Offene Container-Spezifikationen OCI veröffentlich erste Standards

Autor / Redakteur: Mirco Lang / Florian Karlstetter

Die Open Container Initiative (OCI) hat mit Veröffentlichung der Runtime Specification 1.0 und der Image Format Specification 1.0 einen wichtigen Schritt in Richtung Container-Standards abgeliefert.

Neue Spezifikationen der Open Container Initiative.
Neue Spezifikationen der Open Container Initiative.
(Bild: gemeinfrei (pixabay) / CC0 )

Die OCI startete 2015 mit dem Ziel, offene Industriestandards für herstellerunabhängige Container-Lösungen zu schaffen. So sollten unter anderem Lock-in-Effekte vermieden werden, um echtes Commitment und somit größere Investitionen der Industrie in Container-Technologien zu ermöglichen. Die OCI kann dabei viele der wichtigsten Akteure auf dem Markt als Mitglieder verzeichnen, beispielsweise Container-Spezialisten wie Docker, ContainerShip und VMware, Cloud-Anbieter wie Amazon Web Services und Google, IT-Konzerne wie IBM, Microsoft, Intel und Huawai, und auch Goldman Sachs ist mit an Board. OCI läuft als Projekt der Linux Foundation.

Die OCI-v.1.0-Spezifikationen betreffen zum einen die Beschaffenheit der Container-Images selbst und zum anderen deren Laufzeitumgebung. Die Runtime-Spezifikation legt die Grundlagen für die Konfiguration, die Ausführungsumgebung und den Lebenszyklus von Containern. Konkret finden Zyklus und Umgebung in der runtime.md statt, wo im JSON-Format Daten wie Status, Prozess-IDs, Pfade oder Anweisungen zu Start und Ende hinterlegt werden. In einer allgemeinen und einer systemspezifischen Config-Datei werden Umgebungsvariablen wie Mount-Punkte und Pfade gesetzt, Ressourcen zugeordnet, das Netzwerk konfiguriert und so weiter.

Die Image Format Specification bestimmen, wie der Container selbst beschaffen sein muss; eine grobe Einteilung: Im Image Manifest werden die Komponenten des Images beschrieben, das Image Layout definiert das Dateisystem und in der Image Configuration landen letztlich Information rund um Inhalte, Portabilität und Ausführung des Containers, wie Rechnerarchitektur, Ausführungsparameter, Host-Betriebssystem, Arbeitsverzeichnis und so weiter.

Rund um die Spezifikationen arbeitet das Projekt auch an diversen Tools – insgesamt befinden sich alle Projektbestandteile noch in einem sehr frühen Stadium. Der nächste Meilenstein soll ein Programm zur Zertifizierung von OCI-Implementierungen werden.

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