Mit Blockchain-Analytik und KI gegen Geldwäsche und Wash-Trading NFTs vor Cyberkriminalität und Manipulation schützen

Ein Gastbeitrag von Vijay Pravin *

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Ergänzend zu Blockchain-Technologien sollen Non-fungible Token, kurz NFTs, die Eigentumsrechte an realen und digitalen Objekten revolutionieren. Wie kann Künstliche Intelligenz dabei helfen, die Token vor Manipulation zu schützen?

Künstliche Intelligenz und Blockchain-Analytik ermöglichen im NFT-Umfeld eine korrekte Wertermittlung und umfassenden Schutz vor Betrug.
Künstliche Intelligenz und Blockchain-Analytik ermöglichen im NFT-Umfeld eine korrekte Wertermittlung und umfassenden Schutz vor Betrug.
(© Designsprache - stock.adobe.com )

Künstliche Intelligenz (KI) spielt für die meisten Software- und datengesteuerten Anwendungen eine zunehmend wichtige Rolle, besonders in den vergangenen beiden Covid-Jahren ist das deutlich geworden. Auch in der Blockchain-Technologie findet Künstliche Intelligenz ständige Verwendung; das zeigt etwa die Tatsache, dass zahlreiche Anwendungsfälle durch Handlungsanweisungen ermöglicht werden, die im Netzwerk kodiert sind und auf der Grundlage definierter Parameter basieren.

Daher könnte man argumentieren, dass die Blockchain-Technologie eine Erweiterung der KI mitsamt ihren Anwendungen ist. Da diese Technologie inzwischen nicht mehr wegzudenken ist und die Nutzerbasis stetig ansteigt, wird auch der Einsatz von KI-Analysen in der Blockchain immer wichtiger werden – und auch deren Sicherheit optimieren.

NFTs, die sich als lohnende Erweiterung der Blockchain erweisen, verdeutlichen dies. Denn die Popularität von non-fungible Token (NFT) ist im letzten Jahr spürbar gestiegen, der Durchbruch wurde geschafft. Und wenn man sieht, was durch NFTs alles möglich ist, steht trotz der aktuellen Marktturbulenzen der wahre NFT-Siegeszug wohl erst noch bevor. KI sollte darum auch genutzt werden, die Welt der NFTs gegen Cyberkriminelle schützen.

Betrugspotenzial vorhanden, Schutzmechanismen ebenfalls

Diesen Schluss legen aktuelle Erhebungen dar. Etwa der „Coinbase Crypto Report“ aus dem ersten Quartal 2022. Der Report stellt die Krypto-Stimmung innerhalb der Bevölkerung fest und will frühzeitig Änderungen des Investitionsklimas von Krypto-Investoren identifizieren. Der Bericht verdeutlicht nicht nur eine zunehmende Etablierung des Krypto-Asset-Markts in Europa. Er zeigt ebenfalls, dass Krypto-Asset-Besitzer ihre Bestände aktiv nutzen, und gibt Einblicke, in welcher Form dies geschieht.

Gut ein Viertel vermehre die Bestände durch Staking und Krypto-Zinsinvestments, während weitere zehn Prozent ihre Anlagen als Krypto-Kreditsicherheiten einsetzten. Zusätzliche 14 Prozent planen aktuell zudem, mit ihren vorhandenen Krypto-Assets (weitere) NFTs zu erwerben. Die verhältnismäßig neue Assetklasse im Krypto-Markt ist inzwischen ernst zu nehmen, denn gemessen an der Marktkapitalisierung gehören NFTs heute zu den wichtigsten zehn Anlageklassen im Krypto-Bereich.

Ein vergleichbares Fazit zieht der Report von Chainalysis. 2021 lag der NFT-Markt-Mindestwert an Ethereum-Smart-Contracts bei bereits mehr als 44 Milliarden US $. 2020 waren es lediglich 106 Millionen. Das Besondere an den Blockchain-basierten Objekten? Sie sind nicht nur digital, sondern auch absolut einzigartig. Fiat-Währungen oder herkömmliche Kryptowährungen sind dagegen als Einheiten austauschbar.

NFTs speichern einzigartige, nicht zu replizierenden Daten auf der Blockchain und können in diesem Sinn mit physischen Objekten und digitalen Kunstwerken verknüpft werden. Somit besitzt der Token-Inhaber unverwechselbare Eigentumsrechte über den Gegenstand, der mit seinem Token verbunden ist. Für (potenzielle) Anleger ist daher nicht nur das Wachstum des NFT-Marktes interessant, sondern auch die Sicherheit, was die Echtheit des Kaufes betrifft– und damit den Wert ihrer Geld- oder Spekulationsanlage.

Nicht nur Regierungen nehmen das Thema „Sicherheit“ nun mit auf ihre Agenda und gehen mit regulatorischen Maßnahmen gegen Blasenbildungen vor, auch die Privatwirtschaft handelt. Der Grund: Die staatlichen Regulierungen sind bisher hinter dem zurückgeblieben, was Künstliche Intelligenz (KI) und moderne Technologien beherrschen. Es entstehen vermehrt zuverlässige Schutzdienste, die das Betrugspotenzial effektiv bekämpfen und das NFT-Ökosystem verlässlicher machen.

In Anbetracht von 14 Milliarden US-Dollar NFT-Transaktionsvolumen allein bei OpenSea, dem weltweit größten Marktplatz, bleibt Scam nämlich nicht aus. Der Crypto Crime Report von Chainalysis aus dem Februar 2022 wirft auch hierauf ein Schlaglicht. Die Krypto-Kriminalität hat im letzten Jahr ein neues Allzeithoch erreicht, auch der NFT-Markt ist betroffen. Geldwäsche und Wash-Trading sorgen für Vertrauensverlust und für mögliche Fehlkäufe.

Aktuell ist etwa ein Fünftel aller NFTs von einem unkontrollierten Handel betroffen, während Verkäufer für 15 Prozent überhöhte Preise aufrufen. Das Blockchain-Analyse-Unternehmen Chainalysis beziffert allein für 2021 den Wash-Trading-Gewinn für NFTs auf fast 9 Millionen US-Dollar – bei deutlich höherer Dunkelziffer. Für Käufer heißt das also, wachsam zu sein und überlegte Käufe zu treffen. Und eben das ist durch Blockchain-Analytik und Künstliche Intelligenz möglich.

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Blockchain-Analytik und KI schützen vor Betrug

Non-fungible Token haben eine eigene Blockchain-Adresse, denn Entwickler programmieren den NFT-Inhalt in Blockchains. Hier sind die zentralen Daten aufgezeichnet, etwa Informationen wie Eigentümer-Identitäten, die Anzahl der gesammelten NFTs oder Meta-Daten. Diese Transparenz und die Auswertung der komplexen Datenquellen durch prädiktive Analysetools gewährleisten schlussendlich die Sicherheit eines NFTs.

Durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz und Blockchain-Analytik ermöglichen sie eine korrekte Wertermittlung und umfassenden Schutz vor Betrug. Blockchain-Adressen werden mit realen Identitäten verknüpft und stellen gleichzeitig ein Werkzeug bereit, dass für die Analyse zurückliegender Transaktionsaktivitäten dient. Somit ist es möglich, den NFT-Handel zu überwachen, Risiken zu bewerten und Untersuchungen durchzuführen.

Vijay Pravin
Vijay Pravin
(Bild: bitsCrunch )

Der NFT-Käufer erkennt durch diese Lösungen nicht nur das künstliche Aufblasen falscher Werte und Fälle von Wash-Trading. Er kann auch den fairen Preis eines NFTs korrekt schätzen und gefälschte digitale Assets identifizieren. Auch NFT-Marktplätze haben den Mehrwert der KI-Tools bereits erkannt. Deshalb setzen Anbieter wie Rarible, Polygon und One/Off erfolgreich auf NFT-Analysewerkzeuge.

* Vijay Pravin ist Gründer und CEO von bitsCrunch, einem Blockchain-Analyse Unternehmen mit Sitz in München, das das NFT-Ökosystem durch KI schützt.

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