Backend-Plattform für Cloud-connected Games ergänzt Azure

Microsoft übernimmt PlayFab

| Autor: Stephan Augsten

Die PlayFab-Plattform soll Spieler langfristig binden und Entwicklern so zusätzliche Einnahmen ermöglichen.
Die PlayFab-Plattform soll Spieler langfristig binden und Entwicklern so zusätzliche Einnahmen ermöglichen. (Bild: © TR - stock.adobe.com)

Microsoft übernimmt PlayFab – Anbieter einer Backend-Plattform, die Computerspiele per Cloud-Anbindung um Funktionen für Bestenlisten, virtuellen Handel oder Analytics bereichert. Als Ergänzung zu Azure greift die Lösung aber weiterhin auf IBM-Dienste zu.

Mit der Übernahme von PlayFab will Microsoft das eigene Cloud-Portfolio für Spieleentwickler stärken – und damit ein gehöriges Stück von einem Gaming-Markt ergattern, dessen Volumen Microsoft-CEO Satya Nadella auf über 100 Milliarden US-Dollar taxiert. Die nun als natürliche Ergänzung zur Cloud-Computing-Plattform Microsoft Azure beschriebene PlayFab-Plattform setzte bislang allerdings auch auf Dienste des Wettbewerbs.

So verkündete PlayFab noch im März des Vorjahres, per IBM Watson Data Platform die Möglichkeiten maschinellen Lernens für Spieleentwickler zu erschließen. Ein entsprechendes Add-on ist immer noch im Programm. Ob und wann Microsoft diese Dienste mittelfristig ersetzen will ist bislang offen. Auf Anfrage dazu heißt es dazu lediglich, dass man „bis auf weiteres“ Drittanbieter-Cloud-Provider unterstützen werde.

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Die von PlayFab betriebene Plattform richtet sich an Entwickler, die ihre Spiele nicht mehr als einmalig verkaufte Produkte betrachten, sondern als stets verbundene digitale Dienste. Dank Cloud-Anbindung ließen sich Spieler besser binden und monetarisieren. Die Funktionen reichen dabei vom Mehrspielerbetrieb über Echtzeit-Analytics bis hin zu Messaging oder Promotionen innerhalb von Spielen.

Nach eigenen Angaben bedient PlayFab über 1.200 Live Games. Unterstützt werden mobile Plattformen, PCs und Konsolen. Zu seinen Kunden zählt das vor vier Jahren gestartete Unternehmen unter anderen Disney, NBC Universal, Wizards of the Coast, Nickelodeon, Bandai Namco, Rovio oder Capcom.

Preis und weitere Bedingungen der Übernahme gibt Microsoft nicht bekannt.

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