Entscheidungs-Management von Red Hat

Low Code erlaubt Fachabteilungen eine aktive Rolle bei der Anwendungsbereitstellung

| Redakteur: Ulrike Ostler

Das Beispiel zeigt eine Entscheidungstabelle für die Regelbearbeitung im „Red Hat Decision Manager 7“.
Das Beispiel zeigt eine Entscheidungstabelle für die Regelbearbeitung im „Red Hat Decision Manager 7“. (Bild: Red Hat)

„Red Hat Decision Manager 7“ soll Unternehmen bei der Automatisierung von Geschäftsentscheidungen unterstützen und damit die Effizienz in Abläufen und die Präzision von Ergebnissen steigern.

Mit „Decision Manager 7“ bietet Red Hat eine Plattform für das Entscheidungs-Management an, die die Entwicklung und Bereitstellung regelbasierter Anwendungen und Dienste vereinfachen soll. Es handelt sich um die neue Version von „Red Hat JBoss BRMS“ (Business-Rules-Management-Software).

Das Kernstück jedes Geschäftsprozesses bilden Geschäftsregeln. Die Automatisierung dieser Prozesse kann insbesondere bei komplexen oder wiederkehrenden Aufgaben zu optimaleren Abläufen und besseren Ergebnissen führen. Unternehmen sind damit in der Lage, effizienter auf neue Marktbedingungen und Geschäftsanforderungen zu reagieren.

Mit Low-Code-Entwicklungs-Tools wie Red Hat Decision Manager können Mitarbeiter aus den Fachabteilungen eine aktivere Rolle in der Anwendungsentwicklung übernehmen. Zudem sind Unternehmen in der Lage, durch eine bessere Zusammenarbeit zwischen Fachabteilungen und der IT den Prozess der Anwendungsentwicklung zu beschleunigen. Dazu sagt Mike Piech, Vice President and General Manager, Middleware bei Red Hat: „Bei der Low-Code-Entwicklung geht es weniger darum, Code zu eliminieren oder traditionelle Programmierer aus dem Anwendungsentwicklungsprozess auszuschließen, sondern vielmehr darum, Unternehmen und Anwendern zu helfen, schnell und effizient zu arbeiten.“

Was Low-Code Tools bezwecken

Letztendlich sei das, was Low-Code-Tools bieten sollten keine Plattform, die auf das eine oder andere ausgerichtet ist. Low-Code-Tools böten vielmehr einen reichhaltigen und eng integrierten Funktionsumfang, der eine bessere Benutzererfahrung biete – unabhängig davon, ob der Anwender Business-Analyst oder Hardcore-Entwickler sei.

Die Größe der Flecken gibt Aufschluss über die Komplexität und die Kosten.
Die Größe der Flecken gibt Aufschluss über die Komplexität und die Kosten. (Bild: IDC: IDC Future Scape: Worldwide IT Industry 2018 Top 10 Predictions)

Das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen IDC erwartet, dass Mitarbeiter aus den Fachabteilungen bis 2021 etwa 20 Prozent der Geschäftsanwendungen und 30 Prozent der neuen Anwendungsfunktionen selbst entwickeln werden (siehe: „IDC Future Scape: Worldwide IT Industry 2018 Top 10 Predictions“.

Maureen Fleming, Program Vice President Integration and Process Automation bei IDC, erläutert: „Entscheidungen spielen in der modernen Entwicklung eine zentrale Rolle, vor allem in Kombination mit maschinellem Lernen und eingebettet in Prozesse, die so gestaltet werden, dass sie einfacher und dynamischer werden. Auf dieser Ebene ist die Entscheidungslogik eher die Domäne von Experten in den Fachabteilungen.“ Und zur Rolle von der Entwicklung auf der Basis von Low Codesagt sie: „Das bietet eine Methode für die Zusammenarbeit zwischen Fachabteilung und Entwicklern, die einen schnelleren Mehrwert liefert und die Änderungsgeschwindigkeit verbessert. Wichtig und differenzierend ist auch die Tatsache, dass die Runtimes für Entscheidungen in Container eingebettet und flexibler über Clouds und Edge Locations verteilt werden können.“

Aus JBoss BRMS wird Decision Manager 7

Red Hat Decision Manager 7 bietet nun Tools, die speziell für Anwender aus den Fachabteilungen und so genannte Citizen Developers entwickelt wurden, die damit die Geschäftslogik von Applikationen direkt ändern können. Die IT-Abteilung wird dadurch entlastet, sie kann Ressourcen umschichten und sich verstärkt anderen Aufgaben widmen.

Zu den Highlights von zählt Red Hat die Unterstützung für die direkte Ausführung von Modellen, die in der „Decision-Model-and-Notation“-Spezifikation (DMN) beschrieben werden. Dazu kommen neu gestaltete Entscheidungstabellen, ein neuer Entscheidungstabellen-Editor und ein verbessertes Tool zur Datenmodellierung.

Das Tool erlaubt sowohl traditionelle als auch Cloud-basierte Anwendungen zu entwickeln und damit regelbasierte Entscheidungs- und Planungs-Mikroservices zu erstellen, die vor Ort im Rechenzentrum eines Kunden oder als containerisierte Dienste auf „Red Hat OpenShift Container Platform“ bereitgestellt werden. Diese soll es Kunden ermöglichen, die digitale Innovation für ihre prozessgesteuerten Applikationen mithilfe von DevOps-Funktionen wie automatisiertes Testen sowie Continuous Integration and Delivery (CI/CD) zu beschleunigen. Diese Prozesse können sie mit speziellen Verfahren steuern, die auf mehr Sicherheit, Skalierbarkeit und Interoperabilität ausgerichtet sind.

Das sagt ein Anwender

Zu den Anwendern gehört Vipul Kashyap, Director Clinical Information Systems and Enterprise Information Architect bei Northwell Health. Er sagt: „Red Hat Decision Manager spielt eine wichtige Rolle in der digitalen Geschäftsstrategie von Northwell. Mit den darin enthaltenen Funktionen können wir die Entwicklung von Kernapplikationen für das Gesundheitswesen beschleunigen. Dazu zählen etwa die rasche Erstellung konfigurierbarer, wiederverwendbarer Bausteine zur Identifizierung von Patienten für die Aufnahme in Pflege-Management-Programme sowie die Entwicklung von Funktionen zur Unterstützung medizinischer Entscheidungen, die dazu beitragen, die klinischen Risiken von Patienten zu bewerten und optimale Behandlungsoptionen zu identifizieren.“

Es äußerst sich sich auch zu den Neuerungen: „Jüngste Fortschritte wie die Unterstützung von Decision-Management-Notation-Modellen ermöglichen es klinischen Informatikern und Geschäftsanalysten, komplexe Entscheidungsunterstützungsregeln und -modelle ohne Beteiligung der IT-Abteilung zu managen und zu aktualisieren. Dadurch können die Genauigkeit der Ergebnisse und die Flexibilität bei der Erstellung und Änderung von Entscheidungshilfen in unseren klinischen Informationssystemen verbessert werden.“

Red Hat Decision Manager 7 steht Mitgliedern der Red Hat Developers Community zum Download zur Verfügung. Kunden können die neuesten Updates über das Kundenportal von Red Hat beziehen.

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