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Ververica erwartet zunehmende Open-Source-Nutzung Quelloffene Software im Reifeprozess

| Redakteur: Stephan Augsten

In der Anwendungsentwicklung spielen Open-Source-Komponenten eine wichtige Rolle. Das gilt vor allem für große Unternehmen mit vielen Entwicklern, berichtet Ververica mit Blick auf mehrere Studien und wagt eine Prognose zur künftigen Verbreitung.

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Die in Open-Source-Projekten engangierte Community steht für Langzeit-Unterstützung und kontinuierliche Weiterentwicklung.
Die in Open-Source-Projekten engangierte Community steht für Langzeit-Unterstützung und kontinuierliche Weiterentwicklung.
(Bild gemeinfrei: geralt / Pixabay )

Die Open-Source-Nutzung für kommerzielle Zwecke beginnt bei Entwicklungsumgebungen und zieht sich über Container-Technologien fort bis hin zu Datenbanken und Data Stream Processing. Bis zu einem gewissen Grad vertrauen Unternehmen und Institutionen aus praktisch allen Branchen und aller Größenordnungen auf Open Source Software (OSS).

Dieser Trend wird sich aus verschiedenen Gründen weiter fortsetzen, meint Ververica, ehemals bekannt unter dem Namen data Artisans. Das deutsche Unternehmen verweist auf eine Gartner-Studie, nach der 95 Prozent der Mainstream-IT-Abteilungen Open-Source-Software-Ressourcen in ihren geschäftskritischen IT-Portfolios nutzen. Dies erfolge direkt oder indirekt über kommerzielle proprietäre Software unter Verwendung von OSS-Bibliotheken.

Zur weiteren Akzeptanz trage das Geschäftsmodell „Commercial Open Source“ mit Mehrwertdiensten wie Schulungen oder Support bei. Diesen Trend sieht Ververica in der 2018 Open Source Program Management Survey bestätigt: Demnach habe branchenübergreifend gut die Hälfte der Befragten (53 Prozent) ein Open-Source-Softwareprogramm in Produktion oder plane, eines einzuführen.

Die gleiche Studie kommt zu dem Schluss, dass die Unternehmensgröße ein entscheidender Faktor für die Akzeptanz von Open Source ist, da große Unternehmen doppelt so häufig Open-Source-Softwareprogramme implementieren wie kleinere Pendants, was vermutlich auf die Anzahl der im Unternehmen beschäftigen Entwickler und der damit verbundenen Fähigkeit Open Source Technologie selbst anzupassen, zurückzuführen ist.

Aber wie, wo und wann ist es sinnvoll, Open Source einzusetzen? Ann Thueland von Ververica empfiehlt OSS beispielsweise für Projekte, die viel Flexibilität erfordern: „Entwickler können die Software anpassen, zusätzliche Funktionen hinzufügen oder unnötige Teile entfernen, um spezielle Geschäftsanforderungen zu erfüllen.“

Darüber hinaus seien langfristige Projekte, die eine höhere Stabilität erfordern, perfekt für Open Source geeignet. Die Software sei nicht von einem einzigen Anbieter und seinen Entwicklern abhängig. Benutzer- und Entwicklercommunity stünden für eine langfristigen Unterstützung der jeweiligen Technologie. ververica selbst ist Experte für Apache Flink, weitere Informationen auf der Hersteller-Webseite.

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