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Joblift-Analyse zu App- und Mobile-Web-Development Mehr Stellen für iOS- und Android-Entwickler

| Autor: Stephan Augsten

App-Entwickler werden aktuell zehnmal häufiger gesucht als Spezialisten für Mobilgeräte-optimierte Web-Anwendungen. Für diese Erkenntnis hat die Metasuchmaschine Joblift etwa 17 Millionen Stellenanzeigen der vergangenen 24 Monate analysiert.

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App-Entwickler werden immer häufiger gesucht, während für Mobilgeräte optimierte Web-Applikationen eher stiefmütterlich behandelt werden.
App-Entwickler werden immer häufiger gesucht, während für Mobilgeräte optimierte Web-Applikationen eher stiefmütterlich behandelt werden.
(Bild: FirmBee - Pixabay / CC0 )

Manch einer hält native Mobile-Apps angesichts der immer besser ausgebauten Mobilfunknetze für obsolet. Trotzdem scheinen sich noch immer viele Unternehmen auf die Erstellung eigener Apps zu fokussieren, statt diese durch eine mobile Web-Anwendung zu ersetzen. Zu diesem Schluss kommt Joblift, eine Metasuchmaschine für Jobbörsen, nach der Untersuchung entsprechender Stellenangebote.

Über einen Zeitraum von zwei Jahren hinweg wurden App-Entwickler etwa zehnmal so häufig nachgefragt wie Mobile-Web-Experten. Die Inserate für reine Mobile-Web-Spezialisten sind außerdem rückläufig: Von insgesamt 1.106 Stellen aus zwei Jahren stammen nur rund 400 aus dem laufenden Jahr.

Insbesondere Großkonzerne schreiben sieben Prozent mehr Stellen für App-Programmierer aus als im Vorjahr, während Firmen mit bis zu 200 Mitarbeitern ein Viertel aller Mobile-Web-Spezialisten einstellen. Da kleine Firmen oft über ein geringeres Budget verfügen als Großkonzerne, könnten die geringeren Entwicklungskosten laut Joblift einen wichtigen Grund dafür darstellen.

Folgerichtig hält die Tendenz zur Entwicklung nativer Apps an: Der Bedarf an App-Entwicklern stieg stetig, bis Oktober 2017 verzeichnete der Stellenmarkt einen Zuwachs von 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt 10.806 neue Jobs sind in den vergangenen 24 Monaten in diesem Bereich für Programmierer entstanden.

Großkonzerne mit mehr als 1.000 Mitarbeitern veröffentlichten insgesamt 14 Prozent aller Stellenanzeigen für App-Development. Die meisten Jobangebote in diesem Bereich (17 Prozent) stellten Unternehmen mit unter 200 Mitarbeitern, allerdings sank deren Nachfrage im letzten Jahr um 14 Prozentpunkte. Dies ist Joblift zufolge ein Indiz dafür, dass große Unternehmen weiter auf klassische Apps setzen, während sich kleinere Firmen möglicherweise von dem Konzept distanzieren.

Mit Blick auf besonders gefragte Spezialisierungen im App-Bereich sticht hervor, dass die Arbeitgeber durchaus Full-Stack-Entwickler bevorzugen: 62 Prozent der Inserate suchen Unternehmen nach entsprechenden Allround-Programmierern mit vielfältigen Fähigkeiten. Im Vergleich dazu adressieren 21 Prozent der Jobausschreibungen iOS-Spezialisten und 17 Prozent Android-Experten.

2017 lagen iOS-Apps allerdings im Trend: Bis Oktober wurden 40 Prozent mehr Stellen mit Schwerpunkt auf dem Apple-Betriebssystem ausgeschrieben als im Vorjahr. Die Inserate für Android- und Full-Stack-Entwickler legten derweil „nur“ um 13 und 19 Prozent zu.

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 Stephan Augsten

Stephan Augsten

Chefredakteur, Dev-Insider