaren Microservice-Architektur mit „Docker“, „“Kubernetes“ und „Netflix OSS“, während Dennis Deitermann von Accenture und Johann Loran Red Hat unter dem Motto „Thinking in Containers - A way to new IT” demonstrierten, wie man sich die schöne neue IT-Welt bei den führenden IoT-Experten vorstellt.

*Thomas Drilling ist freier Autor, Berater und Blogger. Auf DataCenter-Insider schreibt er über Open-Source-Tools: Drillings Open-Source-Eck

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Über den Autor

Dipl. -Ing. Thomas Drilling

Dipl. -Ing. Thomas Drilling

IT-Consultant, Trainer, Freier Journalist