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Enhanced Security Updates gegen Aufpreis Microsoft weitet Windows-7-Support aus

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Stephan Augsten

Volumenkunden der Microsoft-Betriebssysteme können Windows 7 länger einsetzen als ursprünglich angedacht. Microsoft verlängert den Support bis ins Jahr 2023, allerdings werden für die erweiterten Sicherheitsupdates Gebühren fällig.

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Volumenlizenz-Kunden von Microsoft erhalten erweiterten Support für Windows 7.
Volumenlizenz-Kunden von Microsoft erhalten erweiterten Support für Windows 7.
(Bild: Microsoft)

Windows 7 ist noch immer die beliebteste Variante der Betriebssysteme von Microsoft auf Unternehmens-Desktops. Viele Unternehmen zeigen keine große Neigung, den Sprung zu Windows 10 zu wagen. Die erweiterte Unterstützung für Windows 7 endet am 14. Januar 2020.

Windows-Marketing-Chef Jared Spataro bestätigte nun aber, dass Redmond für weitere drei Jahre Sicherheitsupdates für Windows 7 zur Verfügung stellen wird. Spataro informiert, dass die erweiterten Sicherheitsupdates (ESU) allen Professional- und Enterprise-Kunden im Rahmen des Volumenlizenzprogramms zur Verfügung stehen würden. Die Kosten sollen jedes Jahr steigen.

Auch Windows XP erhielt für einige Zeit Fixes gegen eine Gebühr, daher ist die Vorgehensweise nicht neu. Es ist allerdings eher ungewöhnlich, dass Microsoft das Angebot der breiten Öffentlichkeit mitteilt. Die Erweiterung der Windows 7-Unterstützung ist auch eine gute Nachricht für „Office 365 ProPlus“-Abonnenten, die das Produkt bis zum Ende der ESU-Periode im Jahr 2023 auf älteren Betriebssystemen nutzen können.

In der gleichen Ankündigung stellte sich Microsoft der Tatsache, dass das hektische Tempo der Windows-10-Updates bei seinen Unternehmens- und Bildungskunden nicht immer gut ankommt. Die derzeit unterstützten Feature-Updates 1607, 1703, 1709 und 1803 erhalten 30 Monate Support ab dem ursprünglichen Erscheinungsdatum.

Die September-Feature-Updates von Windows 10 und die mit dem Oktober-Update erscheinende Windows-10-Version 1809 werden ebenfalls 30 Monate lang von Microsoft unterstützt. Die für März geplanten Feature-Updates sollten weiterhin nur 18 Monate Unterstützung erhalten. IT-Experten haben somit einen klaren Indikator dafür, welches der beiden Updates von Microsoft sie pro Jahr bereitstellen sollten.

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Über den Autor

 Thomas Joos

Thomas Joos

Freiberuflicher Autor und Journalist