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Trend-Prognosen 2020 von Mendix Low Code als Antwort auf die Software-Krise?

| Redakteur: Stephan Augsten

Low Code wird sowohl als Unterstützung für professionelle Entwickler als auch als Antwort auf den Fachkräftemangel in der IT angepriesen. Als Anbieter einer solchen Plattform hat Mendix einige Trends erörtert, die 2020 die Entwicklung von Low-Code-Anwendungen beeinflussen dürften.

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Das neue Jahr könnte sich als richtungsweisend und förderlich für Low-Code-Plattformen erweisen, meint Siemens-Tochter Mendix.
Das neue Jahr könnte sich als richtungsweisend und förderlich für Low-Code-Plattformen erweisen, meint Siemens-Tochter Mendix.
(Bild: Mendix)

Bereits im Jahr 2024 könnten etwa zwei Drittel aller Unternehmensanwendungen mit Low Code erstellt werden, schätzen die Marktanalysten von Gartner. Doch bis dahin ist noch ein wenig Zeit. Für dieses Jahr prognostiziert Siemens-Tochter und Low-Code- sowie No-Code-Hersteller Mendix, dass Low-Code der entscheidende Faktor für umfassende Benutzererfahrungen, neue Einnahmequellen und die Integration von zukunftsweisenden Technologien sein wird.

Detailliert lauten die Trend-Prognosen von Roshnee Mistry Shah, Product Marketing Manager von Mendix,wie folgt:

1. Multi-Experience steht im Jahr 2020 im Mittelpunkt

Die Nachfrage der Endanwender nach maßgeschneiderten, intuitiven digitalen Interaktionsmöglichkeiten über mehrere Touchpoints hinweg, einschließlich mobiler Geräte, Webbrowser und Augmented Reality, hat bereits branchenübergreifend zu nachhaltigen Veränderungen im Bereich Kundenservice und -support geführt. Im kommenden Jahr wird sich die Nachfrage nach umfangreichen digitalen Lösungen weiter erhöhen, da Führungskräfte bevorzugt Multi-Experience-Lösungen einsetzen werden, um neue Einnahmequellen zu erschließen.

„Die neue Generation an Kunden und Mitarbeitern, die in die Arbeitswelt eintreten, wollen keine Anwendungen, die einfach nur Zeit sparen. Sie wollen digitale Erlebnisse, die es ihnen ermöglichen, ihre Zeit sinnvoll zu nutzen", sagt Johan den Haan, Chief Technology Officer bei Mendix. „Unternehmen werden sich darauf konzentrieren, umfassende Erlebnisse für eine Vielzahl von neuen Anwendungsfällen zu schaffen. Sie werden die Möglichkeiten der Low-Code-Entwicklung nutzen, um den Grad an Feinschliff, Finesse und Genauigkeit zu liefern, welche die Verbraucher heute über alle Geräte hinweg erwarten.

2. Verbindliche Unterstützung für flexible Cloud-Implementierungen

Globale Investitionen in Cloud-Infrastruktur und -Services werden 2020 eine der wichtigsten Prioritäten für CIOs sein. Da Cloud Computing inzwischen als Mainstream für die Bereitstellung von Unternehmenssoftware anerkannt ist, müssen Anwendungsentwicklungs-Plattformen dem Kunden zusätzliche Dienste mit echtem Mehrwert zur gewählten oder gewünschten Cloud bereitstellen.

Unabhängig davon, ob die Geschäftsanforderungen eines Kunden die Nutzung einer öffentlichen, privaten oder hybriden Cloud-Infrastruktur vorschreiben, werden die erfolgreichen Softwareentwicklungsplattformen diejenigen sein, die den nahtlosen Austausch, die Bereitstellung und den Einsatz von Anwendungen in der vom Kunden bevorzugten Cloud ermöglichen.

„Die richtige Architektur zur Unterstützung von Multi-Cloud-Implementierungsoptionen über On-Premises, Virtual Private, Multi-Cloud- oder Multi-Tenant-Installationen in der öffentlichen Cloud wird darüber entscheiden, ob ein Softwareanbieter ein Unternehmen dabei unterstützen kann, seine digitale Transformation im Jahr 2020 erfolgreich durchzuführen", sagt Hans de Visser, Vice President of Product Management bei Mendix.

3. Low-Code zur Kundenbindung und Umsatzgenerierung

Im Jahr 2020 werden neue Profit-Center in Unternehmen entstehen, da Organisationen Low-Code-Plattformen einsetzen werden, um zentrale Systeme zu erweitern und so maßgeschneiderte, datengesteuerte und verbraucherfreundliche Erlebnisse zu schaffen, die neue Marktchancen eröffnen. Analysten schätzen den aktuellen Anteil von Low-Code-Entwicklungsprojekten auf 10 bis 20 Prozent der Geschäftsaktivitäten – ein Wert, der innerhalb von vier Jahren auf bis zu 65 Prozent ansteigen dürfte.

Was treibt dieses explosive Wachstum an? „Der Erfolg von Low-Code bewirkt eine enorme Schubkraft im gesamten Unternehmen“, sagt Nick Ford, Vice President of Product Marketing bei Mendix. „In der Vergangenheit wurden größtenteils einfache Low-Code-Anwendungen entwickelt, die sich auf operative Exzellenz und Kosteneinsparungen konzentrierten. Jetzt sehen wir, dass Low-Code für groß angelegte Kundenbindungs- und B2B-Programme genutzt wird, die zu höheren Umsätzen führen.

4. Die Forschung im Bereich der KI-getriebenen Entwicklungstools wird beschleunigt

„Die Erweiterung von Entwicklungstools mit künstlicher Intelligenz ist der bedeutendste Fortschritt in der Softwareentwicklung“, sagt Gordon Van Huizen, Vice President of Platform Strategy bei Mendix. „In diesem Jahr definieren und prototypisieren die Forschungs- und Entwicklungsteams führender Softwarehersteller neue Einsatzbereiche für KI über den gesamten Anwendungslebenszyklus hinweg.“

Van Huizen prognostiziert, dass R&D-Teams KI nutzen werden, um erfahrenen Entwicklern Unterstützung für agile Paarprogrammierung zu bieten und die Validierung von neuem Code sowie die Korrelation und Integration von Datensätzen zu vereinfachen. Gleichzeitig können Anomalien angezeigt werden und die technische Komplexität der Plattform reduziert werden, um eine größere Beteiligung von nicht technikaffinen Geschäftsexperten und Anwendungsadministratoren zu ermöglichen. Van Huizen ergänzt: „Jeder Softwareanbieter ist bestrebt, innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre neue, kreative KI-Anwendungsfälle auf den Markt zu bringen.“

5. Das neue Traumpaar 2020: Citizen Integrator + Entwickler

Im Jahr 2020 werden nicht-technikaffine Unternehmensexperten in die Lage versetzt, unternehmensweite Herausforderungen im Bereich der Datenerkennung und -exploration zu lösen. Diese Tools werden es Menschen, die außerhalb der zentralen IT-Integrationsteams arbeiten, ermöglichen, zu „Citizen Integrators“ zu werden. Geschäftsanalysten, Fachexperten und Entwickler können so Daten direkt finden und in ihren täglichen Arbeitsablauf integrieren. Dieser Wandel wird vorangetrieben, ohne das globale Management oder die Governance zu beeinträchtigen.

„Unternehmen, die eine Denkweise fördern, die eine echte demokratische Integration vorantreibt, werden die Etablierung dessen anführen, was Gartner-Analysten als ‚Composable Enterprise‘ bezeichnet haben“, sagt Sheryl Koenigsberg, Director of Product Marketing bei Mendix. „Die neuen Citizen Integrators werden in der Lage sein, Geschäftsfunktionen zu identifizieren und wiederzuverwenden, die die Erfahrungen der Mitarbeiter und Kunden verbessern und einen messbaren Wert für das Unternehmen schaffen.“

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