Native Werbung und neue Tools für Entwickler

Microsoft weitet Ad Monetization Platform aus

| Autor / Redakteur: Mirco Lang / Stephan Augsten

Microsoft erweitert die Anzeigenauslieferung der Ad Monetization Platform auf externe Webseiten und bietet neue Entwicklerwerkzeuge.
Microsoft erweitert die Anzeigenauslieferung der Ad Monetization Platform auf externe Webseiten und bietet neue Entwicklerwerkzeuge. (Bild: Microsoft)

Mit der Ad Monetization Platform existiert seit nunmehr einem Jahr eine spezielle Werbeplattform von Microsoft. Nun zieht das Unternehmen eine erste Bilanz und gibt Entwicklern und Werbenden neue Möglichkeiten an die Hand.

Die Ad Monetization Platform ist offenbar ein Glücksgriff für Werbetreibende. Microsoft spricht von einem Umsatzwachstum von 35 Prozent im Jahresvergleich für das zweite Halbjahr 2017. Für Nutzer der UWP-Plattform soll sich der Ertrag über das Jahr mehr als verdoppelt haben. Microsoft macht dafür vor allem das Partnerprogramm verantwortlich.

Zu den Partnern zählen unter anderem Taboola, Outbrain und Revcontent. Mit MSN Content Recommendations existiert zudem ein weiterer Anzeigenlieferant im eigenen Haus. Die Nutzer sollen hier mit Rich Content aus vertikalen Bereichen wie Finanzen, Gesundheit, Lifestyle und so weiter versorgt werden. Durch die neuen Partner und automatische Optimierungen durch Machine-Learning-Algorithmen soll sich die Klickrate (CTR) um 20 Prozent und der Umsatz pro 1000 Impressionen (RPM) um 15 Prozent verbessert haben.

Mit der Einführung der Plattform hat Microsoft auch Native Ads ermöglicht, zunächst als geschlossenes Programm auf Basis persönlicher Einladungen. Ab sofort steht diese Werbeform, das heißt dem nativen Content von Webseiten ähnliche Anzeigen, allen Anwendern zur Verfügung.

Neue Möglichkeiten im Dev Center

Microsoft verspricht zudem neue Werkzeuge insbesondere für die Akquisition von Nutzern. Zunächst wird die Auslieferung von Werbung auf Anzeigen außerhalb der First- und Third-Party-Apps ausgeweitet, Neben MSN Web, Skype, Store Apps und Outlook Web werden jetzt auch externe Webseiten beschaltet. Neu ist auch die Möglichkeit, Video-Anzeigen in Apps zu platzieren, vorläufig allerdings nur in einem Beta-Programm und ab einem Kampagnen-Budget von mindestens 10.000 US-Dollar.

Neu im Dev Center sind auch ausführlichere Statistiken zu Push-Nachrichten, die sich bislang im Wesentlichen auf die reinen Aufrufe beschränkten. Ab sofort stehen auch tiefergehende Informationen wie CTR oder tatsächliche Aktionen der Nutzer zur Verfügung.

Sehr interessant klingt auch die Ankündigung des ab sofort verfügbarend Ad Viewability Reports im Dev Center: Die Viewability-Auswertung gibt Auskunft darüber, wie gut Anzeigen zum Zeitpunkt des Ladens vom Nutzer auch wirklich gesehen werden können, also beispielsweise, ob die Anzeige überhaupt komplett im sichtbaren Bereich des Browsers erscheint. So sollen Werbetreibende die Qualität der Anzeigen-Slots messen und entsprechend optimieren können.

Abseits des Dev Centers und der reinen Microsoft-Entwicklung steht die Ad Mediation Platform nun auch Android-Entwicklern zur Verfügung, vorerst als Preview. Es sollen dieselben Werkzeuge und auch Partner zur Verfügung stehen, auf die UWP-Entwickler bereits heute zurückgreifen können. Das Programm ist für alle Entwickler offen, eine Dev-Center-Registrierung ist nicht notwendig. Letztlich wird in diesem Zug noch für dieses Jahr ein SDK für iOS- und Web-Anzeigen angkündigt.

Weitere Informationen zu Native Ads und Code-Beispiele finden sich im Microsoft-Developer-Blog.

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