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Mai-Update 1903 für Windows 10 Programme in Windows-Sandbox testen

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Stephan Augsten

Microsoft führt mit der neuen Windows 10 Version 1903 die Windows-Sandbox ein. Diese nicht-persistente virtuelle Umgebung nutzt Technologien aus Hyper-V und Container-Lösungen.

Die Windows Sandbox wird als optionales Feature in Windows 10 Version 1903 installiert.
Die Windows Sandbox wird als optionales Feature in Windows 10 Version 1903 installiert.
(Bild: Microsoft)

Durch die Installation der Windows Sandbox als Windows-Feature können Unternehmen, die auf Windows 10 Pro, Enterprise oder Education setzen, Programme in einer Sandbox-Umgebung testen. Beim Starten der Sandbox stehen Desktop, Startmenü und Taskleiste genauso zur Verfügung, wie bei einem herkömmlichen PC.

Die Windows-Sandbox-Funktion nutzt Technologie aus Hyper-V und der Container-Technologie, damit das notwendige Image für die Bereitstellung der Umgebung möglichst klein bleibt. Die Größe des Images liegt bei unter 30 MB. Für die Verwendung, muss nichts konfiguriert werden; es genügt, die Windows Sandbox nach der Installation zu starten.

Hinsichtlich der Bedienung verhält sich eine Sandbox wie ein neu installiertes System mit Windows 10 Version 1903. Auf das System lassen sich Daten kopieren und Anwendungen können installiert werden. Sobald das Sandbox-Fenster geschlossen wird, löscht Windows alle Daten und Anwendungen. Es handelt sich bei der Sandbox also um keine persistente virtuelle Umgebung.

Jede in der Windows-Sandbox installierte Software bleibt in der Sandbox und kann den Host nicht beeinträchtigen. Alles, was die Windows-Sandbox benötigt, wird mit Windows 10 Pro und Enterprise mitgeliefert. Es sind keine Downloads und keine weiteren Installationen und Konfigurationen notwendig. Jedes Mal, wenn Windows Sandbox gestartet wird, verhält sich das System wie eine neue Installation von Windows 10.

Windows-Sandbox verwendet hardwarebasierte Virtualisierung zur Kernelisolierung, die sich auf den Hypervisor von Microsoft stützt. Hierbei wird ein separater Kernel ausgeführt, der Windows Sandbox vom Host isoliert. Die Funktion ähnelt den Hyper-V-Containern. Die Technik verwendet den integrierten Kernel-Scheduler, intelligente Speicherverwaltung und einen virtuellen Grafikprozessor.

Für den Einsatz gelten folgende Voraussetzungen:

  • Mindestens 4 Gigabyte (GB) RAM (8 GB empfohlen)
  • Mindestens 1 GB freier Festplattenspeicher (SSD empfohlen)
  • Mindestens 2 CPU-Kerne (4 Kerne mit Hyperthreading empfohlen)

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Über den Autor

 Thomas Joos

Thomas Joos

Freiberuflicher Autor und Journalist