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Open-Source-Projekt von AWS soll übersichtlicher werden Öffentliche Roadmap für das AWS Cloud Development Kit

| Redakteur: Stephan Augsten

Amazon Web Services hat eine öffentliche Roadmap für das AWS Cloud Development Kit, kurz CDK, bei GitHub veröffentlicht. Das Open-Source-Projekt soll dadurch transparenter werden und die Möglichkeiten bieten, Einfluss auf die kommenden Funktionen zu nehmen.

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Blick auf die öffentliche Roadmap zum Cloud Development Kit von AWS.
Blick auf die öffentliche Roadmap zum Cloud Development Kit von AWS.
(Bild: AWS)

Über 30 Versionen des AWS CDK, ein Framework zur Definition von Cloud-IaC (Infrastructure as Code), wurden seit dem Start des Open-Source-Projekts im Juli 2019 veröffentlicht. Die Philosophie dahinter, „Veröffentliche frühzeitig und oft!“, verriet Chris Fife jüngst im AWS-Blog. Wer das GitHub-Repository „aws/aws-cdk“ allerdings nicht aktiv als Watcher verfolgt, konnte die vielen schnellen Veränderungen möglicherweise nicht richtig nachvollziehen.

Künftig sollen sich Interessierte deshalb besser über die Entwicklungspläne informieren können und dazu animiert werden, sich als Mitwirkende, sprich Kontributoren, aktiv an der Open-Source-Community zu beteiligen. AWS hat deshalb ein GitHub Project Board veröffentlicht, das die laufende Arbeit über mehrere Repositories hinweg zusammenfasst.

Neben dem „/aws-cdk“-Repo, in dem das Kernframework und die AWS-Construct-Bibliothek liegen, gibt es nämlich beispielsweise auch das „/jsii“- und das „/aws-cdk-rfcs“-Repository. Ersteres erlaubt es dem CDK, polyglotte Bibliotheken aus einer einzigen Codebasis zu liefern, letzteres befasst sich mit Funktionsdesign und Feature-Diskussionen von Kunden und Nutzern.

Die öffentliche Roadmap des AWS CDK besteht aus einem Board, das in mehrere Spalten eingeteilt ist:

  • Researching (in Erforschung),
  • Working on it (in Arbeit),
  • Developer Preview (Entwickler-Vorschau) und
  • Shipped (ausgeliefert).

In die Kategorie „Researching“ fallen alle Funktionen, die noch entworfen werden müssen und zur Debatte stehen. Sie werden also auch nicht zwangsläufig entwickelt. „In Arbeit“ sind alle Funktionen mit einem gewissen Maß an Design-Spezifikationen, denen ein Entwickler zugeteilt wurde. Wie Fife durchblicken ließ, greift hier aber der Grundsatz „No ETA“ (no estimated time of arrival). Einzelne Elemente könnten sogar diesen Entwicklungsstand nicht überleben.

Elemente im Bereich „Developer Preview“ sind als Release Candidate verfügbar und bleiben so lange in der Vorschau, bis genügend Nutzungsdaten vorliegen, um die API als stabil zu kennzeichnen. Auch die Benutzerakzeptanz wird hier getestet. Änderungen werden nur noch bei unvorhergesehenen Anwendungsfällen oder Problemen vorgenommen. Sobald ein Feature hingegen den „Shipped“-Status erhält, wird es ausgeliefert und vollständig unterstützt. AWS garantiert, dass die API stabil und sicher in der Produktion eingesetzt werden kann.

Weitere Informationen zur Nutzung des Project Boards finden sich im genannten AWS-Blog-Beitrag von Chris Fife. Mit dem CDK-Workshop existiert eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, die einen schnellen Einstieg ins CDK-Repository selbst ermöglicht.

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