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Tools Microsoft läutet das Zeitalter der universellen Apps offiziell ein

| Redakteur: Franz Graser

Wenige Tage vor dem Release des PC-Betriebssystems Windows 10 hat Microsoft die Entwickler-Suite Visual Studio 2015 sowie die Anwendungsumgebung .NET 4.6 zum Download freigegeben.

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Das Logo von Visual Studio gleicht einer liegenden Acht, dem Symbol für die Unendlichkeit. Mit der Einführung der kantigen Benutzeroberfläche Modern UI (vormals Metro) erhielt das Logo im Vergleich zu früheren Varianten ein etwas kantigeres Aussehen.
Das Logo von Visual Studio gleicht einer liegenden Acht, dem Symbol für die Unendlichkeit. Mit der Einführung der kantigen Benutzeroberfläche Modern UI (vormals Metro) erhielt das Logo im Vergleich zu früheren Varianten ein etwas kantigeres Aussehen.
(Bild: Cronoxyd/CC BY-SA 3.0)

Wie bisher bleibt Visual Studio die wichtigste Entwicklungsumgebung für Applikationen, die auf die Windows-Plattform zielen. Visual Studio 2015 ermöglicht es aber auch, Anwendungen für die mobilen Plattformen Android und Apples iOS zu programmieren.

Mit VS 2015 haben Entwickler die Wahl, welche Tools sie dafür einsetzen möchten: Visual Studio Tools für Apache Cordova, Visual C++ Cross-Platform Library Development oder die Option, native Apps mit C# in Verbindung mit Xamarin zu erstellen.

Xamarin ist eine Cross-Plattform-Umgebung, die es ermöglicht, in C# für Windows und die genannten mobilen Betriebssysteme zu entwickeln. Die kostenlose Version von Xamarin ist Bestandteil von Visual Studio 2015.

Als weiteres Merkmal unterstützt die überarbeitete Tool-Plattform das Konzept der sogenannten Universal Apps. Das bedeutet, dass damit entwickelte Applikationen für das Betriebssystem Windows 10 sowohl auf PCs und Notebooks, Windows-Smartphones und -Tablets sowie der Xbox, der 3-D-Brille HoloLens und auf Geräten im Internet der Dinge laufen werden.

Darüber hinaus bleibt Microsoft dem Prinzip treu, dass Entwickler in Visual Studio auf eine breite Auswahl an Programmiersprachen zurückgreifen können, darunter C++, C#, Visual Basic sowie TypeScript, Python sowie die funktionale Programmiersprache F#.

Um das Produktangebot zu vereinfachen, hat Microsoft die Variantenvielfalt etwas ausgedünnt. Aus Visual Studio Ultimate und Visual Studio Premium wird Visual Studio Enterprise. Darüber hinaus werden wieder Visual Studio Professional und Visual Studio Test Professional verfügbar sein.

Für Hobbyisten, Entwickler nichtkommerzieller Software, wissenschaftliche Einrichtungen sowie kleine professionelle Teams ist die Community-Edition von Visual Studio gedacht. Sie ist kostenlos und verfügt über erweiterte Funktionen zum Debugging, zur Erstellung von Profilen sowie zur Diagnose von Leistungsproblemen.

Darüber hinaus ist die Community-Edition für die Entwicklung von Webanwendungen sowie für Apps für Mobilgeräte ausgelegt. Auch diese Variante erlaubt die Programmierung von Apps für Android und iOS und verfügt über Tools für Apache Cordova (eine Cross-Plattform-Umgebung, die die Entwicklung mobiler Applikationen mithilfe von HTML5, Javascript und CSS3 gestattet) sowie Unity, einer Plattform, die insbesondere für die Spieleentwicklung verwendet wird.

Für die kommerzielle Entwicklung stehen die kostenpflichtigen Varianten Visual Studio Professional zum Preis von 1199 US-Dollar sowie Visual Studio Enterprise für 5999 US-Dollar zur Verfügung. Erstere richtet sich an einzelne Entwickler und kleinere Teams, die Enterprise-Variante zielt auf Projekte jeder Größenordnung.

Dieser Beitrag stammt ursprünglich von unserem SchwesterportalElektronikpraxis.de.

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