Open-Source-Datenbanksystem mit Leistungsverbesserung

PostgreSQL 11 verfügbar

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Stephan Augsten

Das Release PostgreSQL soll die Fähigkeit verbessern, besonders große Datenbanken zu verwalten.
Das Release PostgreSQL soll die Fähigkeit verbessern, besonders große Datenbanken zu verwalten. (Bild: PostgreSQL.org)

Das PostgreSQL-Team hat ein größeres Update seiner relationalen Open-Source-Datenbank vorgestellt. PostgreSQL 11 bietet Leistungssteigerungen und spezifische Verbesserungen für große Datenbanken und hohe Rechenlast.

Neben den erwähnten Verbesserungen beinhaltet das Release PostgreSQL 11 noch Updates für das Tabellen-Partitionierungssystem, Unterstützung für Stored Procedures, Verbesserungen bei parallelen Datenbankabfragen und parallelisierte Datendefinitions-Funktionen.

„Für PostgreSQL 11 hat sich unsere Entwicklergemeinschaft darauf konzentriert, Funktionen hinzuzufügen, welche die Fähigkeit von PostgreSQL zur Verwaltung sehr großer Datenbanken verbessern“, sagt Bruce Momjian, ein Mitglied des Kernteams des globalen Development-Teams von PostgreSQL.

Das Release-Upgrade fügt die Möglichkeit hinzu, Daten mit einem Hash-Key zu partitionieren, und erweitert die Fähigkeit der Datenverarbeitung mit Funktionsverbesserungen für Partitionen. Darüber hinaus wird eine Catch-All-Standardpartition für Daten eingeführt und das Verschieben von Zeilen auf die richtige Partition unterstützt. Andere Partitionierungs-Updates beinhalten eine verbesserte Abfrageleistung und Unterstützung für die Upsert-Funktion auf partitionierten Tabellen.

PostgreSQL 11 unterstützt außerdem für Transaktionen in Stored Procedures. „Entwickler können seit über 20 Jahren benutzerdefinierte Funktionen in PostgreSQL erstellen, aber vor PostgreSQL 11 konnten diese Funktionen ihre eigenen Transaktionen nicht verwalten“, schreibt das Team. Mit den SQL-Prozeduren von PostgreSQL 11 und den vollständigen Transaktionsmanagementfunktionen können Entwickler erweiterte serverseitige Anwendungen erstellen, die das schrittweise Laden von Massendaten beinhalten, erklärt das Team.

Darüber hinaus bietet das Release Unterstützung für die Just-in-Time-Kompilierung. Dies soll die Ausführung von Ausdrücken während der Ausführung von Abfragen beschleunigen, erklärt das Team. Weitere Merkmale sind Leistungssteigerungen bei parallelen sequentiellen Scans, die Möglichkeit, SELECT-Abfragen auszuführen, und Funktionen für die Arbeit mit Windows-Funktionen.

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