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Amazon DocumentDB angekündigt MongoDB-kompatible Datenbank in AWS

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Stephan Augsten

Amazon hat für AWS ein neues Datenbanksystem angekündigt, mit dem sich MongoDB-Workloads darstellen lassen. Der Dienst hat halbstrukturierte Daten im Fokus und kann diese für andere Cloud-Dienste bereitstellen.

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Amazon DocumentDB ist kompatibel zu MongoDB und arbeitet mit dem AWS-Speicherdienst S3 zusammen.
Amazon DocumentDB ist kompatibel zu MongoDB und arbeitet mit dem AWS-Speicherdienst S3 zusammen.
(Bild: AWS Germany GmbH)

Mit DocumentDB ist bei Amazon Web Services eine zu MongoDB kompatible Datenbank verfügbar. Diese arbeitet auch mit den anderen Cloud-Diensten in AWS zusammen, zum Beispiel S3 und EC2. Insgesamt lassen sich aktuell bis zu 64 Terabyte an Daten speichern und verarbeiten.

Entwickler können in Amazon DocumentDB den Code von Apps nutzen, die auf MongoDB setzen. Es ist also kein neuer Programmcode notwendig, um DocumentDB zu nutzen. Für einen performanten Zugriff auf das Dokumenten-Datenbanksystem sorgen SSD-Speicher innerhalb der AWS-Infrastruktur.

Bestandteil der Bereitstellung ist auch eine Replikation über verschiedene Verfügbarkeitszonen hinweg. Die Daten sind also hochverfügbar und leistungsstark zugreifbar, was bei halbstrukturierten Daten ein wesentlicher Faktor bei der Verarbeitung darstellt.

Zusammenarbeit mit dem Speicherdienst S3

Amazon DocumentDB arbeitet auch mit dem Speicherdienst S3 in AWS zusammen. So lassen sich zum Beispiel auch Daten automatisiert in S3 sichern. Wer Daten aus MongoDB-Datenbanken migrieren will, kann den AWS Database Migration Service (DMS) nutzen, um Daten in DocumentDB zu überführen.

DocumentDB unterstützt darüber hinaus die gleichen APIs wie MongoDB. Migrationen lassen sich nahezu ohne Ausfallzeiten durchführen. Mit dem Dienst lassen sich auch Datenbanken zu DocumentDB migrieren, die normalerweise über Amazon Elastic Compute Cloud (EC2) betrieben werden.

Nutzen Entwickler DocumentDB, so ist keinerlei lokale Infrastruktur notwendig, da alle Daten in der Cloud gespeichert werden. Lokale Hardware ist für den Betrieb, genau wie bei den anderen AWS-Diensten, nicht notwendig. Kostenpflichtig sind nur die in Anspruch genommenen Ressourcen.

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Über den Autor

 Thomas Joos

Thomas Joos

Freiberuflicher Autor und Journalist